• Deutschland wegen Genozids in Namibia angeklagt

New York (Press TV) - Vertreter der Herero- und Nama-Völker in Namibia haben Deutschland wegen Völkermords an diesen beiden Völkergruppen vor mehr als 100 Jahren angeklagt und Schadenersatz gefordert.

Am Freitag reichten die Hinterbliebenen  der Genozid-Opfer ihre Klage vor einem Gericht in New York ein. Zwischen 1904 und 1908 schlugen deutsche Soldaten im heutigen Namibia, der damals eine deutsche Kolonie war, Aufstände der Herero und Nama nieder. Nun verlangen die Volksvertreter finanzielle Wiedergutmachung für Tausende Nachkommen dieser Opfer. Sie wollen zudem gerichtlich erreichen, an den Verhandlungen zwischen Namibia und Deutschland teilnehmen zu dürfen.

Das heutige Namibia zählte von 1884 bis 1915 unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika zu Deutschlands Kolonien. Als die Herero 1904  aus Existenzangst sich zu einem Aufstand erhoben, ordnete der deutsche General Lothar von Trotha die Vernichtung des Stammes an, bei dem bis zu 100.000 Herero und Nama getötet worden sein sollen.

Jan 06, 2017 17:10 Europe/Berlin
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