• Merkel spricht sich für freundliche Beziehungen zu Türkei aus

Berlin (ParsToday/ksta) - Berlin unterstützt nicht nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel die Aussezung der Verhandlungen über den EU-Beitritt der Türkei.

Mit Blick auf Kritik der europäischen Länder an der Verfassungsänderung in der Türkei sagte Merkel dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwochausgabe): "Ein gutes Verhältnis zur Türkei liegt in unserem eigenen Interesse".

Merkel hat sich zudem gegen den Vorwurf verwahrt, wegen des EU-Türkei-Flüchtlingsabkommens erpressbar zu sein. Deutsche Kanzlerin sagte , sie sei "als Bundeskanzlerin völlig frei, das, was wir an bedenklichen Entwicklungen in der Türkei beobachten, auch klar auszusprechen". Dies gelte "nicht nur öffentlich, sondern vor allem auch im direkten Gespräch mit der türkischen Regierung". Es dürfe auch nicht übersehen werden, dass das EU-Türkei-Abkommen auch im Interesse der Türkei liege, weil damit die kriminellen Schleuserstrukturen an der türkischen Küste bekämpft würden.

Die Beziehungen zeischen Ankara und den europäischen Ländern sind wegen des Referendums über die Errichtung eines Präsidialsystems in der Türkei angespannt.

Das Verfassungsreferendum fand am 16.April statt. 

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Mai 04, 2017 08:05 Europe/Berlin
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