• Deutschland: Zahl der Asylsuchenden 2017 um rund 66 Prozent gesunken

Berlin (ParsToday/AFP) - Die Zahl der im Jahr 2017 nach Deutschland gekommenen Asylsuchenden ist laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zurückgegangen.

Wie de Maizière am Dienstag bei der Vorstellung der Asylzahlen für das abgelaufene Jahr bekannt gab, registrierten im Jahr 2017 die Behörden 186.644 neu eingereiste Asylsuchende. 2016 waren 280.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, 2015 waren es sogar 890.000, von denen viele keinerlei Identifikationsdokumente bei sich hatten.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat 2017 über die Anträge von 603.428 Personen entschieden. Damit konnten die anhängigen Asylverfahren beim BAMF mit 68.245 wieder auf den niedrigen Stand von etwa Mitte 2013 zurückgeführt werden. Ende Dezember 2016 gab es noch 433.719 anhängige Asylverfahren.

Die größte Flüchtlingsgruppe stammte wie bereits 2016 aus Syrien. Insgesamt kamen im vergangenen Jahr den Angaben zufolge 47.434 syrische Flüchtlinge, gefolgt von Asylsuchenden aus dem Irak (21.043),  aus Afghanistan (12.346) und Eritrea (9524). Aus der Türkei suchten vergangenes Jahr knapp 8000 Menschen in Deutschland Asyl.

Seit der Verschärfung und Ausbreitung von terroristischen Angriffen und Gewalttaten sowie Bürgerkriegen im Nahen Osten seit 2015, ist es der Europäischen Union noch nicht gelungen, offizielle Statistiken über die genaue Zahl der aus den Mittel- und Nahostländern sowie afrikanischen Krisenländern  gekommenen Flüchtlinge vorzulegen.

 

 

Jan 17, 2018 09:56 Europe/Berlin
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