• Deutschland: Wir kämpfen für das Atomabkommen

Berlin (IRNA) – Deutschlands Bundesaußenminister betonte die Notwendigkeit und Bedeutung der Aufrechterhaltung des Atomabkommens mit dem Iran und unterstrich: "Wir kämpfen für das Abkommen, weil es auch unseren Sicherheitsinteressen dient, indem es in der Region Sicherheit schafft und Transparenz herstellt."

Das Abkommen sei in seiner jetzigen Form auf jeden Fall besser als die Alternative, kein Abkommen zu haben, sagte Heiko Maas Mittwoch bei einem Gespräch mit der deutschen Zeitung "Passauer Neue Presse".

Er äußerte seine Besorgnis über die Folgen der destabilisierenden Maßnahmen der USA gegen den Iran und die Möglichkeit von größeren Spannungen in der Region und hob hervor: "Wir halten es nach wie vor für einen Fehler, die Nuklearvereinbarung mit dem Iran aufzugeben." Schließlich liege der Iran in der erweiterten Nachbarschaft Europas und daher sei die Sicherheit und Stabilität in diesem Land für die EU von äußerster Bedeutung.

"Jeder, der sich einen "Regime Change" erhofft, darf nicht vergessen, dass, was immer auch folgt, uns viel größere Probleme bereiten könnte. Eine Isolierung Irans könnte gerade den radikalen und fundamentalistischen Kräften Auftrieb geben."

Er fügte hinzu: "Chaos im Iran - so wie wir das in Irak oder in Libyen erlebt haben - würde eine ohnehin schon unruhige Region noch mehr destabilisieren."

Die Europäische Union hatte zuvor in einer Erklärung erneut ihre Unterstützung für das Atomabkommen mitgeteilt und entschieden bekannt gegeben, dass es europäische Unternehmen, die legitim im Iran Wirtschafts- und Handelsbeziehungen treiben, vor den US-Strafmaßnahmen schützen werde.

 

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Aug 08, 2018 15:35 Europe/Berlin
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