• Deutschland unterstützt Handel mit Iran

Berlin (ParsToady/Reuters/Spiegel.de) - Trotz der US-Sanktionen gegen Teheran unterstützen Deutschland und seine Verbündeten Unternehmen, die Handelsbeziehungen zu Iran haben.

Der deutsche Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hob hervor, dass sich Europa dem Druck der USA auf den Iran nicht beugt. 

"Wir lassen uns aus Washington keine Handelsbeziehungen mit anderen Ländern diktieren und stehen deshalb zum Wiener Nuklearabkommen, sagte Altmaier "Bild am Sonntag". 

"Jedes deutsche Unternehmen darf im Iran weiterhin investieren, so viel es möchte. Aber viele Unternehmen sind auf Kredite von Banken angewiesen, die sich meist in den USA refinanzieren. Das schafft Probleme", fügte er hinzu.

Deutsche Wirtschaftsverbände warnen auch davor, dass deutsche Unternehmen von den US-Sanktionen gegen Iran sowie Strafzöllen auf europäische Waren sehr beschädigt werden.

Altmaier kritisierte zudem die von den USA verhängten Strafzölle auf Waren aus China, der Türkei und Europa und sagte: "Die Politik hat nicht das Recht, die Arbeitsplätze von Stahlkochern, Autobauern und Aluminiumgießern aufs Spiel zu setzen"

"Dieser Handelskrieg verlangsamt und zerstört Wirtschaftswachstum und produziert neue Unsicherheiten", so hieß es. 

Der US-Präsident Donald Trump hatte am 8. Mai 2018 den Rückzug  seines Landes  aus dem Atomabkommen der G 5+1 mit Iran und die Wiedereinführung von Sanktionen gegen Teheran bekanntgegeben. Die erste Etappe dieser Sanktionen trat am 06. August in Kraft. 

Aug 12, 2018 17:35 Europe/Berlin
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