• Laridschani kritisiert Schweigen des Westens gegenüber Menschenrechtslage im Jemen und in Bahrain

Teheran (ParsToday) – Der Vorsitzende des islamisch-iranischen Parlamentes äußerte seine Verwunderung über das Verhalten der Europäer und sagte: "Im Jemen werden Menschen getötet und Krankrenhäuser und Schulen angegriffen, aber einige europäische Länder liefern weiterhin Waffen an Saudi-Arabien."

Ali Laridschani stellte am Mittwoch in Teheran bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten des EU-Parlaments, David McAllister, die Frage, wie die EU die Menschenrechtslage in Bahrain rechtfertigen könne und unterstrich: "Ist es logisch, dass einige Menschen in Bahrain Wahlrecht besitzen und andere nicht?"

Mit Hinweis darauf, dass einige europäische Länder Waffen an Saudi-Arabien liefern und das Regime in Bahrain unterstützen, fügte Laridschani hinzu: "Es ist unklar, wie die Verbrechen im Jemen und in Bahrain aus der Sicht der europäischen Menschenrechte gerechtfertigt werden."

Irans Parlamentschef hob weiterhin hervor, dass die USA mit dem Irakkrieg einen neuen Terrorismus geschaffen haben und fuhr fort: "Die Terroristen werden für ihre jetzigen Unterstützer zu einem Unheil werden."

Der EU-Politiker David McAllister bestätigte bei seiner Zusammenkunft mit dem iranischen Parlamentsvorsitzenden, dass die Lage in Westasien sehr kompliziert sei und behauptete, die Europäische Union beobachte den Jemen genau und sei sich der humanitären Krise in diesem Land bewußt und werde die Lieferung von Waffen an die an diesem Konflikt beteiligten Parteien nicht genehmigen.

 

Feb 14, 2018 17:07 Europe/Berlin
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