Europa erweist sich bislang als unfähig, das von Washington einseitig aufgekündigte Atomabkommen am leben zu erhalten...

US-Präsident Donald Trump stößt über Twitter die fürchterlichsten Kriegsdrohungen gegen den Iran aus, am 4. August sollen die schlimmsten Sanktionen in Kraft treten, gleichwohl wünscht er ein Gipfeltreffen mit seinem iranischen Amtskollegen Hassan Ruhani - ohne Vorbedingungen. Da macht jedoch Iran nicht mit, denn seit knapp 40 jähren steht das Land unter einem in der Menschheitsgeschichte einmaligen Sanktionsdruck durch Washington und Verbündete, begleitet mit vielfach kriminellen Unterdrückungsmethoden, die Unruhe-Unterstützung, Mord und Terror einschließen.

Europa erweist sich bislang als unfähig, das von Washington einseitig aufgekündigte Atomabkommen am leben zu erhalten - und besonders grotesk ist der Umgang mit dem Schauplatz aller Auseinandersetzung: Europa will die Millionen Syrien-Flüchtlinge und Zuwanderer nicht in die Heimat zurücksenden, obwohl schon mehr als eine halbe Million freiwillig und auf eigene Kosten dorthin zurückgekehrt ist - solange die legitime Staats- und Regierungsführung unter Bashar Al-Assad dem unterlegenen Westen nicht gehorchen will. Für eine solche Unterwerfungsgeste hat Damaskus jedoch gar keine Veranlassung. Liegt die europäische Haltung möglicherweise darin begründet, dass die Zuwanderer als Deckung benötigt werden, um etwa 100.000 Terroristen und Häuserkämpfer in Europa zu halten? 

Über Lage und Aussichten zu allen Punkten: Atomabkommen, Syrien und Europas Unabhängigkeit von der rechtsbrecherischen Politik Washingtons sprach Syed Hedayatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.

Aug 01, 2018 16:23 Europe/Berlin
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