Erst brechen die USA einseitig das 2015 nach jahrelangem Bemühen geschlossene Atomabkommen JCPoA, das der Iran praktisch immer übererfüllt hat. Dann setzt Washington illegal scharfe Sanktionen ein und droht für November noch viel schärfere Maßnahmen an, die einer Kriegserklärung gleichkommen.

 

Der folgende Schritt ist wieder typisch Donald Trump: ein Angebot zum Gipfeltreffen mit seinem iranischen Amtskollegen, Präsident Hassan Ruhani - ohne Vorbedingungen. Hier greift jedoch das US-Außenministerium unter Mike Pompeo ein, der zunehmend „selbständig“ handelt und auch die jüngsten illegalen Sanktionen gegen Russland ins Werk gesetzt hat - und stellt Vorbedingungen. Das letzte Wort kommt jedoch nicht aus Washington, sondern aus Teheran: Der iranische Oberste Revolutionsführer, Ayatollah Ali Khamenei, hat wegen des US-Verhaltens jegliche Gespräche untersagt. Und die politische Szene in Teheran lässt auch klar durchblicken, dass man nicht unter Sanktionsdruck verhandeln will und wird. Über die Gesamtlage und Aussichten sprach Syed Hedyatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.

Aug 15, 2018 16:30 Europe/Berlin
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