• Iran und Irak verurteilten Übergriff auf iranisches Konsulat in Basra

Teheran (IRINN) - Im Zuge der Proteste gegen schlechte Dienstleistungen im Irak, hat eine Gruppe Demonstranten am gestrigen Freitagabend das Konsulat der Islamischen Republik Iran in der irakischen Stadt Basra angegriffen.

Dies ging aus einer Meldung irakischer Quellen hervor. Berichten zufolge sei das Gebäude danach in Flammen aufgegangen.

Die Unruhen in Basra haben vor zwei Monaten begonnen. Die Proteste der Menschen richten sich dagegen, dass ihre Region seit Jahrzehnten vernachlässigt wird. In Basra ist das Wasser nach Angaben von Einwohnern mit Salz verseucht. Außerdem herrschen Wasserknappheit und ein Mangel an Strom und die Regierung sei unfähig, die Grundbedürfnisse der Bewohner zu decken.

Der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghasemi verurteilte am Freitagabend den brutalen Übergriff auf das Konsulat in Basra und forderte die Bestrafung der Attentäter. Er erinnerte an die Verantwortung der irakischen Regierung zum Schutz diplomatischer Einrichtungen und forderte sie auf, die Angreifer schnellstens zu verhaften und zu bestrafen.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums warnte zudem vor offenen und geheimen Ränkespielen, die auf die Zerstörung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Regierungen und Völkern beider Länder ausgerichtet sind.

Der Übergriff am gestrigen Abend wurde auch vom iranischen Konsulat in Basra als brutal und unmoralisch bezeichnet und verurteilt.

Gleichermaßen verurteilte der Sprecher des irakischen Außenministeriums die Attacke auf die iranische Vertetung und äußerte sein Bedauern darüber.

Ahmad Mahjub gab in der hierzu veröffentlichten Erklärung bekannt, dass solche Aktionen nicht der Kultur entsprechen, die Gastgeberschaft für ausländische Vertretungen im Irak zu übernehmen und sagte: "Der Angriff auf diplomatische Vertretungen wird den Interessen des Irak und seinen Beziehungen zu den Ländern der Welt schaden."

Sep 08, 2018 10:54 Europe/Berlin
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