• ATR: Lieferung von Flugzeugen an Iran ist nicht mehr möglich

Teheran (IRNA) - Die italienische Fluggesellschaft Leonardo SpA, die eine Partnerschaft bei den Aktien der ATR-Gesellschaft mit der Air France SA hat, hat mitgeteilt, dass es wegen den Sanktionen nicht mehr möglich sei, Flugzeuge planmäßig an den Iran zu liefern .

Laut dem Montagbericht der Webseite von Bloomberg sagte Alessandro Profumo der Exekutiv-Direktor von Leonardo SpA, bei einem Gespräch mit Bloomberg: "Bislang wurden 12 der ATR-Flugzeuge vom Typ 72-600 der neuen Generation, die Iran im Jahr 2016  in Höhe von einer Milliarde Euro bestellt hatte, an das Land geliefert. Laut diesem Vertrag gibt es noch acht weitere Flugzeuge, die aber an ein anderes Land verkauft werden.

"Wir sind voller Zuversicht, dass wir bis Ende dieses Jahres den Vertrag für den Verkauf dieser Flugzeuge an andere Länder abschließen werden", sagte Profumo und stellte fest, dass die US-Sanktionen gegen den Iran   keine wesentlichen Auswirkungen auf das Unternehmen hätten.

 Er unterstrich ferner, dass diese Firma keine weiteren Verträge mit Iran abgeschlossen habe.

Die ATR-Flugzeuge sind für den Regionalverkehr konzipiert. Sie sollten Iran Air definitiv helfen, Regionalverbindungen im Land zu modernisieren und zu entwickeln.

Am 8. Mai 2018 trat der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, aus dem Atomabkommen mit Iran aus und erließ ein Dekret, gemäß dem in einer Zeitspanne von 90 und 180 Tagen erneut Sanktionen gegen Iran verhängt werden. Die Islamische Republik Iran hat nach dem Nuklearvertrag, Verträge über die Lieferung von 200 Flugzeugen mit den drei Flugzeuggesellschaften Airbus, Boeing und ATR abgeschlossen. Bislang wurden acht ATR-Flugzeuge und drei Airbus-Flugzeuge an die iranischen Fluggesellschaften ausgeliefert.

 

 

 

Sep 10, 2018 16:27 Europe/Berlin
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