• Anlässlich der Woche der Heiligen Verteidigung: Gute Erfahrungen mit der  Widerstandswirtschaft

Die Islamische Republik Iran hat während des 8-jährigen Krieges, den Saddam ihr aufgezwungen hat, die Erfahrung gemacht, nach Autarkie streben zu müssen. Sie hat in dieser Zeit nicht nur den Feind abgewehrt sondern auch den Fortschritt ihres Landes begonnen.

Es ist inzwischen 30 Jahre her, dass der Krieg, den das Saddam-Regime der Islamischen Republik aufgezwungen hatte, zu Ende gegangen ist. Es ist eine wichtige Erfahrung für die Iraner und für alle nach Unabhängigkeit suchenden Völker, dass die Islamische Republik gegenüber der Offensive eines Gewaltregimes Widerstand geleistet hat, obwohl dieses Regime von 58 Länder alle mögliche Unterstützung erhielt.  Der Widerstandskampf der iranischen Nation gegenüber der Offensive des Saddam-Regimes wird nicht umsonst "Heilige Verteidigung" genannt.  Wieder hat sich der Tag gejährt,  an dem Saddam seine Großoffensive gegen die Islamische Republik Iran begonnen hat und daher ist eine geeignete Gelegenheit gegeben um einmal die Kriegsführung  in diesen schweren Jahren, in denen wirtschaftliche und militärische Engpässe bestanden, vor Augen zu führen.  Der 8-jährige Krieg Saddams gegen Iran war ein ungleicher Krieg. Saddam begann ihn schon 19 Monate nach der Gründung der neuen Staatsordnung in Iran. Damals waren  die alten Strukturen der Monarchie, die vor dem Revolutionssieg seit 2500 Jahren im Iran geherrscht hatten, noch nicht völlig beseitigt. Außerdem haben an verschiedenen Orten des Irans die anti-revolutionären Gruppen versucht eine Spaltung anzubahnen,  und ihre separatistischen Bestrebungen nahmen einen Teil des Kräftepotentials der Islamischen Republik in Anspruch. Die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen waren überhaupt nicht einfach und daher haben die Feinde der neuen Staatsordnung, angeführt von den USA gedacht, sie könnten diese Ordnung stürzen, wenn sie Saddam gegen die Islamische Republik aufhetzen. Saddam versprach, er werde in drei Tagen die Provinz  Chuzistan im Süden Irans besetzen und in Teheran den Sieg feiern. Der irakische Diktator bildete sich ein, bei Besatzung von Chuzistan könne es keinen Widerstand mehr geben und seine baathistische Armee könnte bis nach Teheran vordringen.  Aber alleine schon in Choramschahr, das dicht an der irakischen Grenze liegt, hat die Bevölkerung und besonders die Jugend 34 Tage lang gegenüber der Kriegsmaschine Saddams Widerstand geleistet und sich mit großem Heldenmut in  der iranischen und der Weltgeschichte verewigt. 

Saddam wollte die Provinz Chuzistan innerhalb von drei Tagen besetzen, als er den Iran angriff

 

Gleich nachdem Saddam seine Offensive gestartet hatte, wurde der iranischen Bevölkerung klar, dass dieser Feind erst Ruhe gibt, wenn er die Islamische Republik gestürzt hat.  Die Islamische Republik Iran musste bei gleichzeitigem  Widerstand gegenüber den Angriffen einer Armee, die mit modernen Waffen ausgerüstet war und vom Ost- und Westblock unterstützt wurde, den Weg zur Autarkie  einschlagen und die Grundlagen der iranischen Volksregierung festigen.  Die Iraner haben gleich nach dem Sieg der Islamischen Revolution gelernt, trotz Krieg und Wirtschaftssanktionen den Weg der Weiterentwicklung zu gehen. Sie  zeigten während der Heiligen Verteidigung große Standhaftigkeit gegenüber dem Druck von innen und außen. Damals hätten die wenigsten, ob Freund oder Feind , gedacht, dass ein Land, das gerade erst eine grundlegende  Revolution auf allen Ebenen - auch auf der wirtschaftlichen -  erfahren hatte,  sich gegenüber einer Armee, die sowohl von den regionalen als auch von vielen anderen Staaten unterstützt wurde, 8 Jahre lang wehren könne, und die Armee Saddams eineinhalb Jahre später nach Kriegsbeginn aus den meisten Gebieten, die diese besetzt hatten, wieder zurückdrängen werde.

 Während des 8-jährigen auferlegten Krieges in den 80iger Jahren war die Erdölförderung Irans als wichtiger Bestandteil des Exporteinkommens enorm zurückgegangen. Die  deutliche Senkung des Erdölpreises insbesondere ab 1983 trat ein,  weil die iranischen Bohrinseln und Öltanker im Persischen Golf mit direkter Unterstützung europäischer Regierungen und der USA attackiert wurden. Ein weiterer Grund war die Politik der Erdölstaaten in der Region, welche das Regime von Saddam unterstützten,  und bestrebt waren den Erdölpreis niedrig zu halten, um das Einkommen Irans zu vermindern. In dieser schwierigen Situation musste die Regierung der Islamischen Republik Iran  sowohl die enormen Kriegsunkosten tragen, als auch für die notwendigen täglichen Bedarfsgüter der Bevölkerung sorgen.  Außerdem mussten die durch den Krieg zerstörten Infrastrukturen und Gebäude wieder aufgebaut werden. Bürger aus allen Bevölkerungsgruppen betraten die Arena. Die freiwilligen Kräfte aus dem Volke haben eine wichtige Verantwortung im Kampf gegen die Truppen von Saddam unternommen. Sie haben einen unkonventionellen Kampf geführt und auf Gott vertraut. Ihre Kämpfe verliefen anders als das, was an den Militärakademien gelehrt wird.  Renommierte  Militärexperten anderer Länder waren verblüfft über die Erfolge der Islamischen Republik Iran trotz einem Minimum an militärischen Möglichkeiten. Während der 8-jährigen Verteidigung stellten sich alle Teile des Landes in ihren Dienst.  Diese Zeit ließ eine nationale Geschlossenheit zwischen allen Bevölkerungsgruppen und Genrationen Irans entstehen, mit dem Ziel, die Wirtschaft des Landes in Gang zu halten und zu beleben und nicht nur an der Kriegsfront sondern auch an der Front von Produktion und Wiederaufbau Tapferkeit zu beweisen.  Es war in dieser Zeit, dass ein Stück Widerstandswirtschaft im Iran in Erscheinung trat.

Vereitelung der Sanktionen zur Zeit des Krieges

 

 

In der Islamischen Republik Iran kam ein Bassidschi-Denken ins Gespräch. Der Bassidschi-Geist bedeutet: sich in den Dienst stellen, ohne irgendeine materielle Gegenleistung zu erwarten. Der wichtigste Grundsatz des Bassidschi-Denkens ist der Selbstverzicht. Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei sagt über dieses Denken: „Die Grundlage dieses Denkens ist die Überzeugung von der Verantwortung des Menschen. … Der Mensch ist ein Wesen, welches Verantwortung trägt, nicht nur gegenüber sich selber und gegenüber seiner Familie und seinen Verwandten – das auch – aber ebenso Verantwortung gegenüber den Vorkommissen im Leben: gegenüber dem Schicksal der Welt, dem Schicksal des Landes und dem der Gesellschaft, ob Muslim oder Nicht-Muslim.  Dieses Verantwortungsgefühl besteht nicht nur gegenüber den Menschen gleichen Glaubens und gläubigen Muslimen, sondern auch gegenüber den Nicht-Muslimen und denen, die nicht glauben….

Die wichtigste Grundlage des Bassidsches ist dieses Verantwortungsgefühl. Dieser Verantwortungsgeist des Menschen  gehört zur Lehre des Islams.  Keiner kann daran zweifeln, dass der Islam den Menschen als ein solches Wesen betrachtet: als ein Wesen, das Verantwortung trägt. Es wird von ihm etwas erwartet.“

Aufgrund dieses Bassidsch-Geistes sind hunderttausende junge Iraner freiwillig an die Fronten geeilt und haben unvergessliche Heldenszenen in der Geschichte Irans geschaffen. Der Bassidsch – die mobilisierten Volkskräfte - war aber nicht nur direkt an der Front  aktiv. Aufgrund der Bassidschi-Denkweise haben alle im Lande die Knappheit während des Krieges erduldet und sogar teilweise Unkosten des Verteidigungskampfes mitgetragen.  Während des 8-jährigen Verteidigungskrieges haben die Bürger und die Regierungsverantwortlichen der Islamischen Republik begriffen, dass sie auf eigenen Füßen stehen müssen und in ihre eigenen Kräfte vertraut. Ihnen ist klar geworden, dass man jahrelang gegenüber den Verschwörungen und den feindlichen Maßnahmen des Imperialismus Widerstand leisten kann.

 

Übertragung des Bassidschi-Denkens auf den Sektor Aufbau und Weiterentwicklung

 

 

 

Imam Chomeini, der verstorbene Vater  der Islamischen Revolution im Iran (Gott habe ihn selig), hat gesagt: „Wir haben in diesem Krieg das imposante Bild von den beiden Mächten Ost und Westen zerstört.“  Dieser Sieg über die scheinbare Größe des Ost- und Westblocks ereignete sich auch auf allen anderen Gebieten und nicht nur auf dem Schauplatz des Krieges.  Dank des Vertrauens der Nation in die eigenen Kräfte konnte die Islamische Republik Fortschritte erzielen, welche Freund und Feind in Erstaunen versetzten.  Das iranische Volk hat sich gegenüber den Wirtschaftssanktionen geduldig, genügsam und sparsam gezeigt und mit Innovationen und Initiativen die Räder der Industrie für die elementaren Bedarfsgüter der Bevölkerung in Gang gesetzt. Trotz jener sehr harten Bedingungen konnte die Islamische Republik Iran bei der Herstellung von Gütern teilweise sogar  Autarkie erzielen, und die iranische Bevölkerung hat bewiesen, dass sie etwas erreichen kann, wenn sie nur will.   Dies war im Grunde ein Segen, den der auferlegte Krieg und die Sanktionen verursacht hatten. Imam Chomeini hat dies jedenfalls als Geschenk Gottes bezeichnet.  Der 8-jährige Verteidigungskampf gegenüber dem Saddam-Regime hat aufgrund der Hervorrufung des Bassidschi-Denkens dazu beigetragen, dass die inländischen Möglichkeiten in verschiedenen Bereichen der Wissenschaft, Wirtschaft, Landwirtschaft und Verteidigungsindustrie weiter ausgebaut werden konnten.

                         

Während sich die Islamische Republik Iran nun ihrem 40. Jubiläum nähert,  zählt sie trotz aller Sanktionen und aller Feindschaft der USA und einiger ihrer Bündnispartner in der Region, auf vielen Gebieten der Wissenschaft und Technologie zu den fortgeschrittenen Ländern. Nuklearwissen und Nano-Wissenschaft, Stammzellenforschung und Luft- und Raumfahrt, Militärindustrie und verschiedene Industrie-

und Dienstleistungsbereiche sind Gebiete, auf denen Iran nennenswerte und konkurrenzfähige Fortschritte gemacht hat. Die Errungenschaften, die während der 8-jährigen Verteidigung erzielt wurden, haben die Regierungsverantwortlichen und die iranische Bevölkerung vor Augen. Um diese Erfahrungen bereichert,  hat die Islamische Republik ihren Weg zum Fortschritt und Entwicklung fortgesetzt und sie wird die unfairen Sanktionen der USA, welche die islamisch-republikanische Staatsordnung schwächen sollen, überwinden.

 

 

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Oct 03, 2018 06:35 Europe/Berlin
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