• Die Worte des Revolutionsführers am  Gedenkabend mit Kampfveteranen  

Ajatollah Khamenei: Wenn ihr über die Heilige Verteidigung schreibt, müssen der Geist und die Größe der Botschaft dieser Verteidigung zum Vorschein kommen. Diese Heilige Verteidigung hat alles in allem den gleichen Geist und die gleiche Sprache und enthält dieselbe  Botschaft. Es ist der Geist des Glaubens, des Selbstverzichtes, der Gottesliebe und  des Kampfes für Gottes Sache, und es ist die Botschaft der Unbesiegbarkeit eines Volkes ..."

Die acht Jahre, in denen die revolutionäre iranische Bevölkerung und ihre kühnen Kämpfer sich gegenüber der Militäroffensive des irakischen Kriegsstifters und Diktators Saddam Husain gewehrt haben sind voller Erinnerungen, bitteren und schönen.  Zu den unvergesslichen Erinnerungen an diese Zeit gehören die Siege und die Opferbereitschaft der Soldaten und Volkskräfte, sowie die bedingungslose Unterstützung und Ausdauer der iranischen Nation. Die bitteren Erinnerungen an diese harte und schicksalhafte Epoche bestehen in den Kriegsverbrechen des Feindes  und den teilweise Niederlagen Irans in diesem ungleichen Krieg. Jeder der Kämpfer aus der Zeit der Heiligen Verteidigung trägt  Erinnerungen aus dieser Zeit mit sich. Wie in den Vorjahren berichtete auch dieses Jahr eine Schar von ihnen auf einer Versammlung dem Revolutionsführer Ajatollah Khamenei  aus dieser Zeit. Ajatollah Khamenei hat auf dem diesjährigen Gedenkabend an die Heilige Verteidigung und nach den Schilderungen der Kampfveteranen zu einigen wichtigen Angelegenheiten Stellung genommen.

                       

Treffen der Kampfveteranen der Heiligen Verteidigung mit dem Revolutionsoberhaupt

 

Als erstes schilderte Ajatollah Khamenei die Pläne der Mächte, die der Islamischen Republik Iran feindlich gesinnt waren , sie stürzen und die Errungenschaften der Islamischen Revolution vernichten wollten,  und sagt : "Vom ersten Tag (nach dem Revolutionssieg) an,  hatten die  arroganten Gewaltmächte dieser Welt, in der alle die das Materielle vergötterten und  im Sumpf des Materialismus abgesackt waren - die Zionisten und andere -  sich zusammengetan  und eine rein materialistische,  sich immer mehr von der Spiritualität und Religiosität entfernende Welt aufgebaut hatten, vor, den jungen Baum , der auf einem spirituellen Land   mit den vielversprechenden Früchten der Immaterialität gewachsen war, zu fällen und mit den Wurzeln auszureißen." Das Revolutionsoberhaupt sagte, dass   die  nach Vorherrschaft strebenden und den Materialismus liebenden Mächte, auch deswegen Saddam zu dem brutalen Angriff auf Iran aufgehetzt  haben, weil  sie gegen den immateriellen und religiösen Charakter der Islamischen Revolution im Iran waren. Ajatollah Khamenei erklärte: "Am Anfang dachten sie, ihr Ziel wäre leicht zu erreichen gewesen und in der Hoffnung darauf haben sie Saddam gegen die Islamische Republik aufgehetzt. Doch sie erhielten eine deftige Antwort,  eine kräftige Ohrfeige und mussten den Rückzug antreten.  Sie strengen sich (aber) weiter an. Wir können diese Anstrengungen, diese Pläne, mit Hilfe unseres festen Willens und Einsatzes, in Vertrauen auf unsere Kräfte und mit unserem Vertrauen in die Gnade Gottes vereiteln.  Wir haben sie auch  bislang vereitelt und das werden wir   auch in Zukunft tun,  so Gott will. Ein  Weg in diese Richtung besteht darin, dass ihr die Gedanken und Angelegenheiten der Heiligen Verteidigung  wachruft.“

                 

Die Glaubenskämpfer Irans während der Heiligen Verteidigung 

 

 

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution sagte vor den versammelten Kämpfern aus  der Zeit der Heiligen Verteidigung, dass durch diesen Kampf das wahre Gesicht der Welt zu Tage trat, nämlich ihre Gestaltung aufgrund des Verhältnisses zwischen den Hegemonialmächten und denen, die sich den Gewaltherrschern beugen sowie die Verbreitung von Unrecht und Ungerechtigkeit und das Fehlen der Religiosität und des religiösen Denkens.  Im Zusammenhang über die Enthüllung dieses brutalen Gesichtes der Hegemonieordnung sagte er mit Hinweis auf den großen Mangel an Militärausrüstung Irans zur Zeit der Verteidigung, dass die verschiedensten Staaten noch nicht einmal die einfachsten  Mittel wie Stacheldraht an den Iran, der sich verteidigen musste, lieferten  während sie Saddam mit den modernsten Waffen ausrüsteten und ihn finanziell, politisch und propagandistisch unterstützten. Das Revolutionsoberhaupt sagte:  „Wir befanden uns nicht nur  in der Wirtschaftsblockade, und wurden nicht nur politisch boykottiert sondern auch unsere Publikationen wurden strikt verhindert, d.h. unser Ruf konnte in Wirklichkeit niemanden erreichen. Die internationalen Medien waren in der Hand der Zionisten und standen diesen zur Verfügung.“ 

 

                                   

Opfer des chemischen Angriffes Saddams in der iranischen Stadt Sardascht

 

 

Ajatollah  Khamenei hat auf einen wichtigen Punkt hingewiesen, nämlich dass die westlichen Staaten dem Kriegsverbrecher Saddam Husain sogar chemische Waffen zur Verfügung gestellt haben. „Seht doch welchen Lärm heute die Europäer und Amerikaner auf der Welt in Sachen eines angeblichen C-Waffeneinsatzes machen. Sie haben aber damals dem Saddam-Regime erlaubt, chemische Waffen einzusetzen; nicht nur an der Front (sondern) auch in Städten. Die Stadt Sardascht und ihre Umgebung leiden noch immer unter den Folgeerscheinungen der chemischen Angriffe.“  Dann fuhr er fort: „Aber so war die Lage damals. Es war ein Zeichen dafür, was auf der Welt los ist; wie sie aufgeteilt wird;  wie die Machtgleichungen auf der Welt aussehen. Diese Dinge sind während des Krieges, der Heiligen Verteidigung, in diesen 8 Jahren und während dieser Opfertaten der Kämpfer registriert worden.“

                            

 

                      

 

Das Revolutionsoberhaupt setzte sich dann mit dem eigentlichen Thema der Versammlung, nämlich mit der Wiedergabe und Aufzeichnung der Erinnerungen aus der Zeit der Heiligen Verteidigung auseinander.  Er sagte: „Ich frage mich: Wieso sollen die Menschen in Deutschland und Frankreich nicht wissen, was ihre Regierungen während jener 8 Jahre Krieg einer Nation namens iranischer Nation angetan haben? Jetzt wissen sie es nicht und dies ist ein Versäumnis unsererseits. Jetzt hat die Welt das transparente Bild, mit dem die Hegemonieordnung bloßgestellt wird und das wir geschaffen haben, noch nicht vor sich.  Warum? Weil wir etwas versäumt haben. Wir müssen daher in dieser Hinsicht etwas unternehmen. Es gibt vieles was wir im Bereich unserer Literatur, unseres Films und Theaters, unseres Fernsehens und Journalismus und unseres virtuellen Raums in Bezug auf das  Thema Heilige Verteidigung unternehmen müssen.“ Ajatollah Khamenei bezeichnete die Kämpfer aus der Zeit der Heiligen Verteidigung, die den Krieg erlebt haben,  als Helden und als Kapital des Volkes und göttliche Reserve, die aller Welt vorgestellt werden  müssen, damit ihr Größe verdeutlicht wird. Er betonte:

Wenn ihr über die Heilige Verteidigung schreibt, müssen der Geist und die Größe der Botschaft dieser Verteidigung zum Vorschein kommen. Diese Heilige Verteidigung hat alles in allem den gleichen Geist und die gleiche Sprache und enthält dieselbe  Botschaft. Es ist der Geist des Glaubens, des Selbstverzichtes, der Gottesliebe und  des Kampfes für Gottes Sache, und es ist die Botschaft der Unbesiegbarkeit eines Volkes ..." Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei sagte außerdem gestützt auf einen Vers aus dem Koran über die erstaunliche Wirkung der Botschaft der Märtyrer:  „Wenn wir den Ruf der Märtyrer hören,  dann werden dank des Segens dieses Rufes auch unsere Furcht und Trauer vergehen.  Dieser Ruf wird Kummer und Furcht vergehen lassen und uns an deren Stelle  Freude, Mut und Tatkräftigkeit überbringen.“

 

 

Gemeinschaftsgebet der Kämpfer der Heiligen Verteidigung mit dem Revolutionsoberhaupt als Gebetsimam

 

 

 

Ajatollah bedankte sich bei denen, welche die Erinnerungen der Kämpfer der Heiligen Verteidigung zusammengestellt und festgehalten haben. Er forderte jedoch, dass viel mehr Werke in Kunst und Literatur über die Heilige Verteidigung  geschaffen werden. Erst dann könne man in diesem Bereich einen Erfolg verspüren. Das Revolutionsoberhaupt mahnte: „Wenn ihr euch jetzt nicht der Zusammenstellung und der Vermehrung des Erinnerungsschatzes an die Heilige Verteidigung widmet, wird der Feind euch vom Schauplatz verdrängen. Dies ist eine Gefahr. Ihr seid es,die den Krieg schildern müssen, weil ihr selber ihn erlebt habt. Wenn ihr das nicht tut, dann wird euer Feind den Krieg so schildern, wie es ihm beliebt.“

Ajatollah Khamenei forderte eine Kampagne für die Übersetzung guter Literaturwerke. Er unterstrich: „Es sind viele gute Werke geschrieben worden, die es verdienen übersetzt zu werden.  Dazu sagte er weiter: Eines habe ich schon öfters gesagt: Das Gemälde von der Heiligen Verteidigung ist schön. Aber wir haben es von weitem gesehen. Je näher wir an dieses Gemälde herankommen, desto besser erkennen wir seine Feinheiten und desto mehr verspüren wir Bewunderung. Ihr solltet die Menschen auf der Welt wissen lassen, was in diesen Beschreibungen der Ereignisse steht. Ihr solltet die vielen Millionen Menschen wissen und begreifen  lassen, was in dieser Region passiert ist, wovon wir reden und wer die iranische Nation ist.“ 

                                                

Der Film "be Waght-e Schaam" wurde in Syrien gezeigt

 

Ajatollah Khamenei bekräftigte, dass Filme über die 8-jährige Verteidigung und ihre Helden gedreht werden müssen. Diese Filme hätten eine enorme Wirkung, sagte er. 

 

Er bemängelte, dass auf den Filmfestivals im Westen nicht ein einziger Film über die Heilige Verteidigung gezeigt wurde und wird und sagte: „Warum ist das so? Daran zeigt sich, dass sie Angst haben. Sie haben Angst, dass die Weltbevölkerung über dieses enthüllende Bild (die Heilige Verteidigung) erfahren  und die Weltöffentlichkeit beeinflusst wird. Also ist ein solcher (Film) eine erfolgreiche Waffe. Wir haben diese große Möglichkeit zur Verfügung. Warum setzen wir sie nicht ein?“ Als Beispiel führte Ajatollah Khamenei den iranischen Film „be Waghte-Schaam – „Damaskus- Time“ von Ibrahim Hatemikia an, der von der Rolle Irans bei der Bekämpfung der der Terrorgruppe IS in Syrien handelt und sagte: „Dieser jüngste Film von Herrn Hatemikia ist in Syrien und wo er noch gezeigt wurde, begrüßt worden.  Warum soll er nicht in Europa gezeigt werden? Warum nicht auch in den asiatischen Ländern? Warum sollen die Menschen in Indonesien und Malaysia und Pakistan und Indien nicht wissen, was in dieser Region passiert ist und mit wem wir es zu tun hatten? Hier geht es allerdings um diese jüngsten Ereignisse. Noch von größerer Wichtigkeit und noch viel mehr Vorkommnisse gab es während der Heiligen Verteidigung.“

                

Am Ende dieses Treffens in einer freundschaftlichen Atmosphäre hat Ajatollah Khamenei auf Bitten der teilnehmenden Kämpfer ein  eigenes Erlebnis während der  ersten Tagen des Angriffs der irakischen Armee auf Iran und seines Aufenthaltes an der Kampffront wiedergegeben.

                              

 

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Oct 10, 2018 21:39 Europe/Berlin
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