Mar 20, 2019 15:48 Europe/Berlin
  • Außenminister Zarif: Iraner lassen nie zu, dass andere über ihr Schicksal entscheiden

Teheran(ParsToday)- Anlässlich des Jahrestags der Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie hat Irans Außenminister, Mohammad-Dschawad Zarif unterstrichen, dass die Iraner nie zulassen, dass ihr Schicksal von anderen bestimmt wird.

Auf seinem Privataccount Twitter wies Zarif heute darauf hin, dass es nicht das erste Mal sei, dass der Iran bei der Bestimmung seines Schicksal ins Visier genommen werde. Er sagte dazu weiter: Heute vor 68 Jahren beschloss das iranische Parlament die Nationalisierung der heimischen Ölindustrie, und   zwei Jahre später  passierte ein Putsch.

Irans wies dann auf eine  Serie von US-amerikanischen und britischen Interventionen im Iran nach der Nationalisierung der Ölindustrie hin. 

Die Verstaatlichung der iranischen Ölindustrie ist ein bedeutendes Ereignis in der iranischen Geschichte. Am 20.  März 1951 hatte nämlich  das iranische Parlament  beschlossen, die Ölindustrie zu verstaatlichen und die Anglo-Iranian Oil Company (AIOC), ein ziemlich einseitiges Joint Venture zugunsten der Briten, entschädigungslos zu enteignen. Vorausgegangen waren umfangreiche Verhandlungen zwischen Vertretern der britischen AIOC und der iranischen Regierung, deren Ergebnis aber im iranischen Parlament keine Zustimmung fand. 

1953 stürzte die CIA Mohammad Mossadegh, den demokratisch gewählten iranischen Premierminister. Es  ging dabei ums Öl.

Schon einmal haben die USA und Großbritannien einen Militärschlag gegen Iran geführt, um sich das Öl des Landes zu sichern. 1953 finanzierte und organisierte der US-Geheimdienst CIA den Putsch der Monarchisten gegen Mossadegh, weil er die Ölindustrie verstaatlicht hatte.

 

 

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