Sep 07, 2019 14:07 Europe/Berlin

"...Die Lügen und Beschönigungen gegen Iran und über die US-Politik sind so krass, dass der NYT-Beitrag wie eine Kriegsdrohung gelesen werden kann..."

Sehr kurz, nur wenige Stunden nach dem letzten Interview mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel, am vergangenen Mittwoch, 4. September 2019, brachte die New York Times einen 10.000 Wörter langen Beitrag unter dem Titel: „Die geheime Geschichte des Vorstoßes zum Schlag gegen Iran“ - westliche Medien hatten das Thema ebenfalls aufgegriffen. Darin wurde exakt erläutert, was im Interview zur Sprache kam: Dass US-Präsidenten bisher strikt abgelehnt hatten, George W. Bush wie auch Barack Obama, einen einseitigen Luftangriff Israels gegen Iran militärisch zu unterstützen. Alarmierend an dieser Veröffentlichung ist, dass sie erschreckend beiläufig feststellt, was auch Hörstel analysiert hatte: Unter Präsident Trump ist die Wahrscheinlichkeit einer US-Unterstützung israelischer Aggression gegen Iran stark gestiegen. Damit jedoch nicht genug: Die Lügen und Beschönigungen gegen Iran und über die US-Politik sind so krass, dass der NYT-Beitrag wie eine Kriegsdrohung gelesen werden kann. Und nur einen Tag später "legt die NYT nach“ - und veröffentlicht ein komplett unjournalistisches Lügenstück über angebliche Funde nuklearer Partikel in einem Lagerhaus bei Teheran, in Turquz Abad, dies ausgerechnet durch einen neuen Meinungsredakteur der NYT, den früheren Chef der radikalzionistischen rechtsgerichteten „Jerusalem Post", Bret Stephens. Derweil schlagen sich Deutschland und Großbritannien im Tauziehen um den sterbenden Atomvertrag ohne Not auf die Seite Washingtons. Über Lage und Aussichten sprach Seyed Hedayatollah Schahrokny erneut mit Christoph Hörstel.

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