Drei Mal hatte die legitime syrische Regierung unter Assad mit Russland in den letzten Monaten mit Waffenruhen und sicheren Ausfallstraßen versucht, die heißt umkämpfte Rebellenbastion Ost-Aleppo zumindest von Zivilisten zu räumen.

Aber auch den Milizen waren ehrenvolle Auswege mit persönlicher Bewaffnung angeboten. Vergeblich! Jetzt greifen syrische Truppen mit russischer Unterstützung den Osten der Stadt an - und erzielen ganz langsam auch Gewinne am Boden. Schon erhebt sich ein wüstes Geschrei in den westlichen Medien über die Brutalität des Vorgehens, plötzlich wird das Mitleid mit den Zivilsten, besonders den Kindern entdeckt - genau die Menschen, die zuvor nicht fliehen durften, zum Teil auch festgehalten von Milizen, die sich gewohnheitsmäßig hinter Zivilsten verstecken - und notfalls auch tausende entführen, um sie als Deckung in die besetzten Stadtviertel zu zwingen. Washington hat diesen schmutzigen und entsetzlichen Krieg beginnen lassen - Washington muss ihn auch beenden. Darauf jedoch besteht nicht einmal unter dem neuen Präsidenten Trump viel Hoffnung, denn der hat sich bereits mit widersprüchlichen Erklärungen völlig unklar positioniert.

Nov 23, 2016 15:38 Europe/Berlin
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