• Das Spiel Saudi-Arabiens und Bahrains auf dem Feld der Zionisten

Teheran (ParsToday) - Die iranische Zeitung 'Resalat' schreibt - Das zionistisch-israelische Regime sieht sich nun mehr denn je mit der Bedrohung durch die Achse des Widerstandes konfrontiert.

In Wahrheit hat das Scheitern des zionistischen Planes für einen Regimewechsel in Syrien das israelische Regime dazu gezwungen weitere Optionen zur Konfrontation mit der Achse des Widerstandes zu versuchen. Das israelische Regime sieht sich nun mit einem strategischen Korridor von Iran bis zum Libanon konfrontiert und fühlt sich mehr denn je von Iran an seinen Grenzen bedroht. Um dem entgegentreten zu können, versuchte Benjamin Netanjahu, der Ministerpräsident des zionistischen Regimes, zunächst von Russland eine Garantie zu bekommen, dass Iran keinen Stützpunkt nahe den Golanhöhen schaffen wird. Russland lehnte diese Forderung jedoch ab. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte beim Treffen mit Netanjahu, dass Iran ein strategischer Verbündeter Russlands im Nahen und Mittleren Osten sei, auf den Moskau wegen des israelischen Regimes nicht verzichten werde. 

Das israelische Regime nutzt in dieser Beziehung die Politik der Iranophobie. Ein Blick auf die wichtigsten aktuellen Geschehnisse in diesem Bereich zeugt davon, dass sich die Beziehungen der arabischen Länder zum israelischen Regime ändern.

Bei den israelischen Strategien für die Region hat Ägypten stets eine besondere Position gehabt. Nach dem Militärputsch von General al-Sisi 2013 bezeichneten zionistische Medien das Land  als einen strategischen Schatz für Israel. Das Eingreifen al-Sisis in die Palästina-Frage zeigt seine Position in der Politik des israelischen Regimes deutlich. Am Rande der UN-Vollversammlung im September 2017 trafen sich der ägyptische Präsident Abdel-Fattah al-Sisi und der israelische Ministerpräsident Netanjahu in New York und diskutierten über den Friedensprozess zwischen Palästinensern und Israelis.

Unterdessen ist jedoch Saudi-Arabien mehr als andere arabische Länder darum bemüht, seine Beziehungen zu Tel Aviv zu normalisieren. Vor Kurzem berichteten arabische Nachrichtenagenturen von einem Besuch des saudischen Kronprinzen Mohammad bin Salman in Israel. Eine emiratische Quelle führte diesen geheimen Besuch auf den jüngst zunehmenden Druck auf Riad zurück, das zionistisch-israelische Regime anzuerkennen.

Auch Bahrain strebt nach der Normalisierung der Beziehungen zum zionistischen Regime. Der König von Bahrain Hamad bin Isa Ale Khalifa verurteilte den Boykott Israels durch arabische Länder und gab bekannt, dass bahrainische Staatsbürger Israel besuchen dürfen.

All diese Ereignisse deuten darauf hin, dass die zionistische Führung versucht, unter den arabischen Ländern eine Front gegen die IR Iran aufzubauen. Im Einklang damit bezeichneten sowohl Netanjahu als auch US-Präsident Trump Iran vor der UN-Vollversammlung ausdrücklich als die größte Gefahr für die Nahost-Region.

Tatsache ist, dass Netanjahu die Iranophobie  an die erste Stelle seiner Tagesordnung gesetzt hat, weil er zur Konfrontation mit der Achse des Widerstandes keinen anderen Ausweg hat, als sich an die reaktionären arabischen Länder zu wenden. 

Das iranische Außenministerium muss durch öffentliche Diplomatie, regionale Verhandlungen sowie durch die Medien über diese Pläne des israelischen Regimes aufklären. Eine richtige Vorgehensweise kann genauso, wie Iran jetzt Katar auf seiner Seite hat, zum Scheitern dieser Pläne führen, .

Oct 11, 2017 12:26 Europe/Berlin
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