Eine jemenitische Rakete auf Saudi-Arabien dient als ausreichender Kriegsgrund, offenbar weil bessere fehlen

In der gesamten Region des nahen und Mittleren Ostens wird Saudi-Arabien zunehmend der kriegstreibenden und chaotischen Rolle gerecht, die Washington dem Herrscherhaus Saud zugedacht hat. Vorwand für rechtswidrige außenpolitische Abenteuer ist jeder selbst angezettelte Konflikt, ganz nach Vorbild der Attentate vom 11. September 2001: Eine jemenitische Rakete auf Saudi-Arabien dient als ausreichender Kriegsgrund, offenbar weil bessere fehlen. Die saudische Zusammenarbeit mit Israel startet als Komplizenschaft, statt als friedensbringende Neuorientierung im Sinne regionalen Wohlergehens aller Menschen. Bahrain wird weiterhin mit vorwiegend saudischer Hilfe blutig unterdrückt, von kriegsfördernden innenpolitischen Säuberungen in Saudi-Aabien ganz zu schweigen. Und schließlich muss noch der libanesische Regierungschef Hariri sein Land verlassen - um als Vorwand für saudisch-amerikanische Einmischungen im Libanon herzuhalten. Syed Hedayatollah Schahrokny analysierte die Lage mit dem neuen Gründungsvorsitzenden der Partei Neue Mitte, Christoph Hörstel.  

Nov 12, 2017 12:22 Europe/Berlin
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