Apr 04, 2018 11:24 Europe/Berlin
  • EU: Lage im Jemen wird jedes Jahr schlimmer

Genf (IRNA/ParsToday/KNA) - Laut dem EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement hat sich die humanitäre Lage im Jemen im Vergleich zum letzten Jahr (2017) verschlimmert.

Die Europäische Union wird weitere 107,5 Mio. Euro an humanitärer Hilfe für die notleidende Zivilbevölkerung im Jemen bereitstellen. Dies gab der für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides am Dienstag bei einer Geberkonferenz in Genf bekannt.

Die Zahl der auf humanitäre Hilfen angewiesenen Jemeniten habe sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, fügte er hinzu. Nahezu alle der 11 Millionen Kinder seien auf derartige Hilfen angewiesen.

„Der Jemen ist die weltweit schlimmste humanitäre Krise“, sagte UN-Generalsekretär Guterres in Genf zum Auftakt der Jemen-Geberkonferenz.

8,4 Millionen Menschen wüssten nicht, wo sie ihr nächstes Essen herbekommen sollten. Viele hätten keinen Zugang zu sauberem Wasser. Fast drei Millionen Kinder unter fünf Jahren seien unterernährt, kritisierte der UNO-Generalsekretär. „Alle zehn Minuten stirbt ein Kind aus vermeidbaren Gründen.“ Mehr als 22 Millionen Jemeniten seien auf sorfortige Hilfen angewiesen.

Die Bonner Hilfsorganisation Care forderte einen größeren Einsatz der internationalen Gemeinschaft. Die finanziellen Mittel müssten dringend aufgestockt werden, betonte Marten Mylius, Care-Nothilfekoordinator für den Nahen Osten. Nach UN-Angaben werden in diesem Jahr rund 2,4 Milliarden Euro benötigt, um das Überleben von Millionen Menschen zu sichern. Bislang kamen davon jedoch nur 5 Prozent zusammen.

Saudi-Arabien begann am 26. März 2015 seine Luftangriffe auf den Jemen mit Unterstützung der USA und des zionistischen Regimes,  um den zurückgetretenen und geflüchteten jemenitischen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi wieder an die Macht zu bringen. Saudi-Arabien verhängte außerdem eine See-, Luft- und Boden-Blockade gegen den Jemen. Die Kreigstreiberei Saudi-Arabiens und seiner Verbündeten hinterließ bisher mehr als 14.000 Tote, zehntausende Verletzte und Millionen Flüchtlinge.

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