• Jemen: Amnesty fordert Waffenembargo für Länder der saudischen Koalition

London (MehrNews/ParsToday/AI) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, AI, fordert ein Waffenembargo für die Länder, die sich im Jemenkrieg in der Koalition unter saudi-arabischer Führung zusammengeschlossen haben.

Lynn Maalouf, die Direktorin des Nahost-Büros von Amnesty International sagte am Dienstagabend, die Expertengruppe der Vereinten Nationen für den Jemen (GEE - Group of Eminent Experts on Yemen) habe darauf hingewiesen, dass es unverhältnismäßig viele Beweise gebe, dass unverantwortliche Waffenlieferungen an die von Saudi-Arabien geführte Koalition großen Schäden unter den jemenitischen Zivilisten anrichten.

Sie rief die internationale Gemeinschaft auf, dringend und genau zu überprüfen, was im Jemen geschehe, und fordert die Vereinigten Staaten, Großbritannien und andere Länder auf, die humanitäre Katastrophe durch den Krieg im Jemen zu beenden.

Die Expertengruppe der Vereinten Nationen - GEE - beschuldigte am Dienstag Saudi-Arabien und seine Militärverbündeten, das Leben von Zivilisten zu ignorieren und Kriegsverbrechen im Jemen zu begehen.

Die Einschränkung des Zugangs zu humanitärer Hilfe, willkürliche Verhaftungen und Entführungen sowie die Bombardierung von Wohngebieten und anderen zivilen Gebieten gehörten zu den unmenschlichen Aktionen der saudischen Militärkoalition, heißt es im Bericht der Vereinten Nationen.

Saudi-Arabien hat am 26. März 2015 mit Unterstützung der Vereinigten Arabischen Emirate, VAE, der USA und einigen weiteren Ländern seine militärischen Angriffe auf den Jemen begonnen und eine allseitige Blockade über das Land verhängt.

Das führte zum Tod von bisher mehr als 14 000 Jemeniten, Zehntausende weitere wurden verletzt und Millionen flüchteten.

 

 

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Aug 29, 2018 07:18 Europe/Berlin
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