• Syrienkrise - Achse bei 4er-Verhandlungen in Genf

Genf (IRINN) - Die Verhandlungen Irans, Russlands, der Türkei und des UN-Syrienbeauftragten de Mistura über die Entwicklungen in Syrien finden heute in Genf statt.

Jaber Ansari, der Gesandte des iranischen Außenministeriums ist gestern in Genf eingetroffen. Bei bi- und multilateralen Treffen mit russischen und türkischen Verhandlungspartnern sowie dem UN-Syriengesandten de Mistura sollen die Meinungen über die Bildung eines syrischen Verfassungsausschußes ausgetauscht werden.

Die Teilnehmer des Syriengipfels vom 30. Januar 2018 in Sotschi (Präsidenten Russlands, Irans und der Türkei) hatten beschlossen, dass ein Verfassungsausschuss gebildet wird, der gemeinsam mit dem Vertreter der Vereinten Nationen an der Ausarbeitung der syrischen Verfassung arbeitet. Die endgültige Liste der Kandidaten für diesen Ausschuss umfasst 150 Personen, von denen 100 die syrische Regierung und die inländische Opposition, sowie 50 weitere die syrische Opposition im Ausland vertreten.

Dem Vorschlag des UN-Vertreters zufolge soll das Komitee nicht mehr als 50 Mitglieder haben. Er bezeichnete die Gespräche mit den Ländern der Astana-Syriengespräche (Russland, Iran, Türkei) als wichtigen Schritt bei den diplomatischen Bemühungen um die Lösung der Syrienkrise.

In der vergangenen Woche hat Teheran die Präsidenten der Türkei und Russlands, Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Putin, empfangen. Die drei Länder betonten in ihrer Abschlusserklärung die Souveränität, Unabhängigkeit, und territoriale Einheit Syriens sowie die Zerstörung des Terrorismus.

Sep 11, 2018 10:23 Europe/Berlin
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