Der Sturm der syrischen Truppen auf die letzte Daesh/IS-Hochburg in der Provinz Idlib und nördlich von Hama ist aufgeschoben.

Mit Duldung der syrischen Regierung und ihrer russischen und iranischen Verbündeten hat die Türkei vier Positionen in Nord-Ham und Idlib militärisch kräftig verstärkt, in der Nähe der Dreharbeiten für den gefälschten Giftgas-Angriff unter falscher Flagge in Jisr Ash Shugur haben türkische Panzerkonvois sogar Fläche besetzt: am Berg Ishtebraq. Das verstärkt momentan die Verhandlungsposition des türkischen Präsidenten Erdogan, der am 28. und 29. September in Deutschland zum Staatsbesuch empfangen wird. Allerdings: Die deutsche Seite spielt offenbar nicht ehrlich, ein Türkisch-Deutscher Wirtschaftsdialog wurde von deutschen Politikern, Medien und sogar Firmen praktisch boykottiert. Soll Erdogans Besuch untergehen wir Macrons Vorschlag aus der vorgegangen Woche, Russland und die Türkei, im Grunde auch Iran, in eine neue strategische Sicherheitspartnerschaft mit Europa einzubinden?

Syriens Idlib jedenfalls markiert einen historischen Wendepunkt: USA und arabische Verbündete, Israel und Groß-Israel-Pläne erleiden einen entscheidenden Rückschlag, danach geht es mit dem Westen weiter bergab. Über die weiträumigen Einzelheiten sprach Syed Hedayatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.

Sep 16, 2018 13:29 Europe/Berlin
Kommentar