Russlands Präsident Wladimir Putin, und sein türkischer Amtskollege, Recep Tayyip Erdogan, haben sich auf die Errichtung einer entmilitarisierten Zone in Idlib geeinigt. Damaskus begrüßt die Einigung, betont allerdings, der Kampf gegen Terroristen in Syrien werde allerdings weitergehen, bis das gesamte Land von diesen befreit sei.

Mit Erstaunen und entsprechend schmallippigem Kommentar hat Washington zur Kenntnis nehmen müssen, dass der abtrünnige Nato-Partner Erdogan beim Gipfel mit seinem russischen Kollegen Putin erreicht hat, was der Westen vergeblich forderte: vorerst kein Sturm auf die Provinz Idlib, deren gleichnamige Provinzhauptstadt in Händen der radikalen Terrormiliz HTS ist. Bis zum 15. Oktober müssen nun die Milizen ihre schweren Waffen abgeben - und durch die Weigerung von HTS, dieser Aufforderung Folge zu leisten, ist bereits klar, dass es vermutlich eher kein friedliches Ende der Terrorherrschaft in Syrien geben wird.

Aber das Trio Syrien-Iran-Russland hat mit seiner Anerkennung der in Sochi unter beiden Präsidenten getroffenen Vereinbarung durch die dabei nicht vertretenen Länder eine gute Geschlossenheit gezeigt. Der Aufschub geschah aus Stärke, nicht aus Schwäche. Und am Ende kann er allen vie Beteiligten nützen, darüber hinaus auch allen weiteren Anrainern und entfernteren Nachbarn in der Region. Nur aus den USA kommen bedrohliche (Kartell-)Töne.

Syed Hedayatollah Schahrokny sprach mit dem NM-Bundesvorsitzenden über Lage und Aussichten in und um Syrien.

Sep 23, 2018 14:27 Europe/Berlin
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