Dec 30, 2018 10:21 Europe/Berlin

Zwei Präsidenten telefonieren miteinander, Trump (USA) und Erdoğan (Türkei) - und dann entscheidet der eine, Trump, dass die USA ihre Truppen aus Syrien zurückziehen werden.

Viele Beteiligte sind schockiert: die Nato, die bisher von Washington stark aufgebaute kurdische PKK-nahe YPG. 500 Millionen US$ hatte Trump für den Aufbau einer neuen, von diesen PKK-nahen Kurden beherrschten Armee vorgesehen, militärisches Rückgrat eines geplanten Kurdenstaates an der türkischen Südgrenze, auf syrischem Territorium.

Beide Präsidenten besprechen, dass Nato-Partner Türkei den Kampf der USA weiterführt. Seitdem haben sich die Dinge kompliziert: Moskau ist unzufrieden, weil Erdoğan seine in Astana und Sochi eingegangen Verpflichtungen nicht erfüllt; deshalb ist der Endkampf um Idlib ins Stocken geraten. Damaskus hätte auch die 12 türkischen Militärstützpunkte in Idlib angegriffen - doch Russland ist bisher dagegen. Frankreich und Großbritannien wollen ihre wenigen Truppen in Syrien nicht abziehen, deshalb gibt es Warnungen aus der Türkei: vor weiterer Unterstützung für die YPG.

Trump steht auch innenpolitisch unter Druck: Ein Amtsenthebungsverfahren droht, die FED bedroht durch ständige Zinserhöhungen den bescheidenen wirtschaftlichen Fortschritt, bringt die Börsen zum Absturz.

Seyed Hedayatollah Schahrokny spricht mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel, über Lage, Hintergründe und Aussichten. 

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