Mai 15, 2019 13:01 Europe/Berlin
  • Jemenitische Drohnenangriffe auf Öl-Pipeline in Saudi-Arabien

Al-Sharqia (ParsToday) - Die jemenitische Armee und die Volkskomitees des Landes haben am Dienstag zwei Öl-Pumpstationen in Saudi-Arabien mit sieben Drohnen angegriffen.

Nach Angaben des saudi-arabischen Energieministers Khalid al-Falih wurde der Betrieb der Hauptöl-Pipelinie, zwischen al-Sharqia im Osten und Yanbu an der Küste des Roten Meeres, eingestellt, berichtete der Fernsehsender 'Al-Jazeera'. Der Grund sei die Reparatur der Pipeline, sagte al-Falih.

Wie die die staatliche saudische Nachrichtenagentur 'SPA' unter Berufung auf eine Sicherheitsquelle berichtete, wurden zwei Pumpstationen des Ölkonzerns Aramco im Zentrum des Landes angegriffen. Laut dem saudischen Energieminister brach an einer der beiden Pumpstationen ein Feuer aus.

Die jemenitische Ansarollah gab bekannt, dass der  Drohnenangriff auf saudi-arabisches Territorium die Botschaft an die saudischen und emiratischen Verantwortlichen beinhalte, dass falls sie ihre Kalkulationen nicht neu berechneten, würde sie ein umfassender Krieg erwarten.

Die Aktienwerte an der saudi-arabischen Börse sind nach dem Drohnenangriff um 2.52 Prozent gesunken. 

Und auf dem Ölmarkt stiegen die Preise. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 71,22 US-Dollar. Das waren 99 Cent mehr als am Montag. 

Der Vorfall ereignete sich wenige Tage nachdem in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) Sabotageakte an Öltankern gemeldet worden waren.

Saudi-Arabien und ihre Verbündeten haben am 26. März 2015 ihre Luftangriffe auf den Jemen begonnen. Dabei sind bisher zehntausende Zivilisten ums Leben gekommen und die Infrastruktur des Landes wurde weitgehend zerstört. Die arabische Koalition unter Führung Saudi-Arabiens konnte aufgrund des jemenitischen Widerstandes bisher ihre Ziele in diesem armen arabischen Land nicht erreichen.

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