Apr 10, 2016 11:17 Europe/Berlin
  • Millionen Jemeniten haben nicht genügend Trinkwasser, auch Nahrung, Medizin und Treibstoff sind knapp. (Foto: picture alliance / dpa)
    Millionen Jemeniten haben nicht genügend Trinkwasser, auch Nahrung, Medizin und Treibstoff sind knapp. (Foto: picture alliance / dpa)

Sanaa (IRIB) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die humanitäre und medizinische Situation in Jemen als katastrophal beschrieben.

Der Vertreter der Organisation, Ahmed Schadoul, sagte zum Sender Al-Alam: Etwa ein Drittel der Krankenhäuser und Behandlungszentren in Jemen sind bei den saudi-arabischen Luftangriffen zerstört worden. Andere Zentren kämpfen gegen den Mangel an Medikamenten und Ärzten.

Über 19 Mio. Jemeniten, etwa 80% der Bevölkerung, sind auf Nahrungsmittel und Medikamenten angewiesen.

Am 26. März 2015 begann Saudi Arabien mit der Bombardierung des Landes aus der Luft und vom Boden. Über 7000 Jemeniten sind dabei ums Leben gekommen, unter ihnen befanden sich zahlreiche Kinder und Frauen. Über 80% der Infrastruktur des Landes wurde zerstört.

Im Jemen soll heute eine von der UNO vermittelte Waffenruhe in Kraft treten. Der landesweit zwischen den Anhängern des geflüchteten Präsidenten und den Houthi-Kämpfern geltenden Kampfpause sollen am 18. April Friedensgespräche in Kuwait folgen.

Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt seit dem Eingreifen Riads etwa 6.300 Menschen getötet.

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