Der designierte US-Präsident Donald Trump hat eine Kabinettsmannschaft zusammengestellt, die gegen den Iran eingestellt ist. Sein künftiger Verteidigungsminister - in Wahrheit: Kriegsminister“, General James Mattis, trägt den Beinamen „Mad Dog“, was ihn eigentlich für dieses Amt hätte disqualifizieren müssen.

Noch schlimmer: Mattis ist auch kein Freund Russlands. Hier wird erneut klar, dass aus der jetzigen Kabinettsliste weder Frieden noch auch nur vernünftige und maßvolle Politik in Achtung und Respekt für andere Völker zu erwarten ist. Das erscheint besonders gefährlich, entwertet die freundlichen Töne für Moskau, das offenbar vor die Wahl gestellt werden soll: gute US-Beziehungen oder Bündnistreue mit Iran.

Das Schlimmste jedoch ist: Alle Minister sind Vollstrecker der global brandgefährlichen Kartellinteressen. Die Welt kann sich auf eine akute Verschlimmerung der Gesamtlage einstellen - allen voran der Iran.

Auf Deutschland kommt damit eine weitere Herausforderung zu, die wir neu (be)denken müssen: Alle Beobachter sind sich einig: Gegen den erklärten Willen und ohne deutsche Beteiligung lässt sich ein Krieg gegen Russland in Europa nicht machen. Die Frage muss jetzt lauten: Gilt das auch für den geplanten Krieg gegen Iran? Könnte Deutschland hier eine wichtige Rolle spielen? Manche in Deutschland wünschen das - die junge Partei Deutsche Mitte zum Beispiel.

Mit dem Bundesvorsitzenden Christoph Hörstel, Regierungsberater und Publizist, sprach Syed-Hedayatollah Schahrokny.

Dec 04, 2016 12:07 Europe/Berlin
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