• Ärzte ohne Grenzen schränkt Rettung von Seeflüchtlingen ein

Tripolis (IRNA) - Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) wird ihre Rettungsaktionen für Flüchtlinge im Mittelmeer vorerst aussetzen.

Wie Loris DE Filippi, ein Verantwortlicher der Hilfsorganisation am gestrigen Samstag bekannt gab, sei das Verhalten der libyschen Küstenwache äußerst gefährlich einzustufen.

Man könne das Leben der Mitarbeiter nicht gefährden, so DE Filippi weiter. 

Laut dem MSF-Mitarbeiter  habe die libysche Küstenwache im vergangenen Jahr 13 Schüsse auf ein Hilfsschiff der Organisation Ärzte ohne Grenzen abgefeuert und das, obwohl die damalig Lage weit sicherer war als sie jetzt bezeichnet werden kann. 

DE Filippi kristierte desweiteren das Verhalten der Regierung in Rom gegenüber nichtstaatlichen Hilfsorganisationen auf das schärfste und sagte: "Die italienische Regierung  hat Gesetze verabschiedet, durch welche die menschenfreundlichen Ziele Roms mit poitischen und militärischen Ambitionen vermischt werden".

Libyen liegt rund 300 Kilometer von den im Norden es Mittelmeeres gelegenen europäischen Ländern entfernt. Jedes Jahr finden tausende illegale Flüchtlinge bei ihrer Odyssee  nach Europa über die Gewässer des Mittelmeeres den Tod.

Aug 13, 2017 09:18 Europe/Berlin
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