Wer hat den Mut, den palästinensischen Staat anzuerkennen, wer geht noch einen Schritt weiter - und schließt sich endlich der weltweiten BDS-Bewegung für Boykott, Desinvestment und Sanktionen gegen Israel an

Die UN-Vollversammlung hat in fast erschreckender Klarheit gegen den Alleingang des US-Präsidenten Trump gestimmt, Jerusalem zur Hauptstadt Israels zu erklären und die US-Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen. 128 von 187 Staaten stimmten gegen Trump, Drohungen der USA verfingen offenbar nicht wie erhofft. Allerdings konnte die Welt an einer anderen Abstimmung zwei Tage zuvor sehen, wie gewaltig und monolithisch die Stimmung derzeit gern Israels Unterdrückungspolitik in Palästina steht: 176 von 187 Staaten sprachen sich für das recht der Palästinenser auf einen eigenen Staat aus. Und es ist offenbar einer weltweiten Blitzaktion der US-Außenpolitik zuzurechnen, dass die Abstimmung gegen die Hauptstadtentscheidung nicht noch viel verheerender ausfiel. Der türkische Präsident Erdogan, der derzeit zum weltweiten Wortführer der Israel-Kritik aufgestiegen ist, brachte es auf den Punkt: Die Türkei lasse sich ihre Meinung nicht mit Dollars abkaufen.

Jetzt geht es darum: Wer hat den Mut, den palästinensischen Staat anzuerkennen, wer geht noch einen Schritt weiter - und schließt sich endlich der weltweiten BDS-Bewegung für Boykott, Desinvestment und Sanktionen gegen Israel an - bis die Freiheit Palästinas nach bald drei Generationen Unterdrückung endlich ohne Einschränkungen für alle Palästinenser verwirklicht ist?

Syed Hedayatollah Schahrokny sprach mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.

Dec 24, 2017 11:02 Europe/Berlin
Kommentar