• Warnung vor weltweiter Isolierung der USA

Teheran (ParsToday) - Die jüngsten Tweets des US-Präsidenten Donald Trump haben die Sorge um eine Isolierung Washingtons in der Welt verstärkt.

Die unerschütterlichen Äußerungen und Tweets von Donald Trump über sensible internationale Fragen führten dazu, dass die USA mit einem "Papiertiger" verglichen werden, schrieb die Tageszeitung The New York Times in ihrem Artikel.

Der Präsident des US-Rates für auswärtige Beziehungen (Council on Foreign Relations CFR) Richard N. Haass sagte: "Die Äußerungen des US-Präsidenten sind wichtig. Deshalb sind viele der Tweets des Präsidenten besorgniserregend. Die Twitter-Nachrichten sollen wie andere Erklärungen  des Weißen Hauses ernst genommen werden. Was der US-Präsident in seinen Tweets erklärt, ist aber wertlos."

Seit Beginn des neuen Jahres hat Trump in getrennten Tweets seine Meinungen über Iran, Nordkorea, Pakistan und Palästina geäußert. Im Fall Irans unterstützte er die Ausschreitungen in diesem Land. Er sprach außerdem über einen großen Atomknopf, der auf  seinem Schreibtisch stehe. In einem weiteren Tweet warf er Pakistan vor, nicht genug im Kampf gegen den Terror zu tun. Er drohte Islamabad zudem mit dem Stopp der US-Finanzhilfe.

Weltweite Reaktionen auf die Tweet-Diplomatie des US-Präsidenten zeigten, dass Washington in vielen sensiblen internationalen Fragen allein ist. Zum Beispiel sind die Bemühungen der USA, Iran auf der Sitzung des UN-Sicherheitsrats wegen der jüngsten Unruhen und Ausschreitungen zu verurteilen, gescheitert. Außerdem gab die pakistanische Regierung bekannt, dass dieses Land seine Beziehungen zu den USA abbrechen wird und die Palästinenser teilten mit, dass sie die USA nicht mehr als Vermittler der sogenannten Friedensgespräche anerkennen werden. Nach monatelangen Wortgefechten mit Nordkorea kündigte schließlich Trump an, er sei zu einem Telefonat mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jung Un bereit. Darauf reagierte Pjöngjang bisher noch nicht. Diese Entwicklungen zeigen, dass der Isolierungsprozess der USA auf internationaler Ebene verstärkt wird.

Die erste US-Strategie, die auf der Agenda der Regierung von Donald Trump steht, hat die Welt gegen den Unilateralismus und die Egozentrik der USA mobilisiert. Vor dem Amtsantritt Trumps im Januar 2017 verfolgten die USA eine Politik basierend auf der Beteiligung an internationalen Angelegenheiten und an der Führung und Steuerung der meisten globalen Entwicklungen. Aber jetzt hat die erste US-Strategie dazu geführt, dass Washington seine Rolle freiwillig verliert. Die Welt duldet auch nicht den Egoismus der amerikanischen Nationalisten. Nach der Vertiefung wirtschaftlicher Probleme haben die USA auch nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um die interventionistische Außenpolitik voranzutreiben. Deshalb bezeichnen einige politischen Eliten und die US-Medien Washington als "Papiertiger". 

Jan 08, 2018 10:03 Europe/Berlin
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