Der US-Russland-Gipfel vom Wochenbeginn in Helsinki hatte ein interessant geteiltes Echo:

Große westliche Medien kritisierten beide Präsidenten, Trump und Putin; am schärfsten war die Wortwahl in den USA, als ob die beiden der Menschheit den Krieg erklärt hätten und nicht zu Frieden und Verständigung erheblich beigetragen. In Russland und im Rest der Welt wurde die Tatsache dieses Treffens grundsätzlich zumeist positiv aufgenommen, russische Medien und Bevölkerung sehen ihren Präsidenten Putin als „Sieger“. Das Treffen jedoch war kein Fingerhakeln oder Zweikampf, sondern ein hoch ernster Versuch, in einer global sehr schwierigen und komplexen Situation erstmals nach der Amtsübernahme Trumps eine Verständigung beider Länder miteinander zu organisieren. Dabei sieht es so aus, als sei ein wichtiger Streitpunkt ausgerechnet der Iran. Der zionistische Einfluss in den USA, dem Trump wesentlich seinen Wahlsieg verdankt, zwingt die US-Regierung in eine Konfrontation mit dem Iran; dabei bläst Washington mit französischer Hilfe sogar die Terrorgruppe MEK zur politischen Bewegung auf - sehr zum Erstaunen der Mitglieder selbst, die damit so nicht gerechnet hatten.

Über weitere Analysen sprach Syed Hedayatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.

Jul 18, 2018 16:32 Europe/Berlin
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