• Afghanistan: 8.000 Tote und Verletzte binnen neun Monaten

Kabul (Mehr News) - Mehr als 8.000 Afghanen sind laut der UNO während der letzten neun Monate bei Konflikten und aus Gründen der Unsicherheit in diesem Land getötet oder verletzt worden.

Es wurden rund 3.000 Menschen getötet und mehr als 5.000 weitere verletzt, teilte die Unterstützungsmission der Vereinten Nationen in Afghanistan (UNAMA) am Mittwoch in ihrem neuen Bericht mit.

Die meisten Toten und Verletzten gab es durch Selbstmordanschläge oder durch Straßenbomben, die auf öffentlichen Plätzen gelegt waren.

Die Provinz Nangarhar zählt zu den unsichersten Provinzen in Afghanistan, wo auch die meisten Terroranschläge verübt werden. Die Terroranschläge in Nangarhar haben sich laut dem UNAMA-Bericht im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Weiter hieß es, militärische Operationen seien keine Lösung für die Afghanistan-Krise. Es sei notwendig, die Aufnahme inländischer Gespräche und die Herstellung von Frieden vorzubereiten.

Zuvor hatten die Taliban mitgeteilt, dass der Abzug der amerikanischen und ausländischen Soldaten aus Afghanistan die Voraussetzung für die Rückkehr an den Verhandlungstisch, wie auch für die Wiedereinführung der Friedensgespräche sei. 

Experten meinen, dass der US-Militäreinsatz in Afghanistan die Terroristen nicht nur nicht schwächt, sondern zu noch mehr Unsicherheit, Terrorismus und Drogenproduktion beigetragen habe.

Oct 11, 2018 09:45 Europe/Berlin
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