• Ausschussvorsitzender des US-Senats vermutet Raid hinter Mord an saudischem Journalisten

Washington(ParsToday)- Der Vorsitzende des US-Senatsausschusses für Außenbeziehungen sieht die Führung in Riad hinter dem möglichen Mord an dem saudischen Journalisten, Dschamal Khashoqqi, in Istanbul.

Im CNN-Gespräch erklärte Bob Corker, Vorsitzender des Senatsausschusses für Außenbeziehungen, am Donnerstag: Informationen der Nachrichtendienste belegten, dass Saudi-Arabien direkt in den Mordfall involviert gewesen  sei.

Mehrere republikanische und demokratische US-Senatoren forderten US-Präsident Donald Trump auf zu prüfen, ob in dem Fall eine schwere Menschenrechtsverletzung vorliege und Sanktionen verhängt werden sollten. Die Senatoren forderten Trump auf, dem Auswärtigen Ausschuss in 120 Tagen zu berichten.

 „Washington Post“ berichtete, es  existieren Ton- und Videoaufnahmen, die belegen sollen, dass Khashoqqi  vor eineinhalb Wochen im saudischen Konsulat ermordet wurde. Das US-Blatt beruft sich auf türkische und amerikanische Offizielle.

Khashoqqi hatte am 2. Oktober das saudische Konsulat in Istanbul betreten, um Papiere für die Hochzeit mit seiner türkischen Verlobten abzuholen. Nach türkischer Darstellung verließ er es nicht wieder, was Vertreter der Regierung in Riad bestreiten. Die türkische Polizei geht nach Angaben aus Ermittlerkreisen inzwischen davon aus, dass Khashoggi im Konsulat ermordet wurde. Saudi-Arabien weist diesen Vorwurf als haltlos zurück.

Khashoqqi war vor mehr als einem Jahr aus Angst vor politischer Verfolgung ins US-Exil gegangen. Dort schrieb er unter anderem Artikel für die „Washington Post“.

 

 

 

Oct 12, 2018 09:15 Europe/Berlin
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