Jan 27, 2019 11:56 Europe/Berlin
  • Venezuela genehmigt Einrichtung der US-Interessenvertretung in Caracas

Caracas (ParsToday/Associated Press) - Venezuela und die USA haben über die Einrichtung von Interessenvertretungen in beiden Ländern verhandelt.

Das Außenministerium Venezuelas wies auf das Ultimatum an die USA zum Abzug der US-Diplomaten aus diesem Land hin und teilte mit, dass die US-Diplomaten vorerst in Venezuela bleiben dürfen. Sollte innerhalb von 30 Tagen keine Einigung erzielt werden, würden beide Länder die Botschaften befreundeter Staaten benennen, um ihre Interessen künftig zu vertreten, und den Rest der Diplomaten abziehen, so das Außenministerium. Nach einer direkten Einmischung der USA in internen Angelegenheiten Venezuelas sowie ihrer Unterstützung für den Oppositionsführer Juan Guaidó hat Caracas seine Beziehungen zu Washington abgebrochen und einige US-Diplomaten entlassen.

Während die USA Guaidó als Übergangspräsidenten anerkannt haben, wurde Nicolas Maduro bei der Wahl im Mai 2018 erneut zum Präsidenten gewählt und vor kurzem vereidigt. In der Sitzung des UN-Sicherheitsrats, die am Samstag im Auftrag der USA stattfand, haben China, Russland und Südafrika die Maßnahmen Washingtons und ihrer Verbündeten in Bezug auf die Venezuela-Frage kritisiert. 

Venezuela hat der Forderung von vier EU-Staaten nach baldigen Neuwahlen eine klare Absage erteilt. Der Appell sei "fast kindisch", sagte Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza im UN-Sicherheitsrat. Sein Land werde sich "von niemandem jegliche Entscheidung oder Ordnung aufzwingen lassen". Er warf außerdem den USA die Führung der Unruhe in Venezuela vor. Russlands UN-Botschafter Vassili Nebenzia sprach auch von einer "aggressiven Aktion der USA und ihrer Verbündeten, den gewählten Präsidenten Venezuelas zu vertreiben". 

Frankreich, Spanien, Deutschland und Großbritannien hatten zuvor angekündigt, Guaido als neuen Interims-Staatschef des südamerikanischen Landes anzuerkennen, sollte Maduro nicht binnen einer Woche Neuwahlen ausrufen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini äußerte sich ähnlich.

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