Mar 12, 2019 17:07 Europe/Berlin

Das mehrseitige Tauziehen um die türkische Politik in Syrien hält an - mit interessanten Zwischenschritten:

Seit dem 6. März hat Ankara das berühmte russische S400-Flugkontrollsystem fest bestellt, trotz aller westlichen Drohungen. Ein Rücktritt von diesem Kaufvertrag müsste jetzt zu hohen Konventionalstrafen für die Türken führen. Trotzdem trainieren türkische Soldaten in den USA weiterhin am Luftwaffensystem F35 - obwohl die USA damit gedroht haben, beim türkischen S400-Kauf gäbe es weder F35 noch das US-Luftwaffensystem Patriot. In Syrien, im Norden Provinz Idlib, hat jetzt endlich mit fünf Monaten Verspätung die erste gemeinsame russisch-türkische Patrouillenfahrt stattgefunden. Problem: Die Lage im Raum Idlib hat sich nicht verbessert, die entmilitarisierte Zone hat die Türkei nicht geschaffen, bedroht aber Nordostsyrien mit einer Invasion von 100.000 Mann Bodentruppen, die dort inzwischen bereit liegen: angeblich gegen die PKK-nahen Kurden von der YPG. Über Lage, Hintergründe und sinnvolle Auswege aus der schwierigen Situation sprach Seyed Hedayatollah Schahrokny mit dem Bundesvorsitzenden der Neuen Mitte, Christoph Hörstel.

 

 

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