Mar 19, 2019 17:14 Europe/Berlin
  • 350 muslimische Aktivisten warnen vor organisierter Islamophobie im Westen

London (ParsToday) - Mehr als 350 Aktivisten, wissenschaftliche und kulturelle Persönlichkeiten der islamischen Welt haben in einem offenen Brief vor der täglich wachsenden und organisierten Islamophobie, die zu terroristischen Anschlägen führe, gewarnt.

In besagtem Brief, welchen der Guardian am Montag veröffentlichte, wurde die extreme Haltung von Politikern und Medien als Hauptursache für die Ausbreitung von Gewalt und Terrorismus gegen den Islam angeführt. 

Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören Geistliche, Kulturaktivisten und Universitätsdozenten, sie betonen, dass der letzte terroristische Anschlag auf zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch durch die Atmosphäre der Islamphobie und des organisierten Extremismus, der sich im Westen gebildet habe, verursacht worden sei.

Der Brief kritisierte auch die unverantwortliche Haltung von Politikern und Medien und es hieß, dass bei diesem Ansatz die Muslime immer als erste verurteilt würden und ihnen vorgeworfen werde, Fremde mit rückständigen Ansichten zu sein, sowie eine Bedrohung für die Gesellschaft und somit Anlass für terroristische Angriffe böten, wie sie sich beispielsweise jetzt in Neuseeland ereignet hätten.

Harun Khan, Generalsekretär des britischen Muslim Council, schrieb in einem Brief an die britische Premierministerin Theresa May, die Muslime des Landes seien nach dem Terroranschlag in Neuseeland besorgt.

Bei einem rassistisch motivierten Terroranschlag auf 2 Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch am Freitag wurden 50 Menschen getötet und mehr als 50 weitere wurden verletzt. 

 

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