Unter den aktuellen Bedingungen in der Islamischen Welt ist es notwendig, dass die islamischen Gelehrten und Denker ernsthaft und gemeinsam um die Islamische Einheit unter den Muslimen bemüht sind und so weit wie möglich Fälle der Meinungsverschiedenheiten klären. Auf dem Weg zu diesem Ziel können die Medien einen großen Dienst erweisen.

 

Die Einheit unter den Muslimen ist eine wichtige Angelegenheit der Islamischen Welt. Die heutigen Bedingungen erfordern, dass die Anstrengungen für die Bildung eines vereinten Islamischen Volkes  und die Einheit unter den Sunniten und Schiiten sowie der Kampf gegen extremistische Strömungen  hervorgehoben werden.

Die Notwendigkeit der Verbesserung der Islamischen Einheit als eine strategische Angelegenheit der Islamischen Welt  steigert um ein Vielfaches das Erfordernis, alle gemeinsamen Kapazitäten und  Gelegenheiten  der Vereinigung der Islamischen Umma  hervorzuheben.  Aufgrund der  religiösen Lehren und  Anempfehlungen der Ahl-e Bait (Friede sei mit ihnen) zur Konvergenz müssen die  zahlreichen Gemeinsamkeiten zwischen den Islamischen Rechtsschulen in den Vordergrund gerückt werden. Es ist nicht richtig, dass einige unerhebliche  Meinungsunterschiede zu Zwietracht führen.  Die  Ahl-e Bait (F)  haben ja auch  in einer vornehmlich sunnitischen Gesellschaft gelebt und dabei klar die Einheit und die Wahrung des Zusammenhaltes unter den Muslimen hervorgehoben. 

 

Ausgehend von diesem Verständnis  ermöglicht die richtungsgebende Botschaft der Teilnehmer an der Internationalen Konferenz für Islamische Einheit 2016  eine Perspektive für die Vereinigung  der Islamischen Weltgemeinde  und die Abweisung und Isolierung von takfiristischen Gruppen des hebräisch- arabisch-westlichen Dreiecks der Hauptunterstützer dieser Terroristen bilden..  

30. Inernationale Konferenz für die Einheit 

 

Zu den Forderungen,die die 30. Internationale Konferenz für die Islamische Einheit stellte, gehörten die Bekämpfung von Gruppen, die Muslime exkommunizieren (Takfiristen), der Einsatz der Islamgelehrten für den Diskurs aufgrund der gemeinsamen Lehren der Islamischen Rechtsschulen sowie die Wachsamkeit und der Widerstand der Islamischen Weltgemeinde gegenüber der Maßlosigkeit der arroganten imperialistischen Mächte.  Diese Konferenz für die Islamische Einheit fand vor kurzem vom 15. bis 17. Dezember in Teheran statt.

 

Ajatollah Mohsein Araki, der Generalsekretär des Weltforums für die Annäherung der Islamischen Rechtsschulen bezeichnete es als die wichtigsten Ziele dieser Konferenz, Kontakte zwischen den Gelehrten der Islamischen Welt herzustellen, die Lehre über die Annäherung und Einheit in der Islamischen Welt zu verbreiten und Sozialnetze, bestehend aus allen Islamischen Rechtsschulen, einzurichten. 

Parallel zur Konferenz fand dieses Jahr zum ersten Mal  ein Filmfestival zum Thema Einheit statt. Es wurden in mehreren Festival-Sparten die Produkte von muslimischen Filmregisseuren aus verschiedenen Teilen der Erde gezeigt. Es handelte sich um Dokumentar- und Spielfilme verschiedener Länge sowie um Animationen. Thema waren die  Einheit der Muslime, der Heilige Koran und der Erhabene Prophet (Gottes Segen sei auf ihm und Frieden seinem Hause). Eine Sondersparte des Festivals galt dem Thema "Islamanfeindung"

Internationales Filmfestival zum Thema "Einheit" 

 

Der Sekretär des internationalen Filmfestivals für Islamische Einheit unterstrich, dass mit einem solchen Festival eine kulturelle Lücke für die muslimischen Filmemacher gefüllt wird. Außerdem wurde die Dringlichkeit eines solches Festivals aufgrund der Äußerungen des Revolutionsoberhauptes verspürt.   Ajatollah Khamenei hat  nämlich ausdrücklich und wiederholt diplomatische Bemühungen  zur Erzielung von Einheit und den Kampf gegen extremistische Strömungen gefordert. Das Filmfestival zum Thema "Einheit" könne, so erklärte der Sekretär dieses Festivals, ein Schritt zur Verwirklichung dieser Ziele sein. 

Dieser ersten Runde des   internationalen Filmfestivals zum Thema Einheit sollen weitere folgen. Das Weltforum für die Annäherung der Islamischen Rechtsschulen plant die jährliche Abhaltung und die Unterstützung eines solchen Festivals, um engagierten muslimischen Filmregisseuren aus aller Welt die Möglichkeit zu bieten, ihre Anliegen vorzubringen und den wahren Islam vorzustellen. 

Das Hauptziel dieses Filmfestivals besteht darin, die Muslime auf der Welt zur Einheit anzuregen und eine vereinte Islamische Weltgemeinde zu erzielen.  Die Filmwerke werden in zwei großen Festival-Sparten vorgeführt, nämlich iranische und internationale und haben, wie bereits gesagt, die Einheit der Muslime, den Heiligen Koran und den Propheten (S) zum Thema. In der genannten Sondersparte zum Thema Islamanfeindung werden Filme vorgestellt, die die Intrigen der Feinde zur Spaltung zwischen den Religionen und den religiösen Rechtsschulen und zur  verzerrten hässlichen Darstellung des Islams aufdecken.  

erstes internationales Filmfestival zum Thema "Einheit" 

 

Im Mittelpunkt der Filme standen vor allen Dingen Geschichten des Korans, die Lebens- und Vorgehensweise des Propheten des Islams (S),  die Darstellung der Islamophobie  sowie  die Entlarvung des Vandalismus der Terrorgruppen, die sich fälschlich "Islamisch" nennen , während sie großes Unheil und Chaos auf der Welt anrichten.  Die Angstmache vor dem Islam und die Unterdrückung der Muslime bildeten dabei ein zentrales Thema der wertvollen Filme , die in der Festivalabteilung "Islambefeindung" vorgeführt wurden.  

919 Filmregisseure aus aller Welt reichten ihre Werke  beim Festivalbüro ein. In der Abteilung kurze und lange  Dokumentationen wurden 31 von 293 Werken für den Wettbewerb akzeptiert und in der Abteilung kurze und mittellange Erzählfilme 28 in der Inlandsabteilung und 13 von 28 Filmen in der internationalen Abteilung. 

In der Animationabteilung wurden 28 Filme in den inländischen Teil  und 9 Filme in den internationalen Teil aufgenommen. In der Abteilung Videoclip gelangten 6 Werke in die nationale und 4 Werke in die internationale Sparte. Für die internationalen Sparte zum Thema Islambefeindung und Islamophobie wurden 15 Werke akzeptiert und 3 davon für den Wettbewerb vorgeschlagen.

In der internationalen Abteilung gingen 302 Filme ein und zwar kamen sie aus  Ländern wie Irak, Syrien, Marokko, Tunesien, Palästina, Libanon, Jemen, Ägypten,  Türkei, Afghanistan, Indien , Pakistan, Tadschikistan, Malaysia, Australien, Republik Aserbaidschan, Bosnien, England, die Vereinten Arabischen Emirate, Russland, Frankreich, die USA und Serbien.  Die meisten Filmwerke waren Produkte von irakischen und libanesischen Regisseuren.    

In der nationalen Festival-Sparte nahmen  bekannte iranische Filmregisseure und Künstler wie Siawasch Sarmadi,  Ali Schah Hatemi,  Mohammad Ali Farsi, Hamid Bahmani, Abul Qasem Talebi, Behruze Afghami und zahlreiche andere  teil.

Einige Jurymitglieder des ersten internationalen Filmfestivals zum Thema "Einheit" 

 

Auf dem ersten internationalen Festival für die Einheit wurde auch des Märtyrers  Ajatollah Nimr Baqir al Nimr, eines Islamischen Gelehrten gedacht, der vom  saudi arabischen Regime hingerichtet wurde.  Von der Festivalleitung wurde  der "große Scheich-Nimr Preis" für den besten Dokumentarfilm des Festivals in der Sonderabteilung (Islambefeindung) vorgesehen.

In  einem weiteren Teil des Festivals wurde Mohammad Resa Islamlu für sein  lebenslanges künstlerisches Wirken und seine  hervorragenden Dokumentationen zum Thema Islamische  Einheit und Islamische Welt gewürdigt.  

Würdigung von Mohammad Resa Islamlu auf dem internationalen Filmfestival zum Thema "Einheit" 

 

In der Unterabteilung für kurze und mittellange Filme des Inlandwettbewerbes  wurde  ein Geldpreis und das Festivalstandbild für die besten Filmrecherchen, das beste Regiebuch, die beste Animationregie und die beste Spielfilm- und Dokumentarfilm-Regie sowie den besten Film und den besten Videoclip vergeben. 

Über die Kurz- und Langzeitfilme in der internationalen Wettbewerbsabteilung  entschieden zwei Jurys, die sich jeweils aus fünf Künstlern und Sachverständigen aus dem In- und Ausland zusammensetzten.  In der Abteilung Videoclip  wurde das Festivalstandbild und die Geldprämie an Jack Mulder aus England für seinen Videoclip: "Er war allein" verliehen.  In der Abteilung Spielfilme erhielt  die syrische Teilnehmerin Diana Kamaleddin  das Festivalstandbild und die Geldprämie für das Regiebuch zu dem Spielfilm  "Decaying and vanishing" (verfallen und vergangen) . Für die beste Regie gingen das Festivalstandbild und die Geldprämie an  die palästinensische Regisseurin Mai Masri für den Film "3000 Nächte" und mit den gleichen Preisen wurde  der syrische Regisseur Najdat Ismael Anzour  für den Film "Decaying and vanishing" ausgezeichnet. 

Verleihung der Preise des Filmfestivals zum Thema "Einheit"  durch den iranischen Staatspräsidenten Dr. Rohani 

 

In der Abteilung für Dokumentarfilme und zum Thema "Islamophobie"  gingen das Festivalstandbild und die Geldprämie für die besten Recherchen an Mudschtaba Ali aus England für seinen Film "Daisch (IS) - muslimische Extremisten". Standbild und Prämie für die beste Filmregie  eines Kurz- oder halblangen Dokumentarfilmes wurden  der Italienerin Giulia Amati für ihre Dokumentation "Dies ist mein Land, Hebron" überreicht.

Standbild des ersten Filmfestivals zum Thema "Einheit" 

Die gleichen Preise wurden für die beste Regie eines langen Dokumentarfilmes an die Palästinenserin Haicha Ladrouz für ihren Film "Hope in the Bottle" (Hoffnung in der Flasche) vergeben. Für den  besten Dokumentarfilm zum Thema Islamanfeindung wurde der Iraner Alizadeh mit der Prämie und dem Standbild  für seine Dokumentation "Islamophobie in Europa " ausgezeichnet und Mohamamd Ali Farsi , ebenso aus dem Iran, erhielt für den Film "Abrha dar rah and" - die Wolken kommen" das Standbild und die Geldprämie  für die beste Dokumentation.

Dec 20, 2016 06:08 Europe/Berlin
Kommentar