Ajatollah Khamenei , Oberhaupt der Islamischen Revolution , hat am 18. Oktober vor einer Versammlung von jungen Talenten aus der Wissenschaft gesprochen und nützliche Weisungen für den wissenschaftlichen Fortschritt des Landes und hinsichtlich der Abhängigkeit im Bereich von Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft gegeben. Er machte zudem wichtige Anmerkungen in Bezug auf die Zukunft des gemeinsamen Aktionsplanes.

Revolutionsoberhaupt  Ajatollah Khamenei  hat am 18. Oktober eine größere Zahl von Talenten aus der Wissenschaft in Empfang genommen. Bei diesem Treffen hat er die jungen Elitekräfte des Landes als einen Segen Gottes bezeichnet,der  hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven zulässt.  . Er sagte er erwarte von den Verantwortlichen des Landes, dass sie die Fähigkeit der  jungen Elitekräfte, das Schicksal des Landes verändernd zu beeinflussen, ernst nehmen.  Weiterhin sprach Ajatollah Khamenei über  den wissenschaftlichen Fortschritt Irans und den Abbruch der wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Abhängigkeiten vom Ausland und machte wichtige Hinweise zum Nuklearvertrag. Wir bringen nun einige Auszüge aus seiner Ansprache. 

Treffen von Elitekräften mit dem Revolutionsoberhaupt 

 

Ajatollah Khamenei sagte, dass der Fortschritt in der Wissenschaft zur Erstarkung des Landes führe und erwähnte ein überliefertes Wort von Imam Ali (Friede sei ihm), nämlich:  "Wissen bedeutet Erstarken..." Er unterstrich, dass die USA und einige europäische  Staaten aufgrund der Überlegenheit in der Wissenschaft, die sie in einem bestimmten Abschnitt der Geschichte erreicht haben, viele Jahre lang andere Länder besetzt hielten und die Existenz anderer Völker zerstörten. Imam Ali hat gemäß Nahdsch-ul Balagha gesagt: "Wissen bedeutet Erstarkung. Wer an diese Macht gelangt, wird die Oberhand gewinnen und jeder der nicht an diese Macht gelangt, über den werden die anderen die Oberhand gewinnen." 

Ajatollah Khamenei unterstrich, der Rückstand in der Wissenschaft müsse aufgeholt werden,  damit das Land nicht unter fremde Vorherrschaft  gerate. Er kritisierte die Ansicht, dass die Verwestlichung der einzige Weg  zum Fortschritt sei und sagte: Während des fremdabhängigen Pahlavie-Regimes wurde das Land Iran 50 Jahre lang  den USA untergeordnet und war völlig vom Westen abhängig. Das einzige Resultat, was sich daraus ergab waren Rückständigkeit und die Vernichtung der Reichtümer des Landes. Wenn heute jemand erklärt , dass der Fortschritt Irans die Abhängigkeit und Befolgung des Westens voraussetze, dann begeht er , wenn er dies nicht aus Unwissenheit sondern ganz bewusst sagt, Verrat am Lande. 

 

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution sagte, der erste Schritt müsse die Beseitigung der Abhängigkeit sein und erklärte: Durch die Islamische Revolution ist die wichtigste Abhängigkeit, nämlich die politische, beseitigt worden aber die Befreiung aus anderen Abhängigkeiten, wie in der Wissenschaft,  Kultur und Wirtschaft erfordert  ständige Anstrengungen."

Den wissenschaftlichen Fortschritt bezeichnete er als einen der wichtigen Faktoren für die Befreiung aus der Abhängigkeit und unterstrich, dass keinerlei Hindernisse auf dem Weg zum wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt seitens der zuständigen Behörden gelegt werden dürfen. Auch das Budget für Wissenschaft und Technologie dürfe nicht gekürzt werden. Ajatollah Khamenei brachte seine Zufriedenheit  über die Erfolge der neu gegründeten Stiftung für Hochbegabte und Wissenschaft erzeugende Unternehmen zum Ausdruck. Er wandte jedoch ein, dass man sich nicht damit begnügen dürfe. Vielmehr müssen für den wissenschaftlichen Fortschritt im gesamten Land eine solche Bewegung in Gang gesetzt werden, welche nicht aufgrund eines  Wechsels des Regierungskabinettes wieder ins Stocken geraten kann oder abbricht.  

Ajatollah Khamenei unterstrich die qualitative Steigerung der  wissenschaftlichen Artikel und Forschungsprojekte und ihre Übereinstimmung mit den Bedürfnissen des Landes. Als ein Erfordernis bezeichnete er auch die Innovation auf dem Gebiet der Industrie und erklärte, Montagearbeiten als Hindernis für Innovationen.  Er forderte die Verantwortungsträger auf,  so zu planen, dass in den kommenden zehn Jahren  in der Industrie des Landes nicht mehr Montagearbeit sondern Innovationen gesehen werden können und unterstrich, nur dann werde die Industrie den Bedarf an Forschungsergebnissen der Elitekräfte verspüren und käme  eine fruchtbare Beziehungen zwischen Industrie und Universität zustande.  Mit Hinweis darauf, dass die Kultur die Technologie begleite forderte er auch nachdrücklich kluge und angemessene kulturelle Tätigkeiten in der Stiftung für Hochbegabte. 

Treffen von begabten Studenten mit dem Revolutionsoberhaupt 

 

Ajatollah Khamenei verwies dann auf den Zusammenhang zwischen der politischen Unabhängigkeit und der Unabhängigkeit und dem Fortschritt auf dem Gebiet der Wissenschaft und sagte: wissenschaftlicher Fortschritt würde Abhängigkeit tilgen und genau deshalb sei der Feind erbost darüber, dass die jungen Menschen im Iran am wissenschaftlichen Fortschritt interessiert sind. Er fuhr fort: "Allen internationalen Beobachtern ist klar geworden, dass das heutige Iran einen himmelweiten Unterschied aufweist zu dem Iran vor 40 Jahren. Wir waren eine Nation die weit hinten eingestuft wurde und rückständig war  und von diesen und jenen dirigiert wurde. Heute aber sind wir ein einflussreiches Land und  auf dem Weg zur wissenschaftlichen und politischen Erstarkung und wir entwickeln uns weiter. Dies ist absolut spürbar.  Darüber ist der Feind  erbost. Denn er hat die Kontrolle über seine  Interessen im Iran verloren. " Das Revolutionsoberhaupt verwies auf die militärischen Fortschritte Irans insbesondere im Raketenbau, die  trotz der harten Sanktionen erreicht werden konnten, und sagte: "Die iranische Nation ist zu einem Vorbild für andere Länder und Völker geworden,welches zeigt, dass man gegenüber den Supermächten Widerstand leisten kann,  keine Angst vor ihnen zu haben braucht, und sich gleichzeitig weiterentwickeln kann." 

 

Während des Krieges, den das irakische Ex-Regime  angeführt von Saddam der Islamischen Republik Iran aufzwang  erhielt dieser Diktator allseitige Unterstützung von den USA und Europa  und  ihm wurden Massenvernichtungswaffen und sogar Stoffe zur Herstellung von chemischen Waffen zur Verfügung gestellt. Unterdessen konnte  Iran wegen des Waffenboykotts nicht genug militärische Ausrüstung besorgen, um die Bevölkerung zu verteidigen. Viele Städte waren den Raketenangriffen von Saddam ausgesetzt und Tausende unschuldige Menschen  kamen ums Leben. Dennoch konnten die tapferen jungen Kämpfer des Islamischen Irans dem Irak eine Niederlage bereiten und die Aggressoren wurden aus dem iranischen Territorium zurückgedrängt , ohne ihre Ziele verwirklicht zu haben. Dank der Erfahrungen dieses 8-jährigen Verteidigungskrieges haben sich iranische Fachmänner gestützt auf die eigenen Fähigkeiten  dem Entwurf und der Produktion der nötigen Verteidigungsausrüstung gewidmet. Diese Mühen tragen heute Früchte und Iran ist in der Lage,  selber die verschiedenen Arten von Militärausrüstung darunter Weitstreckenraketen herzustellen. Doch jetzt haben die USA und einige westliche maßlosen Mächte begonnen von einer Reduzierung der Verteidigungsmacht Irans zu sprechen und dies hat die entschiedene Reaktion des Revolutionsführers und der anderen Verantwortungsträger zur Folge gehabt. Diese sind nicht bereit über die  iranischen Verteidigungsfähigkeiten zu verhandeln. 

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei

 

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution Iran verwies auf die jüngsten Äußerungen des US-Präsidenten Trump, die sich gegen die iranische Nation richten. Er bezeichnete es als Zeitverschwendung, dieses leere Gerede, wie er es nannte,  zu erwidern und fuhr fort: "Das einzige was sich dazu sagen lässt, ist, dass man den Feind und seine feindlichen Methoden erkennen und wachsam bleiben muss."  Er sagte, auch wenn der Feind sich naiv zeigt, so darf man nicht seine heimtückischen Pläne übersehen. Ajatollah Khamenei  erklärte, dass die USA bestrebt sind, die jungen revolutionären und aktiven Menschen im Iran in die Lage vor 50 Jahre zurückzuversetzen .Er fügte hinzu:  "Der Feind kann nicht begreifen, was sich im Iran und in dieser Region ereignet hat und daher  ist er zum Scheitern verurteilt, so  wie er in Irak, Syrien und anderen Ländern der Region  gescheitert ist und sich seine Kalkulationen  als falsch herausgestellt haben."  

Ajatollah Khamenei sagte, Washington habe die unsichere Lage in der Region verursacht und er bezeichnete die US-Administration  als Beauftragten des internationalen Zionismus . Er sagte: "Die Demokraten in den USA haben zugegeben, dass sie die IS-Terrormiliz ins Leben gerufen haben. Daher  ist es doch nur natürlich, dass die USA gegen das Heer der Revolutionsgarden sind,welches die IS-Terrormiliz bekämpft."  Er fügte hinzu: "Iran konnte der USA bei der Durchführung ihrer  üblen Pläne für Libanon, Syrien, Irak und die anderen  Regionalstaaten   in die Quere kommen. Daher sind die USA sehr verärgert über Iran und aus dem gleichen Grund verhalten sie sich feindlich gegenüber allen Faktoren, die zu  unserer Erstarkung beigetragen haben." Ajatollah Khamenei  sagte, der Fortschritt in der Wissenschaft und in Bezug auf  Verteidigungs- und  Wirtschaftsmacht seien wichtige Faktoren für die Erstarkung. In diesem Zusammenhang verwies er  darauf, dass zwar nichts gegen ausländische Investitionen einzuwenden sei, dass sich die Wirtschaft des Landes dennoch auf die inländischen Potentiale und Fähigkeiten stützen müsse. 

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution kündigte, bezugnehmend auf die jüngsten Stellungnahmen der USA zum gemeinsamen Aktionsplan, dem Nuklearvertrag, an: "Falls  die USA den Vertrag in Stücke zerreißen, werden werden wir  ihn zerschnetzeln."  Außerdem hob er hervor, dass es nicht genügt, wenn Europa den USA gegenüber lediglich verbal die Annullierung  des Nuklearvertrages ablehnt. Die Europäer müssten gegenüber den praktischen Maßnahmen der USA hinsichtlich der Boykottierung Irans Widerstand leisten. Außerdem sollten sie nicht grundlegende Angelegenheiten Irans wie seine  Verteidigungsmacht antasten.  

Ajatollah Khamenei vor der Versammlung von jungen Talenten  aus der Wissenschaft

Das Oberhaupt der Islamischen Revolution hat im letzten Abschnitt seiner Rede die jungen Hochbegabten aufgefordert, ihre Jugend richtig zu nutzen und die herrschende Sicherheit und den jetzigen Frieden zu schätzen. Er empfahl ihnen: "Heute bietet sich euch eine Gelegenheit an, die Zukunft eures Landes zu gestalten. Ihr seid in Sicherheit und habt Frieden. Es bieten sich euch Gelegenheiten in der Wissenschaft an und ihr  seid stark. Ihr werdet angespornt und geachtet. Das solltet ihr zu schätzen wissen und diese Chance nutzen. Die kostbare Jugendzeit steht euch zur Verfügung . Es ist eine Kostbarkeit über die Gott der Allmächtige uns am Jüngsten Tag befragen wird, nämlich: Wie habt ihr eure Jugend verbracht? .... Vergesst nicht die Pflicht Gott gegenüber und die Pflicht gegenüber eurem Gewissen. Gebt euch Mühe,so gut ihr könnt... Wisset dass Gott euch - wenn er will - helfen wird ...! Wenn ihr auf dem Weg Gottes kämpft, wird Gott der Höchsterhabene eure Herzen in Richtung  der Dinge, die ihr durchführen müsst, lenken.  Ihr solltet die Absicht hegen, eure Pflicht erfüllen zu wollen und diesen Willen, die Pflicht zu erfüllen zu einer Absicht werden lassen, die im Zeichen Gottes steht.  So Gott will, wird Er euch unterstützen und ich bin sicher, dass ihr in den kommenden Jahrzehnten - wenn alle Angelegenheiten des Landes - so Gott will, in eurer Hand liegen,  ein Iran vor euch habt, das um ein Vielfaches besser, weiter entwickelter und organisierter als heute ist und ihr dieses Iran - so Gott will- verwalten werdet."

 

Oct 31, 2017 06:17 Europe/Berlin
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