• Das Revolutionsoberhaupt über die Voraussetzungen für  den Fortschritt an den Universitäten

Ajatollah Khamenei: "Die Universitäten müssen junge Menschen ausbilden, die gläubig sind und rechtschaffen, tatkräftig, einsatzbereit und nicht phlegmatisch, im Besitz von Selbstvertrauen, Recht und Wahrheit akzeptierend und sie einfordernd. Dies sind Eigenschaften eines besseren Menschen. Der Islam fordert einen solchen Menschen.  Er  kann  die Gesellschaft, wenn er an einen Verwaltungsposten gelangt,  in Richtung Heilung und Rettung leiten."

                                  

Der Fastenmonat Ramadan ist ein gesegneter Monat. Zu seinem Segen gehören die Ramadan-Treffen mit dem Oberhaupt der Islamischen Revolution Iran, Ajatollah Khamenei. Auf diesen freundschaftlichen Treffen können die Verantwortlichen der Regierung und verschiedenen Volksgruppen, Studenten und Dozenten und Dichter und Koranrezitatoren aus seinen weisen Ratschlägen Nutzen ziehen. Am 25. Ramadan fanden Universitätsdozenten und Forscher die Gelegenheit zu einer Zusammenkunft mit dem Revolutionsoberhaupt. Sie unterbreiteten ihre Ansichten, sprachen über anstehende Probleme und erfuhren über die Standpunkte des Revolutionsführers insbesondere in Bezug auf Fragen der Wissenschaft und Universitäten.  Die Treffen Ajatollah Khameneis mit Studenten und Dozenten dokumentieren die Bedeutung, welche er der Wissenschaft und den Universitäten beimisst, sowie seine Kenntnis von den Problemen der Hochschulausbildung.  Bei seinem jüngsten Treffen sprachen wie immer erst eine Reihe von Dozenten und Forschern über verschiedene soziale, politische, wirtschaftliche und kulturelle Fragen des Landes und Probleme an den Universitäten. Ajatollah Khamenei begrüßte die wachsende Aufmerksamkeit der Akademiker für diese Angelegenheiten und bezeichnete dies als Zeichen für die Dynamik der iranischen Gemeinschaft der Akademiker.  

 

Treffen der Universitätsdozenten mit Ajatollah Khamenei 

 

 

Schwerpunkt der Ansprache von Ajatollah Khamenei beim diesjährigen Treffen mit den Dozenten bildeten die Voraussetzungen für die Ausbildung von geschulten geistigen Kräften an den Universitäten.   Zu diesen Voraussetzungen zählte er, dass die Universitäten sich mit den gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen,  die Studenten kulturell und ethisch veredeln und ein stetiger positiver Wandel an den Universitäten hervorgerufen wird. 

In Bezug auf die Auseinandersetzung der Akademiker mit den  Problemen der Gesellschaft und deren Verantwortungsgefühl hinsichtlich dieser Angelegenheiten erinnerte er daran, dass es in allen Ländern Probleme gibt, so auch im Iran und unterstrich: " Diese Probleme müssen wissenschaftlich gelöst werden. Sie lassen sich nicht lösen, wenn wir sie unvernünftig und unklug und unüberlegt angehen. Dadurch werden die Schwierigkeiten nur komplizierter,  halten an und wachsen.  Also müssen Probleme rational gelöst werden."

 Die Universität ist also Ausbildungsstätte für qualifizierte denkerische Kräfte und muss bei der Lösung von Problemen des Landes die Verantwortlichen der Regierung unterstützen.  In diesem Zusammenhang führte Ajatollah als Betätigungsfelder für die Universitätsdozenten  Bereiche wie die Wirtschaft, Industrie, soziale Fragen und die Förderung der iranischen Erzeugnisse an.  In Bezug auf die Standpunkte der Dozenten und Forscher an den Universitäten in Fragen der Wirtschaft sagte er, er habe schon mehrmals einigen hohen Regierungsverantwortlichen gesagt, dass sie die Ansichten von Wirtschaftlern an den Universitäten, welche in der Presse erscheinen, in Betracht ziehen und sich darüber informieren sollten, welche Standpunkte es neben den Entscheidungen, die innerhalb des Systems, wie zum Beispiel von den  zuständigen Staatsorgane getroffen werden, gibt.  Er bezeichnete dieses Vorgehen als sehr hilfreich bei der Lösung von Problemen. Außerdem hob er die Stellung und den Respekt gegenüber den Gelehrten, Wissenschaftlern und Forschern hervor und forderte: „Ein Gelehrter sollte nicht vor dem Zimmer einer Person in leitender Position auf Einlass warten müssen, sondern diese leitende Person sollte sich an den Gelehrten mit der Bitte um Hilfe wenden.“

Dozenten melden sich in Anwesenheit des Revolutionsführers zu Wort

 

 

Revolutionsoberhaupt Ajatollah Khamenei sagte, eines der wichtigen Wirtschaftsprobleme des Landes, zu deren Lösung die Universitäten in verschiedener Hinsicht beitragen könnten, sei die Steigerung der Inlandsproduktion. Er führte folgendes Beispiel an: 

„Angenommen wir wollen feststellen, welche Dinge die Produktion von qualitativ guten Erzeugnissen behindern. Als Erstes müssen wir ja im Inland qualitativ gute Ware herstellen, um Kunden zu finden und diese Waren verkaufen zu können ... Das nächste ist die Markterschließung. Was müssen wir tun, um sowohl im Inland als auch im Ausland einen Markt für unsere Erzeugnisse zu finden?" 

Obwohl das Interesse der iranischen Bürger an dem Kauf von inländischer Waren zunimmt, hat Ajatollah Khamenei die Hochschullehrer für Psychologie und Soziologie gebeten, Vorschläge zur Förderung dieser Tendenz zu unterbreiten.

Ajatollah Khamenei betrachtete die Bemühung der Gesellschaft der Wissenschaftler um die Industrie ebenso als Voraussetzung für den wissenschaftlichen Erfolg und führte als erfolgreiches Beispiel die 20prozentige Urananreicherung für die Behandlung von einigen Krankheiten an. Die westlichen Staaten waren sich sicher, dass Iran keinen solchen Erfolg, welcher moderne Technologie erfordert, erzielen würde. Doch zu ihrer Verwunderung konnten die iranischen Forscher 20-prozentig angereichertes Uran gewinnen, so dass das Land nicht mehr vom Import dieses Produktes abhängig ist.  Das Revolutionsoberhaupt leitete aus diesem Erfolg folgenden Rückschluss ab: „Wir konnten ein solche Leistung erzielen! Warum sollten wir da nicht auch selber die Nutzung unserer Ölbrunnen steigern und warum sollten wir nicht etwas bei dem Fortschritt unserer Industrie erreichen können? Die Universitäten können also in dieser Beziehung in der Industrie einen Beitrag leisten."

Mit Hinweis auf einige soziale Probleme, bezeichnete er die Standpunkte der Universitätsdozenten als wichtig und gab Anweisung zu einer genaueren Untersuchung ihrer Vorschläge in diesem Zusammenhang.

 

Wenn sich eine  Islamische Gesellschaft innerhalb der richtigen Bahnen weiterentwickeln soll, benötigt sie Forscher und Experten, die über ihr Wissen hinaus auch hohe moralische Charaktereigenschaften besitzen.  Deshalb bezeichnete das Oberhaupt der Islamischen Revolution es als weitere Voraussetzung, dass geistige Kräfte an den Universitäten ausgebildet werden, die sich der Religion gegenüber verpflichtet fühlen.  Über die Rolle des Verstandes und des Nachdenkens im Leben sagte er:  „Es ist der Verstand, der den Menschen auf einer bestimmten Stufe die  enge Verbundenheit zu Gott (Qurb) und den wahren Ein-Gott-Glauben erreichen lässt. Auf der nächst niedrigeren Stufe verhilft er  dem Menschen zu einem islamischen Lebensstil und auf einer weiteren Stufe lässt er ihn das erreichen, was zur Regelung der materiellen Verhältnisse des diesseitigen Lebens führt.  All dies ist die Leistung des Verstandes. Der Verstand und die rationale Macht sind es, die alle diese Möglichkeiten bieten können. Die spirituelle Schulung stellt also eine Notwendigkeit dar."

Daher bat das Revolutionsoberhaupt die Anwesenden,  angesichts der Tendenz der Jugend zur Spiritualität die Stärkung deren moralischen Eigenschaften zu intensivieren. Hinsichtlich der  Attribute, die ein Student besitzen sollte, sagte er weiter: Die Universitäten müssen junge Menschen ausbilden, die gläubig sind und rechtschaffen, tatkräftig, einsatzbereit und nicht phlegmatisch, im Besitz von Selbstvertrauen, Recht und Wahrheit akzeptierend und sie einfordernd. Dies sind Eigenschaften eines besseren Menschen. Der Islam fordert einen solchen Menschen.  Er  kann  die Gesellschaft, wenn er an einen Verwaltungsposten gelangt,  in Richtung Heilung und Rettung leiten."

Ajatollah Khamenei erklärte, wie wichtig das Identitätsbewusstsein der Studenten ist und sagte: „Ein junger Mensch muss an eine Identität gelangen. Er wird in einer Gesellschaft ohne Identitätsbewusstsein,   schnell von dominanten Meinungen überrollt. Derjenige wehrt sich dagegen, der sich seiner Identität bewusst ist.  Diese Identität kann manchmal nationaler, manchmal religiöser und manchmal menschlicher Natur sein."  Ajatollah Khamenei betonte auch, dass man eindeutig in die Jugend Hoffnung setzen kann. Er sagte bei diesem Treffen der Universitätsdozenten mit ihm: "Meine Lieben!  Die Universität muss Studenten ausbilden, die hoffnungsfroh sind und optimistisch hinsichtlich der Situation des Landes und der Zukunft."

wissenschaftliche Forschung

 

Ein weiterer wichtiger Faktor, den der Fortschritt der Universitäten in den Augen des Revolutionsoberhauptes voraussetzt, bilden kontinuierliche positive Veränderungen in den wissenschaftlichen Institutionen. Ajatollah Khamenei hat unter anderem schon öfters hervorgehoben, dass man vom reinen Konsum vorliegender Wissenschaft auf die Produktion von Wissen übergehen soll.  Dabei hebt er natürlich hervor, dass er in keiner Weise die Nutzung der Wissenschaften anderer ablehnt. Jedoch sieht er einen Unterschied zwischen reiner Nachahmung und dem Erwerb von fremdem Wissen.  Also hat er bei dem Treffen der akademischen Elite gesagt:  „Wissen ist das was ihr gewonnen habt und was ihr begreifen könnt und was eurem aktiven Geist entspringt. Wir müssen die Erzeugung von Wissen anstreben. Wie lange noch wollen wir das Wissen des einen oder anderen konsumieren? Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, dass wir das Wissen der anderen nutzen, so wie wir eine Ware, die wir selber nicht besitzen und ein anderer besitzt, bei diesem besorgen und verwenden. Aber das darf nicht immer so bleiben… Manchmal wird das Wissen anderer nicht richtig  an uns weitergegeben und es kommt vor, dass  sie uns nicht ihr neues und aktuelles Wissen vermitteln…“

Zugleich lobte Ajatollah Khamenei die Fortschritte des Landes nach der Islamischen Revolution und zählte einige davon auf: „Wir haben in den Nanowissenschaften Erfolge erzielt, ebenso wie auf dem Gebiet der Stammzellen, der Atomenergie und der  Biotechnologie, auf verschiedenen medizinischen Gebieten und in den vielen  anderen Bereichen!“

Es sei daraufhin gewiesen, dass diese Fortschritte trotz der gegen Iran verhängten Sanktionen erzielt wurden und trotz der verschiedenen Art von Hindernislegung durch die westlichen Staaten erfolgten. Angesichts solcher Hindernisse sind diese Fortschritte in der Wissenschaft doppelt soviel wert.  

Gemeinschaftsgebet der Universitätsdozenten mit Ajatollah Khamenei als Gebetsimam

 

 

 

 

Jun 19, 2018 05:20 Europe/Berlin
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