Der Muslim ist ergeben vor Gott und barmherzig zu seinen Glaubensbrüdern, jedoch ist er felsenfest gegenüber den Unterdrückern. Dadurch erstarkt die Islamische Gemeinde und wird gefestigt. Die Feinde aber sind sehr verärgert über diese Wahrheit.

Der Monat Ramadan neigt sich seinem Ende zu. Wir möchten diesmal über die schöne Erfahrung des Gottvertrauens sprechen. Einige zitieren einen Abschnitt aus dem Vers 36 der Sure Zumar, Sure 39, wenn sie in Schwierigkeiten geraten sind. Dort heißt es  "الیس الله  بکاف عبده"

Wird Allah nicht Seinem Diener genügen?

 Dieser Vers flößt dem Menschen Ruhe ein.  Er vertraut Gott alle Angelegenheiten an und bittet Ihn um Hilfe.  Das Arabische Wort für dieses Gottvertrauen ist Tawwakul.  

                             

Tawwakul  bedeutet jemandem vertrauen und ihn zum Sachverwalter seiner Angelegenheit zu nehmen.  Wenn jemand in Schwierigkeiten geraten ist und das Gefühl hat, alleine das Problem nicht lösen zu können, dann wählt er einen Anwalt oder  Stellvertreter, der dies kann. Je tüchtiger und vertrauenswürdiger, ehrlicher und erfahrener  dieser Stellvertreter ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit seines Erfolges bei der Lösung des Problemes.  Wenn wir nun Gott selber zu unserem Sachverwalter und Anwalt wählen und ihm unsere Angelegenheiten anvertrauen, dann können wir sicher sein, dass Seine Hilfe genügt. Denn wenn Gott möchte, dass dem Menschen Gutes zuteil wird, kann nichts und niemand es verhindern und wenn er von einem Menschen ein Übel wegnehmen will, kann keine Macht etwas gegen Seine Allmacht tun. 

 

Wird Allah nicht Seinem Diener genügen?

Wenn der Mensch auf Gott vertraut hat er sich mit Dessen Allmacht verbunden und dies verleiht ihm Kraft. Aber das Vertrauen auf Gott soll niemals bedeuten, dass der Mensch nicht die Mittel  einsetzt , die ihm zur Erreichung seines Zieles zur Verfügung stehen. Gottvertrauen heißt nicht, dass der Mensch nur noch um Gottes Hilfe bittet und sich selber nicht anstrengt.  Jemand der auf Gott vertraut, soll die ihm zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Er ist davon überzeugt, dass Gott durch die bekannten materiellen Faktoren und auf Wegen, die er, der Mensch, selber nicht vorhersehen kann, ihm bei Erreichen seines Zieles helfen wird. Dank des Gottvertrauens fühlt sich der Mensch in der Not und bei Engpässen nicht schwach, denn ihn stärken  Hoffnung und  Optimismus.  Das Gottvertrauen ist also ein Antrieb, der den Menschen weiterbringt.  Einige haben die Situation des auf Gott Vertrauenden  mit der Beziehung eines kleinen Kindes zu seiner Mutter verglichen. Ein Kind vertraut nur seiner Mutter.  Wenn ein Problem auftritt, dann denkt es als erstes an seine Mutter. 

Die höchste Stufe des Gottvertrauens besteht darin, dass der Mensch nur noch Gott als den einzigen Sachverwalter seiner Angelegenheiten betrachtet. 

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Wir möchten  heute noch eine Stelle im Koran besprechen und zwar ist es der Vers 29 der Sure Fath, Sure 48: 

مُحَمَّدٌ رَسولُ اللَّهِ ۚ وَالَّذینَ مَعَهُ أَشِدّاءُ عَلَی الکُفّارِ رُحَماءُ بَینَهُم ۖ تَراهُم رُکَّعًا سُجَّدًا یَبتَغونَ فَضلًا مِنَ اللَّهِ وَرِضوانًا ۖ سیماهُم فی وُجوهِهِم مِن أَثَرِ السُّجودِ ۚ ذٰلِکَ مَثَلُهُم فِی التَّوراةِ ۚ وَمَثَلُهُم فِی الإِنجیلِ کَزَرعٍ أَخرَجَ شَطأَهُ فَآزَرَهُ فَاستَغلَظَ فَاستَویٰ عَلیٰ سوقِهِ یُعجِبُ الزُّرّاعَ لِیَغیظَ بِهِمُ الکُفّارَ ۗ وَعَدَ اللَّهُ الَّذینَ آمَنوا وَعَمِلُوا الصّالِحاتِ مِنهُم مَغفِرَةً وَأَجرًا عَظیمًا:

 

 

 

"Muḥammad ist Allahs Gesandter. Und diejenigen, die mit ihm sind, sind den Ungläubigen gegenüber hart, zueinander aber barmherzig. Du siehst sie sich verbeugen und niederwerfen, indem sie nach Huld von Allah und Wohlgefallen trachten. Ihr Merkmal steht auf ihren Gesichtern durch die Niederwerfung. Das ist ihr Gleichnis in der Thora. Und ihr Gleichnis im Evangelium ist das eines Getreidefeldes, das seine Triebe hervorbringt und dann stärker werden lässt, so dass sie verdicken und ebenmäßig auf ihren Halmen stehen, so dass es den Anbauern gefällt. (Dies,) damit Er die Ungläubigen durch sie ergrimmen lasse. Allah hat denjenigen von ihnen, die glauben und rechtschaffene Werke tun, Vergebung und großartigen Lohn versprochen."

 

Dieser Vers bestätigt zunächst, dass Mohammad der Gesandte Gottes ist und die Gläubigen, die ihm folgen zwei charakteristische Attribute besitzen: Zueinander sind sie barmherzig und gütig und gegenüber den Feinden sind sie hart . Sie pflegen das Ritualgebet, bei dem sie sich vor Gott verbeugen und vor ihm niederwerfen. Sie suchen nach Gottes Zufriedenheit und ihre Niederwerfung beim Gebet ist ein Zeichen für ihre Gottergebenheit und hat Spuren in ihrem Gesicht hinterlassen und wer sie sieht, erkennt ihre Gottergebenheit an diesen Spuren. Der Vers beinhaltet ein schönes Gleichnis und zwar werden die Gläubigen mit  den Sprossen von Getreide verglichen, die sich zu starken Halmen entwickeln und zur Freude und zum Staunen der Bauern zu einem dichten Feld zusammenwachsen. Diese mächtige Gemeinschaft der Gläubigen ist den  Ungläubigen natürlich ein Dorn im Auge ist.  Schließlich kündigt Gott zum Schluss des Verses an, dass er den Gläubigen, die ihren Glauben praktizieren, vergeben wird und sie einen gewaltigen Lohn bei Gott erhalten.  Aber diese Vergebung und Belohnung erfahren nur die Gläubigen, die auch rechtschaffen handeln. Wer glaubt aber keine rechtschaffenen Werke tut, ist von dieser großen Belohnung und Vergebung ausgeschlossen.

rechtschaffenes Handeln gehört zum Glauben 

 

 

Der Muslim ist  ergeben vor Gott und barmherzig zu seinen Glaubensbrüdern, jedoch ist er felsenfest gegenüber den Unterdrückern.  Dadurch erstarkt die Islamische Gemeinde und wird gefestigt.  Die Feinde aber sind verärgert   darüber, dass der Islam solche starken Menschen mit seiner Erziehung hervorbringt. Gott aber verheißt den Gläubigen für die diesseitige und die jenseitige Welt einen großen Lohn. In der diesseitigen Welt leben sie erhobenen Hauptes und genießen die Segensgaben Gottes und im Jenseits wartet das Paradies Gottes auf sie. 

                

Wenn der Monat Ramadan zu Ende gegangen ist,  stellen wir uns wieder auf den alten Nahrungsplan um und essen nicht mehr zwei sondern drei Hauptmahlzeiten innerhalb von 24 Stunden, nämlich statt Sahari und Iftar - Frühstück, Mittagessen und Abendessen.  Da die Nahrungsmengen nach dem Monat Ramadan wieder gesteigert werden, müssen wir uns vor einer Gewichtszunahme und dem Anstieg des Blutfettspiegels  hüten und einige Dinge beachten.

Übergewicht bedeutet ein übermäßiges Speichern von Körperfetten und entsteht bei Ungleichgewicht zwischen der erhaltenen und der verbrauchten Energie.  Übergewicht  ist ein Gefahrenfaktor. Es kann zu hohen Blutdruckwerten und hohen Blutfettwerten, zu Diabetes und zu Herz- und Gefäßerkrankungen und sogar zu einigen Arten von  Krebs führen.

Um eine Gewichtszunahme nach dem Monat Ramadan zu verhüten, sollte man einige Punkte in den letzten Tagen des Ramadan beachten. Zum Beispiel sollte man  in der letzten Woche des Monats Ramadans nicht mehr als in den vorhergehenden Wochen essen, denn dann wird man nach Abschluss des Monats wieder nach mehr Essen verlangen und die Gefahr des Übergewichts tritt ein.

 Ernährung im Monat Ramadan

 

Im Monat Ramadan haben wir uns gesund ernährt und der Magen hat sich an kräftige Speisen gewöhnt und daher sollte man wenigstens  eine oder zwei Wochen lang nach Ramadan die gleiche Nahrung zu sich nehmen. Einige wenden sich nach Ramadan wieder  Fast Food zu. Bei diesem fettigen Essen, nimmt das Körpergewicht schnell zu.  In der zweiten Hälfte des Monats Ramadan  sollte der Fastende sein Fasten nicht mehr mit einem sehr ausgiebigen Mahl brechen. Dr. Razeen Mahruf von der Universität Oxford sagt:  Es schadet dem Körper  ein schweres und üppiges Essen zum Fastenbrechen einzunehmen.  Er sagt: "Die wichtigste Botschaft des Gesegneten Monats Ramadan ist, die Selbstkontrolle und Läuterung der  Seele . Man sollte  am Ende eines Fastentages nicht die Selbstbeherrschung verlieren."

Wenn man nach dem Monat Ramadan üppige Mahlzeiten zu sich nimmt, dann kann es sein dass die Harnsäure und das Cholesterol ansteigen, und sich Verdauungsstörungen einstellen.  Es ist besser  in den ersten Tagen nach dem Monat Ramadan zu Mittagessen etwas Leichtes zu sich zu nehmen  wie Hühnerfleisch und Fisch . Das Essen sollte nicht so fettig sein  und  statt Angebratenes sollte man Gekochtes essen,  auch gekochtes Gemüse. Auf diese Weise stellt sich Verdauungsapparat langsam  auf das ehemalige Ernährungsprogramm um. 

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Jun 20, 2017 07:27 CET
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