Alle Denkschulen auf der Welt, ob religiöse oder politische,  machen ihren Anhängern Hoffnung auf eine gute Zukunft um sie zu motivieren. Sie  sind bei ihren  Planungen, Strategien und Taktiken nach  einer Verwirklichung ihrer Ideale bestrebt.  Von dieser Regel sind die Himmelsreligionen nicht ausgenommen,  sie sind sogar mehr als alle  anderen Denkschulen  um eine solche Vitalisierung  bemüht.

   

 

Das bedeutet zugleich:  Seitdem die Propheten Gottes ihre Bewegungen begonnen haben, hat auch ein harter und pausenloser Kampf zwischen der Front der Wahrheit und der Lüge, des Rechtes und des Unrechtes eingesetzt. Auf der einen Seite dieses Kampfes stehen die Propheten und ihre wahren Anhänger, die eine gerechte, im Zeichen des Einen Gottes stehende Gesellschaftsordnung errichten wollen, und auf der Gegenseite die unterdrückerischen Herrschersysteme, die Gott Teilhaber zur Seite stellen.  Bei dieser schicksalsentscheidenden Konfrontation  hätte die Kampfmoral der Gläubigen ohne hoffnungsfrohe Zukunftsperspektiven nachgelassen. Die Helfer der Front des Rechtes hätten verzagt und wären gescheitert.  Aber Gott hat dieser großen Gefahr vorgebeugt und durch Beistand aus dem Verborgenen und in Koranversen den Muslimen laufend  Seine Unterstützung gezeigt und den Sieg verheißen, damit sie ohne die geringste Skepsis ihren Kampf für die Verwirklichung einer guten Zukunft und die Bildung der idealen Gesellschaft fortsetzen und fest davon überzeugt  werden und bleiben, dass letztendlich die Front von Recht und Wahrheit siegen wird.

Im Vers 51 der Sure   40  (Ghafir)   steht folgende Verheißung: 

 

„Wahrlich, Wir helfen Unseren Gesandten und denjenigen, die glauben, im diesseitigen Leben und am Tag, da die Zeugen auftreten.“

                                  

Doch schickt Gott nur dann seinen Beistand und den Sieg, wenn die Kämpfer auf dem Weg des Rechtes, alle Härten auf sich nehmen,  keine Schwäche gegenüber der Front des Unrechts zeigen und entschlossen an ihren Idealen und Standpunkten festhalten. Dann kommt der himmlische Ruf, den Gott im Vers 30 der Sure 41 (Fusilat) verheißen hat, auf sie, nämlich:

„Gewiss, diejenigen, die sagen: „Unser Herr ist Allah“, und sich hierauf (gegenüber den großen Härten) standhaft zeigen: Auf sie kommen die Engel herab (und sagen): „Fürchtet euch nicht, seid nicht traurig, und vernehmt die frohe Botschaft vom (Paradies)garten, der euch stets versprochen wurde.“

 

  Gemäß dieser Regel Gottes hat Er,  sofort nachdem er den Propheten des Islams (S) ausgeschickt hatte und Hadrat-e Mohammad  seine universale Revolution einleitete und die  Mächte des Bösen zu bekämpfen begann, ihm und den Muslimen  in allen kritischen Situationen der islamischen Frühzeit geholfen. Mit seiner Unterstützung aus dem Verborgenen hat  Gott die Muslime siegen lassen. Das beste Beispiel ist die Rückeroberung von Mekka.

 

Die Munafiqin – die Heuchler – die sich nur als Gläubige ausgaben aber heimlich Unglauben hegten, haben unterdessen immer mit den Götzendienern und den feindlich gesinnten Juden kooperiert und laufend versucht, die  Muslime zu entmutigen.  Sie erklärten die  Verheißungen Gottes und des Propheten  für Lüge. Ihnen ging es zum einen darum, ihre Interessen und ihre gesellschaftliche und politische Position zu wahren und zum anderen  fürchteten sie die Macht der Feinde.

 

 Ähnlich begegnen wir passiven Stellungnahmen  seitens der  heutigen heuchlerischen Regimes von muslimischen Ländern, an denen deutlich wird, dass sie nicht im Geringsten an die göttlichen Verheißungen über den Sieg des Rechtes über das Unrecht glauben.  Sie verneigen sich vor der hohlen Macht des Imperialismus und internationalen Zionismus. Wie die Munafiqin zu Beginn des Islams stoßen sie den Dolch des Verrates und der Verbrechen in das Herz unterdrückter  und wehrloser Muslime.

Das Gegenteil zu ihnen bilden die wahren Muslime, die aufgrund ihres tiefen Glaubens an die göttlichen Verheißungen aufrecht und fest unter Ertragen der schrecklichen Verbrechen der Unterdrücker eine Front gegenüber der elenden imperialistischen Allianz bilden. Sie zeigen gegenüber der Machtdemonstration der verschworenen Feinde des Islams und ihrer Söldner“ keine Furcht.  Der Koran beschreibt ihre Reaktion  auf den Anblick der feindlichen Front. Im Vers 22 der Sure 33 (Ahzab) steht, dass sie sagen:

… Und es mehrte ihnen nur den Glauben und die Ergebung (gegenüber Gott und den Gehorsam gegenüber Seinem Propheten).“

                                     

Angesichts des anhaltenden Kampfes des Rechtes gegen das Unrecht in der Geschichte hat der Allmächtige denen, die Seinen Weg gehen, veranschaulicht, dass das Falsche vernichtet wird und die Wahrheit siegen wird . Im Vers 18 der Sure 21 (Anbiya) lesen wir:

„Aber nein! Wir schleudern die Wahrheit gegen das Falsche (und fügen ihr schwere Hiebe zu) bis das Falsche vernichtet wird.“

Der Sieg der Wahrheit und die Vernichtung des Falschen stehen unweigerlich fest. Gott weist den Propheten im Vers 81 der  Sure 17, (Isra) an:

„Und sag: Die Wahrheit ist gekommen, und das Falsche geht dahin; das Falsche ist ja dazu bestimmt, dahinzugehen.“

 

Dies soll nicht bedeuten, dass die Anführer des Unglaubens und der Heuchelei von ihren Verschwörungen und der Kriegstreiberei, Mord und Raubzügen ablassen, sondern es geht darum, dass die wahren Muslime  beim Kampf gegen das Falsche nicht in Zweifel und Resignation geraten und sich von keiner  Machtdemonstration des Feindes einschüchtern lassen. Sie können sich gewiss sein, dass das Falsche untergehen wird und die Wahrheit und ihre Anhänger siegen werden.

Gott hat schon zu Beginn der Berufung des Propheten in der Sure 48 (Fath) im Vers 28 den Sieg des Islams über alle Religionen angekündigt. Es heißt dort:

„Er ist es, der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand über alle Religionen zu geben. Und Allah genügt als Zeuge.“

Trotz dieser Verheißungen und klaren festen  Tradition Gottes,  setzen die Anführer des Unglaubens und der Heuchelei ihre feindlichen Maßnahmen gegen den Islam fort. Deshalb  hat der Koran in der Sure 61 (Saf) im Vers 8 mit Hinweis auf die feindlichen Anstrengungen der Islamfeinde  gesagt, dass diese mit allen Mitteln und ihren Möglichkeiten in der Politik und Wirtschaft, auf kulturellem und militärischem Gebiet danach streben, das lebensspendende Licht des Islams auszulöschen und seinen wachsenden Einfluss zu verhüten. Aber sie wissen nicht, dass Gott Sein Licht vollenden will und der Islam sich einmal auf der ganzen Welt ausbreiten wird. Es heißt in dem obigen Vers:

„Sie wollen gern Allahs Licht mit ihren Mündern auslöschen. Aber Allah wird Sein Licht vollenden, auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.“

 

In unserem Zeitalter wird dieser göttliche Wille durch die festen Schritte von Gläubigen umgesetzt, die den Propheten niemals gesehen haben und ebensowenig Zeuge der himmlischen Offenbarung oder der Wunder zur Zeit des Propheten  gewesen sind.  Dennoch verteidigen sie,  inspiriert von den Lehren des wahren Islams Mohammads und vom Heiligen Koran mit Leib und Seele  den Islam.  Der geehrte Prophet (S) hat einmal seinen besten Helfern gegenüber wie folgt gesagt: „Ach würde ich doch meine Brüder gesehen haben.“ Die anderen fragten: „Sind wir denn nicht deine Brüder?“  Der Prophet antwortete: Ihr seid meine Ashab (meine Gefährten)  aber meine Brüder sind jene, die (viele Jahre)  nach euch kommen, an mich glauben und mich lieben und unterstützen und bestätigen, in einer Zeit, in der sie mich nicht sehen.“ 

Und dann sagte der Prophet erneut: „Ach würde ich doch meine Brüder gesehen haben.“ (Bihar ul Anwar, Bd. 13)

Die Beschreibung des Propheten von seinen Brüdern,  die nach ihm kommen, trifft zum Beispiel aktuell deutlich  auf diejenigen zu, die  in Palästina, Syrien, Libanon, Irak, Bahrain und anderen islamischen Gebieten zum Schutz des edlen Islams des Propheten gegenüber den USA und Israel,  den Saudis und den anderen Dienern der falschen amerikanischen Islamversion mannhaft kämpfen und sich nicht auf Konzessionen einlassen.  In dieser schicksalhaften Zeit stellt sich für alle die Frage, wohin diese Konfrontation zwischen Recht und Unrecht führen wird.

Es mag sein, dass Theoretiker im Osten und Westen jeweils gemäß ihrer Weltanschauung und politischen Richtung das Ende dieses Kampfes zu ihren Gunsten erwarten. Aber zweifelsohne ist und bleibt es der Wille Gottes der über den Ausgang dieses historischen Kampfes entscheidet. Gott spricht in Sure 24 (Nur) im Vers 55:  

„Allah hat denjenigen von euch, die glauben und rechtschaffene Werke tun, versprochen, dass Er sie ganz gewiss als Statthalter auf der Erde einsetzen wird, so wie Er diejenigen, die vor ihnen waren, als Statthalter einsetzte, dass Er für sie ihrer Religion, der Er für sie zugestimmt hat, ganz gewiss eine feste Stellung verleihen wird, und dass Er ihnen nach ihrer Angst (in der sie gelebt haben,) statt dessen ganz gewiss Sicherheit gewähren wird. Sie dienen Mir und gesellen Mir nichts bei…“

                     

Der geehrte Prophet des Islams hat gemäß dem göttlichen Willen an dem historischen Tag in Ghadir  die grundlegenden Veränderungen in der Endzeit beschrieben – nämlich der Zeit, wenn die Ideale aller Propheten und der Menschheit verwirklicht werden. Er hat gesagt: „Wisset! Der Letzte Imam (Statthalter aus der Reihe des Imamats) stammt aus unserem Hause. Er erhebt sich und (sein Name) ist Mahdi, Gottes Gruß sei ihm. Wisset, dass er an den Unterdrückern Vergeltung üben wird. Wisset, dass er über alle Religionen siegt.  Wisset, dass er alle Festungen (der Unterdrücker, die scheinbar unbezwingbar waren)  erobern und zerstören wird.“

In Hoffnung auf den Tag, an dem wir mit Gottes Beistand Zeuge der Vernichtung aller arroganten Herrenmächte und der Herrschaft der Unterdrückten auf der Welt sein werden und die Welt erfüllt werden wird mit Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, Gleichheit und Menschenliebe!

 

 

 

Mar 05, 2018 21:05 CET
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