Die iranischen Inseln im Persischen Golf haben interessante Eigenschaften . Mehr darüber ganz allgemein erfahren Sie aus unserem dieswöchigen Beitrag.

Der Persische Golf stellt eine Verbindung der Anrainerländer zu Europa, Afrika und Südasien und Südostasien her. Strategisch  gesehen ist er der größte Verbindungspunkt im Mittleren Osten für diese drei Kontinente. Daher hat dieses Gewässer schon seit eh und je die Aufmerksamkeit von Mächten, und ebenso der Handelsleute auf sich gezogen.  Die Region des Persischen Golfes ist eine wichtige internationale Energiequelle. Das Gewässer gilt geografisch, politisch, strategisch und hinsichtlich Energie aber auch Geschichte und Kultur zu den bedeutenden Gewässern auf der Welt. 

Gemäß Geologen entstand der Persische Golf vor circa 500 Tausend Jahren am Rande der südlichen Ebenen Irans  und hat im Laufe der Zeit aufgrund geologischer Ereignisse seine jetzige Form angenommen.  Einige der Inseln in diesem schönen Golf wie Qischm und Kisch sind die Ausläufer des Zagros-Gebirges und andere wie Hormus und Abu Musa sind durch Salzdome entstanden.  Auf einigen Inseln ist die  Fauna sehr unterschiedlich  und sie  wurde unter Naturschutz gestellt. Auf einer Reihe von anderen Inseln sind aufgrund ihrer alten Geschichte historische Spuren  aus einer Zeit, die mehrere Tausend Jahre zurückliegt, erhalten geblieben,  und zwar aus der Zeit, in der Achämenidenherrscher Darius der Erste,   über das "Meer, welches von Persien kommt" - nämlich den Persischen Golf das Mittelmeer erreichen wollte und zu diesem Zweck befahl, den Suez-Kanal anzulegen.  

Iranische Inseln  in Hormuzgan

 

Im Persischen Golf leben zwischen den verschiedenen Inseln und an den Küsten viele interessante Tiere. Sie sind ein touristischer Anziehungspunkt. Die Inseln im nördlichen Teil des Persischen Golfes ,die sich im Besitz von Iran befinden, sind im Vergleich zu den Inseln im Süden und Nordwesten des Persischen Golfes,die zu arabischen Staaten gehören, besser bewohnbar. Eine von diesen iranischen Inseln ist Qeschm. Qeschm ist größer als 22 Länder der Welt es sind und es ist die größte nicht-autonome Insel international..  Während  einige Inseln zahlreiche Möglichkeiten für den Ausbau des Fremdenverkehrs besitzen,  sind andere gar nicht bewohnbar, weil es auf ihnen kein Süßwasser gibt.  Dennoch sind mehrere dieser  nicht bewohnbaren Insel strategisch gesehen von sehr hoher Bedeutung. Ein anschauliches Beispiel ist die Insel Tonb Kutschek . Sie eignet sich nicht zur Besiedlung  doch zusammen mit den Inseln Tonb Bozorg und Abu Musa , ist sie von besonderer Bedeutung für die Islamische Republik Iran. 

 

Von den Inseln im Persischen Golf gehören über 30 bewohnte und unbewohnte zum Iran. Einige sind deshalb nicht bewohnbar, weil sie  bei Flut überschwemmt werden. Viele der  unbewohnten Inseln bieten  den Meereskorallen einen Lebensraum , sind Nistplatz für  Seeschwalben und  die Schildkröten legen dort ihre Eier ab. Außerdem   bieten sie Zugvögeln eine Bleibe und sind von daher  international bedeutend.  Zu der iranischen Provinz Hormozgan am Persischen Golf gehören folgende Inseln:

Kish, Qischm, Tonb Bozorg, Tonb Kutschek, Abu Musa, Lavan , Schitvar, Hendurabi, Larak, Farur Bozorg, Farur Kutschek, Sirri, Hengam, Naz und Hormus. 

Unterdessen zählen folgende Inseln zu der iranischen Provinz Buschehr: 

Chark, Charku, Abbasak ,  Farsi, Nachilu, Tahmadu, Mir Muhanna, Ommolkorm oder Gorm, Scheich Karam, Shif, Motaff, Morghi,  Cheraghi, Om e Sile    und seh dandon sowie die Insel Muliat. 

 

Der südiranischen Provinz Chuzistan werden die Inseln Minu, Chur Mussa, Buneh, Dara und Qabre Nachoda zugeordnet.

   Bilder von einigen iranischen Inseln im Persischen Golf:

 

Wenn in vielen Orten im Iran noch Schnee liegt und Kälte herrscht, ist das Wetter auf den meisten Inseln im Persischen Golf angenehm milde und ausgeglichen. Es blühen Blumen und die Einheimischen und Touristen brauchen sich nicht warm anzuziehen und können das schöne Wetter genießen.

Die Insel Kisch ist wegen ihrer schönen Strände und ihrer Kais und Möglichkeiten für Wassersport seit einigen Jahrzehnten zu einem beliebten Urlaubsort für Iraner und Ausländer geworden.

Aber auch die Insel Qischm hat seit einigen Jahren die Aufmerksamkeit von Touristen, ebenso wie von Geschäftsleuten  aus dem In- und Ausland auf sich gezogen. Ihre deutliche Weiterentwicklung hat sie der außergewöhnlichen Natur zu verdanken.  Im Laufe der Geschichte haben verschiedene Ethnien und Völker diese Insel aufgesucht und dort gelebt und daher ist die Sprache der Einheimischen ein Gemisch aus Farsi, Indisch, dem Lokaldialekt und sogar Englisch.  Diese Insel ist mit ihrem Salzdom und dem Tal der Sterne (Dar-e Setaregan)und ihrem Mangrovenwald und den Korallenriffen ein kleines Paradies für Ökotourismus. Sie ist aber auch als Freihandelszone ein beliebtes Ziel. 

Zauberhafter Strand auf der Insel Qeschm

 

Iran hat  über die Inseln Kisch und Quischm hinaus auch  mit dem Ausbau  weiterer seiner Inseln im Persischen Golf für Tourismus und Handel begonnen.  Aber eine optimale Weiterentwicklung im Persischen Golf und aller seiner Anrainerstaaten setzt voraus, dass alle diese Länder akzeptieren , dass sie diese Region in ein weiter entwickeltes und wohlhabenderes Gebiet umwandeln können, wenn sie nicht auf die falschen Behauptungen von Fremdmächten hören und nicht auf deren Provokationen eingehen.   Außerdem warnen die Umweltexperten schon seit längerem vor der starken Verschmutzung des Persischen Golfes. Dieses Gewässer ist durch Ausströmen von Öl und durch Ölprodukte chemisch verschmutzt worden  und dazu kommen noch Verunreinigungen durch menschlichen Aktivitäten.  Doch im Vergleich zu den militärischen Aktivitäten in diesem Golf sind das noch geringe Schäden. Experten sagen, der einzige Weg zur Rettung der einmaligen Lebewesen, die es im Persischen Golf gibt, ist die Verwandlung  dieses Gewässers in ein Gebiet des Friedens und der Abzug der fremden Militärkräfte aus dieser Region.   

 

 

Apr 15, 2018 08:11 CET
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