Hörerpostsendung am 13. Mai 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Liebe Hörerfreunde herzlich willkommen. Heute ist bei Ihnen MUTTERTAG. Wenn wir auch nicht viele weibliche Hörerfreunde haben, so wissen wir doch, dass oft die Damen unserer Hörer- und Hobbyfreunde auch öfter mal mit hineinhören oder freiwillig oder unfreiwillig in das Hobby Ihres Ehepartners miteinbezogen sind.

Auf jeden Fall grüßen wir alle Damen, die selbst oder über Ihre Männer mit unserem Sender verbunden sind, ganz herzlich zum heutigen Ehrentag. Gerne möchten wir auch einige Namen nennen, damit es persönlicher wird, und wir bitten gleich im Voraus diejenigen, die vielleicht nicht genannt wurden, dies zu entschuldigen.

Unsere herzlichsten Glückwünsche gehen an Monika Kuhn, Gisela Grüter, Erika Lesser,  Gisela Herrmann, Martina Pohl, Felicitas Haring, Brunhild Fuhs, Ute Lindner,  Marise Willschrey, Christiane Winkler, Jutta Przystupa, Birgit Denker, und all die anderen, die wir namentlich nicht kennen.

Nachdem jahrzehntelang in den sogenannten modernen Gesellschaften die Arbeit von Frauen und Müttern, die nicht berufstätig waren, herabgewürdigt wurde, merkt man doch seit einiger Zeit wieder die Versuche der Wertschätzung  für die Leistungen von Frauen und Müttern, die sie im Haushalt und bei der Kindererziehung vollbringen. Vielleicht sind die Beweggründe für diese Besinnung darauf zurückzuführen, dass immer auch mehr Männer als Hausmänner fungieren und dadurch feststellen können, wie vielseitig, stressig und arbeitsreich das Leben einer Hausfrau und Mutter ist.

Bevor wir mit den Hörerzuschriften beginnen,  wollen wir deshalb kurz aus einer Mail, die bei uns in die Mailbox gekommen ist, vorlesen:

„Die Redaktion des Vergleichsportals Warenvergleich.de hat ausgehend von den Durchschnittsgehältern der vielfältigen Tätigkeiten einer Mutter berechnet, wie viel sie in einer gerechteren Welt verdienen müsste: 

Wenn die Arbeit einer Mutter wie auf dem offiziellen Arbeitsmarkt entlohnt würde, müsste sie monatlich ca. 7605 Euro brutto verdienen!

Eine Mutter hat einen 14-Stunden-Arbeitstag. Das sind 98 Arbeitsstunden pro Woche – schon allein deswegen müsste sie deutlich mehr Gehalt bekommen als der Durchschnittsangestellte.

In die Auswertung flossen die Arbeit als Erzieherin, Köchin, Raumpflegerin, Geschäftsführerin, Psychologin, Chauffeurin, Kinderkrankenschwester und Lehrerin ein.

Zur Berechnung wurde das Durchschnittsgehalt der jeweiligen Tätigkeit in Deutschland herangezogen.

 

Ob eine Mutter mit einem 14-Stundentag zurecht kommt ist auch noch anzuzweifeln. Eine Mutter muss 24 Stunden abruf- und einsatzbereit sein. In welchen Berufen kommt so etwas noch vor?

Hoffen wir, dass die Wertschätzung der Arbeit von Frauen und Müttern weiter steigt und sich das Negativimage dieses Allround-Berufes wieder verbessert und man sich in den oberen Etagen der Politik mal mehr Gedanken macht, da in versicherungstechnischen Angelegenheiten etwas zu ändern. Und das weltweit!

Nun aber zur Hörerpost. Aus gegebenem Anlass wollen wir zuerst die Mails unserer lieben Hörerfreundin Martina Pohl vorlesen, die in der letzten Zeit bei uns eingegangen sind. Bei Frau Pohl bedanken wir uns auch für die vielen Empfangsberichte, die sie uns im April und Anfang Mai geschickt hat. Sehr erfreulich ist die bei ihr wieder gut gewordene Empfangsqualität seit der Frequenzumstellung. Über die 7300 kHz hat Frau Pohl nur noch SINPO-Werte von 4 und 5, beim letzten Empfangsbericht vom 8. Mai schrieb sie sogar von Ortssenderqualität.

Jetzt also die Mails, die uns Frau Pohl geschrieben hat:

„Liebe Redaktion von IRIB,Die Sendereihe „Auf den iranischen Inseln im Persischen Golf“ hört sich interessant und spannend an. Die ersten drei Folgen habe ich mir in Ruhe auf ihrer Website durchgelesen. Gestaunt habe ich, dass 22 Länder auf der Welt jeweils kleiner als die Insel Qeschm sind.Herzliche Grüße Eure Martina“

Schön Frau Pohl, dass Sie bei uns wieder etwas Neues erfahren konnten.

Mitte April gabs auch einen Wetterbericht von Frau Pohl:

„Liebe Redaktion von IRIB,die Temperaturen steigen nun immer mehr an. Blauer Himmel und viel Sonnenschein erwarten uns am Wochenende. Allerdings ist laut Wettervorhersage Anfang nächster Woche auch mit einigen Gewittern zu rechnen.Viele Grüße Martina“ 

In ihrer nächsten Mail kommt Frau Pohl aber zu einem sehr aktuellen, die Welt bewegenden Thema. Zunächst aber eine kurze Musik.

„Liebe Redaktion in Teheran,

vor zwei Jahren konnte der Streit um das Atomabkommen beigelegt werden, weil eine Einigung aller Seiten nach mühevollen und zähen Verhandlungen endlich zufriedenstellend verlaufen war. Die Umsetzung des Atomabkommens wurde begrüßt. Man sprach von einem Sieg der Diplomatie. Obama feierte dies als historischen Fortschritt. Die 5 UN-Vetomächte und Iran haben im Nuklearabkommen einen außergewöhnlichen Schritt in die richtige Richtung gemacht, hieß es.Kritik hagelte es vermehrt von den Republikanern und auch Netanjahu warnte sogleich vor den Gefahren dieses Deals.Mittlerweile sind zwei Jahre ins Land gezogen und Präsident Trump verbreitet mit seinem geplanten Vorgehen große Unruhe und Unsicherheit, was das Atomabkommen betrifft. Für ihn ist es das schlechteste Abkommen aller Zeiten. Er will es sozusagen vom Tisch haben. Mit Israel, wichtigster Verbündeter der USA, ist er sich diesbezüglich einig.Meiner Ansicht nach ist es falsch, das Abkommen in Frage zu stellen. Ich glaube, die IAEA überwacht sowieso bis zu 25 Jahre lang die nuklearen Aktivitäten. Iran muss verschärfte Kontrollen zulassen. Das ist auch in Ordnung. Bis jetzt gab es meines Wissens auch keine Vertragsverletzungen.Man kann sagen, dass Verträge mit einem mittel- oder langfristigen Ziel geschlossen werden, damit es für die beteiligten Parteien eine Planbarkeit gibt. Deswegen sollte man Verträge nicht willkürlich abändern. Wenn man Änderungen zu einem bestehenden Vertrag wünscht, dann sollte dies in beiderseitigem Einvernehmen verhandelt und nicht einseitig bestimmt werden. In einer Demokratie einigt man sich. In einer Diktatur wird einseitig bestimmt, ohne Rücksicht auf Verluste.Ich bezweifele, dass sich Trump noch eines Besseren besinnt, aber es zeigt uns auch deutlich, dass sich der gegenwärtige US-Präsident wieder einmal wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt. (Wobei man damit den Elefanten unrecht tut, denn Elefanten sind sehr vorsichtige und umsichtige Tiere, die genau wissen, dass sie mit ihrer Masse und Kraft viel Unheil anrichten könnten.)Viele Grüße sendet Martina“

 

Die vorherige Mail stammte noch von vor der Entscheidung des US-Präsidenten. Als diese dann gefallen war, schrieb Frau Pohl gleich noch einmal:

„Liebe Redaktion von IRIB,man hat es ja schon geahnt, als am Abend die Nachrichten vorgelesen wurden. „Der amerikanische Präsident hat das Atomabkommen aufgekündigt“. Israel und Saudi-Arabien begrüßen Trumps Entscheidung. Bedauern und Fassungslosigkeit auf Seiten der EU, Russlands aber auch Chinas. Deutschland bleibe dem Abkommen verpflichtet, äußerte sich Merkel am nächsten Tag.Ich finde, es ist eine Ohrfeige für alle Beteiligten, die sich 12 Jahre lang intensiv um eine Einigung im Atomabkommen bemüht haben und was als großer Erfolg gewertet werden konnte. Dieses Abkommen war meines Erachtens ein Schritt in die richtige Richtung. Die Diplomatie hatte am Ende gesiegt, die Spannungen beider Seiten waren wieder gelegt. Ein wesentlicher Schritt nach vorne war getan. Sanktionen gegen Iran wurden im Gegenzug gelockert. Irans Erdölexporte haben sich verdreifacht. Mittlerweile haben viele europäische Unternehmen wieder gute Geschäftsbeziehungen mit Iran. Dies könnte sich aber bald ändern. Trump hat auch den Ländern Sanktionen angedroht, welche gegen die neu zu verhängenden US-Sanktionen verstoßen. Die Bedeutung des Abkommens legt Trump nun zur Akte ‚Vernichtung‘. Er schafft es immer wieder nur Unruhe und noch mehr Unsicherheit durch sein negatives Handeln zu schüren. Ich hoffe trotz allem, dass die iranische Regierung darauf möglichst besonnen reagieren wird und nicht zu einem Gegenschlag ausholt. Iran sollte weiterhin den EU und Nicht-EU-Ländern zeigen, dass es gesprächs- und diplomatiebereit bleiben wird. Dabei finde ich es sehr erfreulich, dass sich die Schweiz nicht davon beeindrucken lässt, und die Einladung des iranischen Präsidenten Rohani trotzdem aufrecht erhält.Viele Grüße von Eurer Martina“

Vielen Dank liebe Frau Pohl für Ihre Beiträge zu unserer Hörerpostrunde.

Auch  Danke für diesen Fernsehtipp, den wir hiermit gerne an die anderen Hörerfreunde weiter geben:

„Am Dienstag, den 15. Mai 2018, gibt es auf dem deutsch-französischen Kulturkanal „arte“ einen Themenabend Iran. Dabei geht es um 20:15 Uhr um das Atomprogramm und um 21:10 folgt ein Beitrag über den Wassernotstand.“

Natürlich haben sich auch noch andere Hörerfreunde zum Thema Atomabkommen gemeldet. Unser Hörer Stephan Lipsius schrieb dazu:

 

„Sehr geehrte Redaktion, liebe Freunde,  

Mit Entsetzen habe ich die gestrigen Nachrichten aus den USA mit der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump vernommen, einseitig aus dem internationalen Atomabkommen mit der Islamischen Republik Iran auszusteigen. Mir ist in diesem Zusammenhang völlig unklar, welche Vorteile sich die USA von diesem Schritt erhoffen. Der heute bereits vermeldete weltweite Anstieg der Öl-Preise ist vermutlich lediglich ein erster Vorgeschmack auf die globalen ökonomischen Folgen, die diese Entscheidung noch nach sich ziehen wird. 

 

Die Vorwürfe des US-Präsidenten, der Iran betreibe eine "Destabilisierungspolitik" im Nahen und Mittleren Osten sind zudem völlig absurd. Die blutigen Ereignisse im Jemen, wo das mit den USA verbündete Saudi-Arabien einen schmutzigen und blutigen Krieg auf dem Rücken der fürchterlich leidenden Zivilbevölkerung betreibt, seien an dieser Stelle nur kurz erwähnt. Und ob es sich bei der vom Iran im Libanon mehr oder weniger offen unterstützten Hisbollah um eine "Terrororganisation" handelt, wie vom Westen stets behauptet, sollte man wohl auch sehr kritisch hinterfragen. Insofern kann man nur hoffen, dass sich die anderen fünf Unterzeichnerstaaten, nun ohne die USA, zusammen mit dem Iran weiterhin an das Abkommen gebunden fühlen und die entsprechenden Bestimmungen einhalten werden. Entsprechende Äußerungen des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani deuten ja auch bereits in diese Richtung. Soweit für heute,  

herzliche Grüße sowie alle guten Wünsche aus Kassel, Ihr Stephan Lipsius“ 

Auch Ihnen lieber Herr Lipsius besten Dank für Ihren Beitrag.                                              

 

Zum Thema Atomabkommen und Verhalten der USA hatte unsere Öffentlichkeitsabteilung kurz vor der „Trump-Entscheidung“ eine Stellungnahme von einigen Hörerfreunden erbeten. Hier nun die Antworten einiger Hörerfreunde. Zunächst die Mail von Michael von der Heyde in Norditalien: 

„Sehr geehrtes Team von IRIB.

Jeder Mensch, der am Weltfrieden und einem guten Miteinander aller Völker interessiert ist, kann das Verhalten der USA und seiner abhängigen Verbündeten (Israel, Saudi-Arabien und andere)  nur als inakzeptabel empfinden. 

Die USA wenden ihr Rechtssystem wie sie es brauchen an: Der Beschuldigte  muss seine Unschuld beweisen, und ihre Lobby nutzt das gnadenlos aus und sie argumentieren damit, dass sie immer Recht haben. Wer nicht in ihre Vorstellungen passt ist der "Böse und Terrorist". 

Es würde den Rahmen sprengen alle Argumente hier aufzuführen  die gegen die USA und ihre "Verbündeten " sprechen, es sind einfach zu viele. 

Leider übernehmen noch zu viele Menschen aus Bequemlichkeit die Meinung die ihnen in der Presse vorgespielt wird. Fakt ist: Die IR Iran hält sich an das Übereinkommen, das mit der G5 + 1 abgeschlossen wurde und ich kann nur hoffen und wünschen dass die EU sich auch daran hält und nicht vor der US - Politik einknickt, und sich auch nicht von  den Argumenten eines Ministerpräsidenten Netanjahu, der diese sehr theatralisch vorgetragen hat, beeinflussen lässt.

Lasst uns auf die realen Fakten achten, lasst uns endlich erkennen, dass der Feind des Weltfriedens NICHT in Teheran sitzt, lasst uns Teheran unterstützen in dem Bestreben den Nahen- und Mittleren Osten endlich zu Frieden und zu einem "Miteinander" zu bringen und damit auch den Weltfrieden zu stabilisieren, das ist unser aller Zukunft.  

Präsident Trump muss erkennen, das "grosse Dummheiten" keinen "grossen Staatsmann" machen, sondern dass das Lernen aus gemachten Fehlern einen "grossen Staatsmann" auszeichnet. 

Mit freundlichem Gruss Michael von der Heyde“ 

Wir bedanken uns bei Herrn von der Heyde vielmals für seine Meinungsäußerung.

                                               

Eines unserer Geburtstagskinder der letzten Woche – Karl-Heinz Grüttner – hat sich auch viel Zeit genommen und seine Meinung zu diesem Thema in einer langen Mail festgehalten: 

„Hallo liebes Team der Hörerpostabteilung von IRIB,

bezugnehmend auf Ihre Mail vom 1. Mai 2018 möchte ich hiermit meine persönliche Meinung zum Verhalten der USA gegenüber ihren Verpflichtungen aus dem internationalen Atomabkommen -JCPOA- der G5+1 mit Iran äußern.

Um es kurz zu machen, die Ankündigung der USA, aus dem über viele Jahre verhandelten und unterzeichneten Atomabkommen zwischen Europa, der USA und Iran einfach auszusteigen, ist ein politischer Affront, stellt die Glaubwürdigkeit der USA in Frage und beweist einmal mehr die zunehmend aggressive außenpolitische Ausrichtung der USA!

Sollte der Vertrag einseitig durch die USA gekündigt werden, dann macht der ganze Vertag keinen Sinn mehr. Ich kann gut verstehen, dass Iran angemessen reagieren wird. Wie sollte sich denn die iranische Regierung auch sonst verhalten? 

Sehr gut in diese aktuell politischen Rahmenbedingungen passt die erst kürzlich medienwirksame Präsentation angeblicher Beweise für ein geheimes iranisches Atomwaffenprogramm durch Israels Ministerpräsident Netanyahu. Der Zeitpunkt der Präsentation ist dabei durchaus kein Zufall und wurde natürlich vor der endgültigen Entscheidungsfindung durch US-Präsident Trump am 12. Mai gewählt.  Erfundene Lügen durch Geheimdienste sind ja auch nicht unbedingt etwas Neues. Die EU zeigt sich hingegen skeptisch. Auch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte, es gebe "keine glaubwürdigen Hinweise" auf ein iranisches Atomwaffenprogramm nach 2009. Dies erklärte ein IAEA-Sprecher in Wien.

Aber bedauerlicherweise gibt es die EU-Länder, die sich allzu gerne den USA immer wieder anbiedern und gern, bewusst oder unbewusst, auf US-amerikanische Erpressungsversuche hereinfallen. Leider gehört dazu auch Deutschland. Und der neue Außenminister Maas argumentiert schon eifrig in die entsprechende Richtung, dass Atomabkommen nachverhandeln zu wollen. Angeblich um es zu retten. Das ist nicht nur bedauerlich, es ist ein Schritt in die falsche Richtung. Immer wieder hört man von der neuen (alten) Bundesregierung, dass die EU außenpolitisch geeint auftreten müsse. Im Falle des Atomabkommens könnten es die EU-Länder beweisen. Allerdings sollen die EU-Länder, so nach dem Wunsch von Herrn Maas, nicht geeint für die Beibehaltung des de facto Atomabkommens sein, nein - das Gegenteil ist der Fall. Europa soll nun auf einmal geeint für Nachverhandlungen sein! Ganz im Interesse der USA. Dies ist mit vielen            EU-Ländern natürlich nicht zu machen.

Das bestehende Atomabkommen muss unverhandelbar bleiben! Und nur so kann es sein! Wem sollen Verträge nützen, in denen man mal hier und da Passagen kürzt, außer Kraft setzt, streicht oder nachverhandelt.

Weiter heißt es im Brief von Herrn Grüttner:

 „American first“ – dieser unzeitgemäße und egoistische Slogan Trumps bekommt zunehmend auch Deutschland zu spüren. Die USA kennen keine Freunde, sondern nur Gegner und Vasallen. Das ist ein Fakt der Geschichte. Das jüngste Beispiel für ganz offensichtliche Erpressungsversuche der USA gegenüber Deutschland um eigene wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, ist der Versuch das russisch-deutsche Erdgasprojekt ‚Nord Stream 2‘ zum Scheitern zu bringen. Die USA machen kein Geheimnis daraus, ihr billiges Fracking-Gas soll in großen Mengen nach Europa verkauft werden. So auch nach Deutschland. Die Anti-Russlandhetze läuft gerade auf Hochtouren um Fakten zu schaffen, um weitere Boykottmaßnahmen gegen deutsche Firmen und Banken zu rechtfertigen, die in dieses Projekt involviert sind. Bei Russland-Feinden in Deutschland und in anderen EU-Staaten rennt dabei die aggressive US-amerikanische Politik offene Türen ein. Das ist ganz schlimm, wie die gesamte weltpolitische Lage sich zunehmend verschlechtert. 

Obwohl Deutschland bei den Rüstungsausgaben, als relativ kleines Land, weltweit auf Platz neun steht, wird durch die USA und die Nato zunehmend Druck ausgeübt, selbst diese enorm hohen Rüstungsausgaben um ein Vielfaches zu steigern. Übereifrig hat sich natürlich sofort die Merkel-Regierung bereit erklärt die Rüstungsausgaben von derzeit ca. 1,2 Prozent auf 2 Prozent des Bruttoinlandproduktes zu steigern. Dies wird gern mit früheren Zusagen an die Nato begründet. Natürlich wird für höhere Rüstungsausgaben in Deutschland auch kräftig die Werbetrommel gerührt. Tagtäglich wird dem Otto-Normal-Verbraucher suggeriert, dass unsere Bundeswehr unterentwickelt ist und, man höre und staune, doch tatsächlich eigentlich nur ein Haufen Schrott ist. Das muss ja dann auch jeder Bürger einsehen, dass man in dieser Frage handeln muss. Und überhaupt – Deutschland muss doch schließlich seine Bündnisverpflichtungen erfüllen. Dazu kommen immer mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr mit ungewissem Ausgang.

Dabei eskaliert doch der weltweite Rüstungswahnsinn zunehmend immer mehr. Wo soll das noch hinführen? 

Um noch einmal auf das Atomabkommen zurückzukommen.

Sollten die USA das Atomabkommen tatsächlich kündigen, dann wird die weltpolitische Lage noch unsicherer und die Kriegsgefahr steigt weiter. Ein vielleicht interessanter Nebeneffekt: Mit den USA eng verbündete Staaten werden es registrieren und daraus lernen. Die politische Verlässlichkeit der USA wird immer mehr in Frage gestellt. Verschiedene Kurdenmilizen und die Türkei haben das wohl schon lange erkannt.  

Ihnen alles Gute wünschend verbleibe ich mit sonnigen Grüßen aus Deutschland als Ihr Hörer Karl-Heinz Grüttner.

Herzlichen Dank auch Ihnen lieber Herr Grüttner, dass Sie sich die Zeit genommen und uns Ihre wertvolle Stellungnahme zugesendet haben. Wir freuen uns auch, dass unsere aktuelle QSL-Karte bei Ihnen eingetroffen ist. 

Nun folgt noch die Stellungnahme von Dietmar Wolf, die kürzer aber nicht weniger deutlich ausgefallen ist. 

„Liebe Freunde in Teheran. 

Gerne möchte ich Ihnen meine Gedanken zum Atomabkommen -JCPOA- der G5+1 mit Iran mitteilen. Natürlich sollten sich die USA an Verträge halten.Kann man den USA vertrauen? Man denke an den US-Krieg gegen den Irak wegen chemischer Kampfwaffen. WO SIND DIESE? bis heute nicht gefunden!!! Man hatte Beweise. AHA???? 

Man hatte Beweise für einen Giftgasangriff in Syrien, deshalb kam es zu einem US-Angriff mit den Briten und den Franzosen. JA WO SIND NUN DIE BEWEISE?

FAKT IST, die USA agiert auch gerne ohne UN-Mandat, damit sind die VERGEHEN ohne Beweise eigentlich aus meiner Sicht Kriegsverbrechen!!!

Zu guter letzt ist jetzt Israel dran ... und hat Beweise für ein Vergehen der Iraner....... Immer diese Beweise!!!!

Liebe Freunde in Teheran Sie wissen was ich nun denke...... aber ich bin machtlos.... 

Liebe Grüße Ihr Stammhörer Dietmar Wolf “ 

Auch Ihnen schönen Dank lieber Herr Wolf.

 

Wir haben heute unsere Sendezeit überzogen, jedoch war es uns wichtig, die Meinungen unserer werten Hörerfreunde vorzulesen zu einem Thema, das die Welt derzeit stark bewegt.

Mit unserem abschließenden Musikstück verabschieden wir uns nun von Ihnen und wünschen allen einen schönen Ausklang des Muttertages.

Hoffen wir gemeinsam, dass die Welt in der vor uns liegenden Zeit nicht weiter kriegerischer, sondern friedlicher wird.

Damit bis zum nächsten Mal  - Khoda hafez – Gott schütze Sie.

Mai 15, 2018 08:57 CET
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