Hörerpostsendung am 20. Mai 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Die Ausgießung des Heiligen Geistes wird bei Ihnen liebe Hörerfreunde gerade gefeiert, also das Pfingstfest. Wie es heißt, wurden die 12 Jünger Jesu beim jüdischen Schawout-Fest vom Heiligen Geist Gottes erfüllt und sie konnten alle in fremden Sprachen zu den Menschen reden.

Bei uns „normalen“ Menschen ist das nicht so einfach, und es ist den meisten von uns oft nur mühsam und in einem längeren Prozess möglich, eine fremde Sprache zu lernen.

Zum Sprachunterricht in Iran hatte unser österreichischer Hörerfreund Paul Gager vor Kurzem eine ARD-Teletext Meldung gefunden, gleich lesen wir sie vor.

Am 21. April fragte Herr Gager, ob diese Meldung vielleicht von Interesse sei:

ARD-Teletext meldet: Iran: Russisch als Schulfach Die Islamische Republik Iran will demnächst die russische Sprache als Schulfach einführen. "Wir wollen den exklusiven Status der englischen Sprache brechen und neue Sprachen wie Russisch in unser Schulsystem einführen", sagte Bildungsminister Mohamed Bothaei bei einen Treffen mit Mitgliedern des Bildungsausschusses des russischen Parlaments in Moskau. Im Gegenzug könnte Russland die persische Sprache als Schulfach einführen, sagte Bothaei nach Angaben der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA am Freitag. „Anmerkung/bzw.Hörerfrage: Deutsch als Schulfach im Iran wurde noch nicht angedacht? Wird der Ölexport noch in US-Dollar abgerechnet oder schon in einer anderen Währung? Mit neugierigen Grüßen  Paul Gager Wien“Lieber Herr Gager, heute können wir Ihnen da noch keine konkreten Auskünfte geben. Von einer Idee bis zur Planung und Umsetzung braucht es immer ein Stück Zeit. Deutsch gehört sicher auch zu den Sprachen in einer engeren Auswahl diesbezüglich. Wir werden Sie und die Hörerfreunde bestimmt über unsere Nachrichten bezüglich derartiger Änderungen informieren.

Sicherlich wird sich Iran in nächster Zeit auch weiterhin um eine Abkoppelung und Unabhängigkeit vom Dollar  bemühen, man muss nun die Entwicklungen und Verhandlungen mit den Europäern im Zusammenhang mit dem Atomabkommen abwarten.

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Pfingstzeit und kommen jetzt zu unserer gesegneten Ramadanzeit, denn dazu haben wir auch Post bekommen.

Unser aufmerksamer Hörerfreund Stephan Lipsius in Kassel hat uns auch in diesem Jahr wieder gratuliert:

 „Sehr geehrte Redaktion, liebe Freunde, 

zum gestern, am 16.05.2018, begonnenen Fastenmonat Ramadan sende ich erneut allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Ihres deutschsprachigen Programms meine herzlichsten Grüße und Glückwünsche in den Iran. Möge der Fastenmonat auch dieses Jahr als Quelle der Erneuerung und Festigung des Glaubens sowie zur Stärkung der familiären Beziehungen dienen.  

Leider verheißt die Nachrichtenlage aus dem Nahen und Mittleren Osten zu Beginn des Ramadans weiterhin nicht viel Gutes. Zu allem Überfluss wurde nun auch noch die US-amerikanische Botschaft in Israel nach Jerusalem verlegt, was als bewusst geplante Provokation gemeint sein dürfte. Die USA tun sich mit dieser Entscheidung zudem auch selbst keinen Gefallen, zumal sie sich mit dieser auf absehbare Zeit als Ansprechpartner für die Palästinenser vollkommen disqualifiziert haben. Es ist wirklich ein politisches Trauerspiel! 

Noch einmal alle guten Wünsche zum Ramadan sowie herzliche Grüße, Ihr Stephan Lipsius“

 

Herzlichen Dank lieber Herr Lipsius für die guten Wünsche. Wie recht Sie haben mit den Ereignissen im Nahen und Mittleren Osten.

Vor allem für die Muslime in Palästina war es wieder ein schlimmer Beginn des Fastenmonats nach den blutigen Ereignissen im Gazastreifen. 

Die hohen Wellen, die der Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen und die Anerkennung von al-Quds (Jerusalem) als Hauptstadt des israelischen Regimes geschlagen hat, sind noch nicht abgeklungen, und auch in unserer Hörerpost schlägt sich das weiterhin nieder.

 

„Liebe Freunde in Teheran!

Wirklich überraschend kommt die derzeitige Geisterfahrt der USA nicht. Dennoch verursacht der Ausstieg aus dem Atomabkommen mit dem Iran weltweit Entsetzen, Wut, Frustration und Enttäuschung.

Einer der wichtigsten diplomatischen Verträge der letzten Jahrzehnte wird mit einem Federstrich als beendet erklärt. Eine stichhaltige Begründung dafür wird nicht geliefert. Als einziger Grund bleibt, dass dieser "Deal" von dem Amtsvorgänger von Donald Trump unterzeichnet wurde. Das reicht der USA als Begründung, um aus dem Abkommen, dass die Welt sicherer und friedlicher gemacht hat, auszusteigen. Einen Parlamentsbeschluss dazu gibt es nicht.

Bleibt zu hoffen, dass die iranische Diplomatieoffensive Erfolg haben wird und China, Russland sowie die EU-Länder sich weiterhin zu dem Atomabkommen bekennen. Allerdings ist zu befürchten, dass die USA die europäischen Länder wirtschaftlich erpressen werden, damit die Vereinbarung scheitert und die Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt werden. All diese Maßnahmen stärken nur die Hardliner.

Der amerikanische Präsident zeigt sich einmal mehr als Spalter, nicht als Versöhner. Insbesondere die Beendigung der Friedensdiplomatie im Nahen Osten bedeutet erneutes, unsägliches Blutvergießen in den palästinensischen Gebieten sowie weitere Armut und Verzweiflung bei der Bevölkerung der betroffenen Länder in der Region.

Weiter schreibt Herr Hoffmann: 

Ich bin froh, dass das deutsche Programm aus Teheran weiterhin auf Kurzwelle gesendet wird. So erhalten wir Radiohörer einen umfassenden Überblick über die derzeitige politische Situation im Nahen und Mittleren Osten. 

Wie Sie meinem Hörbericht vom 9. Mai entnehmen können, ist der Empfang der Abendsendung von IRIB Teheran fast ohne Störungen, so dass das Zuhören problemlos möglich ist. Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken. 

Anbei ein Foto von mir an der Sendestation "Vulkan Irazú" in Costa Rica auf ca. 3500m Höhe, aufgenommen im März 2018. 

Es grüsst Sie herzlich mit den besten Wünschen, Ihr Hörer Jörg-Clemens Hoffmann“

Wir danken Herrn Hoffmann für seine wertvolle Stellungnahme und freuen uns über die SINPO-Werte 4-4-4-3-3 in Alsbach-Hähnlein. Besten Dank auch für das interessante Foto von Ihrer Reise nach Costa Rica. Vielleicht können Sie auch einmal in naher Zukunft den Sendemasten in Iran einen Besuch abstatten!? Wir würden uns freuen.

Wenn es um so bedeutende politische Ereignisse geht, wie derzeit mit dem Atomausstieg der USA, und anderen brisanten politischen Entscheidungen, da rumort es auch in unserem Hörerfreund Helmut Schafheitle in Singen, und er hat deshalb seine Gedanken zu Papier gebracht und nach Berlin geschickt. Und wir werden sie nun vorlesen:

„Sehr geehrtes Redaktionsteam,

unser Land braucht gute Beziehungen zu Ihrem Land. Vieles dürfte da noch entwicklungsfähig sein im beiderseitigen Interesse.

Die neuen US-Dekrete der dortigen Administration stoßen beinahe überall auf Kritik und Ablehnung, außer bei Israel. Man konnte es ja schon in der Vergangenheit erfahren, wohin eine fehlgeleitete US-Politik geführt hat, z.B. im Irak und in Vietnam.

Die zeitgenössische Welt braucht eine Zukunft, deren Geschöpfe nicht ständig von Kriegen gepeinigt werden. Man muss die Zerrissenheit und sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe, Religion und Weltanschauung überwinden, damit auch den künftigen Generationen gute Lebens-möglichkeiten gewährleistet werden können.

Auch weiterhin wünsche ich Ihnen viele gute Sendungen und verbleibe

Mit freundschaftlichen Grüßen  Helmut Schafheitle.

Danke auch für den IRIB-Kartengruß“

Wer Herrn Schafheitle kennt, der weiß, dass diese Worte noch nicht alles gewesen sein können. Und richtig, zwischen seinen Empfangsberichten vom 1., 5. und 10. Mai kommen die weiteren Zeilen die er sich von der Seele geschrieben hat:

„Die US-Administration bricht gegenwärtig internationale Vereinbarungen einseitig und nötigt die EU diesem Vertragsbruch zu folgen. Das nennt man Erpressung. Wann  lernt man in den USA aus den verschiedenen Fehlentwicklungen?! Man muß sich erhebliche Sorgen machen darüber.

Mein Wunsch an Ihr Land:  Setzen Sie bitte Ihre ganze Kraft für den Frieden und für die Liebe ein, auch gegenüber Völkern anderer Religionen. Die traditionellen Wertvorstellungen zwischen Ihrem großen Land und Europa könnten wohl unterschiedlicher kaum sein. Dennoch sollte alles dafür getan werden, damit auch unsere künftigen Generationen gute Lebensmöglichkeiten haben in Harmonie mit der natürlichen Schöpfung.

Für ca. 8 Milliarden Menschen auf der Erde kann es unmöglich ein grenzenloses Wachstum geben, weil sonst die ökologische Balance des Planeten Erde irgendwann implodieren würde. Ist das so schwer zu verstehen? Die zeitgenössische Menschheit braucht einen neuen und anderen Lebensstil, der durch mehr Bescheidenheit geprägt ist.

Nach Auffassung des Neoliberalismus, der viele Köpfe der Regierungen, Parlamente und der Wirtschaftsredaktionen, nicht nur in der westlichen Welt, beherrscht und ihren Verstand benebelt, wäre der einzige Weg nur ein solcher, der auf dem Nützlichkeitsprinzip beruht. Das sieht man derzeit auch an den Umtrieben der US-Administration. Dort in den USA ist man nicht dazu imstande, auch ein anderes Existenzfundament anzuerkennen.

Der Geist, die Art und Weise wie ein Volk sich selbst einen Weg bahnt, wird somit lediglich des Erfolgs wegen verfälscht und soweit degradiert, dass er nur noch als Instrument in fremden Diensten gebraucht wird. Das wird dann für das Eigentliche gehalten, gerade auch in den USA.

Diesbezüglich betrachtet, verbleibt mitunter von dem Phänomen einer globalen Wirtschafterei, vor allem in den Ländern Afrikas und in Nahost, nur ein bedrückendes Image von Ungleichheiten mit erheblicher Armut. Wer den Frieden will und überall die Menschenwürde, muss daran interessiert sein, dass die Folgen brutaler Formen des Spätkapitalismus nicht weitergeführt werden können. Man kann den Protest dagegen nicht immer nur Organisationen wie Amnesty International oder Attac überlassen. Die Religionen sollten sich auch an die Spitze der Proteste setzen.

Das macht mich sehr traurig: „Ich verstehe den bitteren Hass und die große Feindschaft nicht mehr zwischen einzelnen Ländern!“ Wir brauchen doch überall eine Zukunft in Brüderlichkeit, Wertschätzung und Humanität. Das sollte im berechtigten Interesse von uns allen sein.

 

Wir freuen uns lieber Herr Schafheitle über Ihre wertvollen Gedanken zur allgemeinen und beängstigenden Weltlage. Durch die Verbreitung derartiger Gedanken tragen Sie sicher dazu bei, dass andere ihre Vorstellungen ändern. Und dieser Prozess muss weiter gehen, denn an ihn ist die Hoffnung gebunden, dass sich die Weltlage trotz finsterster Prognosen doch noch ändern kann.

Ihr Interesse an unseren Nachrichten und Programmen zeigt uns liebe Hörerfreunde, dass doch nicht alle die einseitige Sichtweise, die in westlichen Medien verbreitet wird, teilen.

Im Sinne seiner Äußerungen hat Herr Schafheitle auch noch ein Zitat von Albert Einstein mit aufs Papier getippt:

„Die  besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“

 

Nun weiter mit der anderen Post.

Neben seinen täglichen Empfangsberichten im Monat Mai hat uns unser eingangs schon erwähnter Hörerfreund Paul Gager am 15. Mai auch

„Alles Gute zum bevorstehenden Heiligen Monat!“ gewünscht. Damit meint er natürlich den Fastenmonat.

Vielen Dank lieber Herr Gager, auch für den Hinweis auf eine 3SAT-Sendung mit dem Titel Bahnabenteuer Iran. Leider ist der Termin vom 16. Mai schon verstrichen. Falls Sie uns rechtzeitig über eine Wiederholung informieren können, werden wir diesen Fernsehtipp über eine Reise mit der Transiranischen Eisenbahn  über eine 1.400 Km lange Strecke vom Persischen Golf über Teheran bis zum Kaspischen Meer, dann gerne an die Hörerfreunde weitergeben.

Eine friedvolle Ramadanzeit wünschte uns auch OM Bernd Seiser. Besten Dank dafür von allen Mitgliedern der Redaktion. Hinter OM Seiser liegt ja nun ein gelungenes Treffen der Hörer- und Hobbyfreunde in Ottenau. Wie wir seinem Bericht entnehmen konnten, kamen am vorletzten Samstag mehr Teilnehmer als in den vergangenen Jahren, bei schönstem Wetter am Treffpunkt in Ottenau zusammen. Viele strahlende Gesichter sind auf den beigefügten Bildern zu sehen.

Besonders bedanken wir uns auch bei unserem Hörerfreund Siegbert Gerhard, der schon vor dem offiziellen Bericht von Bernd Seiser einige Schnappschüsse aus der frohen Runde, unter anderem auch an uns, zusendete.

Die deutschsprachige Redaktion aus Taipeh war diesmal gut vertreten mit 3 Mitarbeitern, sodass die Bindungen des Radio Taiwan-Hörerklubs erneut gefestigt werden konnten. Wie wir erfuhren kann Radio Taiwan im September diesen Jahres schon sein 90-jähriges Jubiläum feieren, und die deutsche Redaktion ist ja immerhin auch schon 32 Jahre alt.

Wie Bernd Seiser berichtete, nahmen die zahlreichen Besucher auch in diesem Jahr wieder weite Anreisewege aus vielen Teilen Baden-Württembergs sowie auch aus Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Taiwan, Österreich, Schweden und der Schweiz in Kauf, um ihre Hobbyfreunde persönlich zu treffen.

4 Hörer nahmen zum ersten mal am Ottenauer Murgtaltreffen teil. Im Bericht von Bernd Seiser ist außerdem zu erfahren, dass unsere Hörerfreunde Jutta und Kurt-Jürgen Przystupa, nach 10-jähriger Unterbrechung  wieder einmal den Weg nach Ottenau fanden.

Die Radiofreunde gedachten auch der in den letzten 12 Monaten verstorbenen Hobbyfreunde, wozu allen voran auch unser Hörerfreund Andreas Pawelczyk zählt.

Zu Ehrenmitgliedern wurden Georg Pleschberger aus Villach und Günter Rawe aus Tübingen ernannt.

Unser Hörerfreund Dieter Leupold wurde für 5-malige Teilnahme, Walter Baier, Manfred Lietzmann und Erik Öffinger für 10-malige Teilnahme, Peter E. Boeck für 15-malige Teilnahme, Siegbert Gerhard und Manfred Theile sogar für eine 20-malige Teilnahme an diesem Hörerklubtreffen geehrt.

Die vielen Fotos, die OM Seiser seinem Bericht anhängte stammen alle von DX-ern, die auch unsere Hörerfreunde sind, nämlich Siegbert Gerhard, Alfred Albrecht, Dieter Leupold und Jörg-Clemens Hoffmann.

Wir freuen uns darüber und danken allen.

Wie wir erfahren konnten, wurde der Termin für das Treffen im nächsten Jahr schon auf den 11. Mai 2019 festgelegt.

Lieber Bernd Seiser, wir freuen uns über das erfolgreiche Hörertreffen, dass Sie wie immer mit viel Aufwand organisiert haben.

Und damit kommen wir zum Abschied und dem abschließenden Musikstück. 

Ihnen noch einen schönen zweiten Pfingsfeiertag und unseren muslimischen Hörerfreunden weiterhin einen gesegneten Ramadan.

Khoda hafez – Gott schütze Sie!

Mai 22, 2018 14:30 CET
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