• Strahlende Sonne über dem Weg zum Glück (31 –  wahrer Inhalt des Begriffes Dschihad)

An den Bewegungen der Propheten fällt auf,  dass sie sofort nach  Beginn ihres Aufrufes zum Glauben an den Einen Gott, der die Menschen aus der Unwissenheit und dem Irrtum retten sollte,  mit allen möglichen Verschwörungen von den Reichen und Mächtigen bekämpft wurden. Diese führten einen Nervenkrieg gegen die Propheten, begingen Rufmord an ihnen,    leugneten die göttliche Herkunft des Prophetenaufrufes  und waren bestrebt  die Himmelsreligionen zu zerstören.

. Dabei schreckten sie vor keiner Untat zurück.

Auch die Geschehnisse in unserem heutigen Zeitalter dokumentieren diese Verschwörungen und diabolischen Maßnahmen der nicht-islamischen Welt gegen den Islam und die Muslime.  Die Palette der modernen Verschwörungen reicht von der Produktion islamfeindlicher Filme in Hollywood, bis zur Veröffentlichung von Postern, mit denen der Prophet des Islams beleidigt wird und die Verbrennung von Koranexemplaren, von den Spaltungsversuchen und dem Schüren von Krieg sowie  Wirtschaftssanktionen und militärischen Drohungen. In den letzten Jahrzehnten haben außerdem die USA und einige andere Hegemonialmächte  unterstützt von ihren reaktionären arabischen Verbündeten, Terrorgruppen wie die Al Kaida und die IS-Terrormiliz  hervorgerufen. Takfiristen vergießen das Blut von Unschuldigen und töten Muslime, die anders als sie denken. Diese Terrorgruppen verbreiten durch ihre bestialische Verbrechen Furcht vor dem Islam in der Öffentlichkeit, was den genannten Mächten recht ist.  Die imperialistischen Mächte sind mit Hilfe von  solchen Terrorgruppen bestrebt, die muslimischen Länder in der sensiblen Region des Nahen Ostens zu schwächen und zu spalten.

Angesichts dieser schwerwiegenden Bedingungen dürfen die Muslime und Anhänger der Ein-Gott-Religionen nicht gegenüber den massiven Angriffen der internationalen arroganten Front gleichgültig bleiben. Die Muslime müssen die Existenz der Islamischen Welt und der Lehre des Propheten mit aller Macht beschützen.  Daher ist deutlich die Notwendigkeit der  Wiederbelebung des Dschihad-Geistes zu verspüren. 

Was liefert  im Islam den Anlass für Kampf und Verteidigung?  

                                          

Jedes Lebewesen hat von Natur aus einen Verteidigungsmechanismus,   und auch der Mensch besitzt  von körperlicher und seelischer Natur her ein solches System.  Der Islam, ist eine Religion die auf dem Wesen des Menschen aufbaut und daher ist die Selbstverteidigung  ein anerkannter Grundsatz. Verteidigung und Dschihad werden im Islam konkret definiert und nehmen einen besonderen Platz in seinen Lehren ein.  Der Begriff Dschihad umfasst im allgemeinen Sinne jegliche geistig-seelische  Bemühung und jeglichen finanziellen und körperlichen Einsatz für die Ziele Gottes.  Im engeren Sinne sind mit Dschihad die bewaffneten Maßnahmen zur Verteidigung der islamischen Lehren und dem Schutz des Reiches des islamischen Glaubensvolkes gemeint.

Leute, die nicht richtig über den Islam informiert oder gegen ihn sind,  haben falsche Interpretationen  über den Dschihad im Islam verbreitet. Doch wenn das wahre Wesen des islamischen  Dschihads  fair und vorurteilsfrei untersucht wird, werden von selber jegliche Unklarheiten darüber beseitigt werden. Im Gegensatz zu der Propaganda der Falschdeuter, hat der Islam nicht mit dem Schwert und durch Tötung seiner Gegner    seine Sache vorangetrieben, denn der Islam ist vom Wesen her  die Religion der Logik, der Beweisführung und des Verstandes und er ruft die Menschheit zum Frieden, der Gerechtigkeit und Menschenliebe auf.

Der englische Koranübersetzer George Sale, würdigt die Scharia (das Religionsgesetz) des Islams und schreibt, wer behaupte dass die Scharia mit der Gewalt des Schwertes verbreitet worden sei, habe einen großen Betrug begangen.

                                         

Der  Islam konfrontiert mit  Störern und Feinden von Recht und Gerechtigkeit.  Jedoch gegenüber denen, die keine Angriffe auf    das Leben, das Eigentum und die Gebiete der Muslime  planen, wählt der Islam die Strategie der Nicht-Gewalt und des friedlichen Zusammenlebens.  Wenn die Feinde ihre Waffen niederlegen und den Frieden wollen, dann hält der Islam die Muslime von einem Angriff auf sie zurück.  In der Sure 4 (Nisa) finden wir im Vers 90 folgendes Gebot vor:

„Wenn sie sich jedoch von euch fernhalten und dann nicht gegen euch kämpfen, sondern Frieden anbieten, so hat euch Allah keine Veranlassung gegeben, gegen sie (vorzugehen).“

 

Ähnlich heißt es für den Fall, dass die Feinde den Frieden vorziehen, im Vers 61 der Sure 8 (Anfal):

„Und wenn sie(die Feinde)  sich dem Frieden zuneigen, dann neige auch du dich ihm zu …“.

 

Dem Koran  ist also die Friedfertigkeit des Islams zu entnehmen.  Im Islam ist  das Friedensprinzip  vorrangig    und Krieg nur im Notfall  erlaubt. Allerdings bedeutet die islamische Friedensliebe nicht, dass die Muslime gegenüber dem unterdrückerischen Feind, der ihre Gebiete angreift und es auf ihr Leben und ihre Eigentum abgesehen hat, tatenlos bleibt und sich zurückzieht.  Es ist klar, dass in dem Falle, dass   durchtriebene Feinde einen Angriff planen, das ganze muslimische Volk vom Islam auf die Arena  gerufen und zur  Beteiligung an der Verteidigung angespornt wird. Gott gebietet daher dem Propheten, dass er die Gläubigen zur Teilnahme am Dschihad ermutigen soll. In der Sure 8 (Anfal), steht im Vers 65: 

 

„O Prophet, sporne die Gläubigen zum Kampf (gegen den Feind) an! …“

 

Der Geist des Dschihads geht unzweifelhaft aus den Lehren des Korans und den lebensspendenden Anweisungen des Islams hervor. Nachdem der Erhabene Prophet des Islams (S) nach Medina ausgewandert war und in dieser Stadt die islamische Regierungsordnung gegründet hatte, bildeten die Götzendiener von Mekka mit den Juden und den Munafiqin – den Heuchlern - in Medina eine gemeinsame Front zur Bekämpfung des Islams und dieser jungen islamischen  Regierung. Sie bedienten sich dabei aller möglichen Heimtücken und feindlicher Schritte. 

Gott, der Allmächtige hat Seinen Propheten (S) in der Sure 9 (Tauba) im Vers 73 wie folgt angewiesen, damit er diese scheinbar geschlossene Front von Gottesleugnern und Gottesverleumdern besiegen kann:

„O Prophet, mühe dich gegen die Ungläubigen und Heuchler ab und sei hart gegen sie! Ihre Bleibe  wird die Hölle sein – ein schlimmer Ausgang!“

                              

Der bewaffnete Kampf ist  zweifelsohne nur für heilige hohe Ziele angeordnet worden. Daher verurteilt der Islam scharf jegliche Feldzüge oder militärischen Schritte aus egoistischen Motiven, zur Expansion oder zur Plünderung und zum Ergattern  von Kriegsbeute. Dies ist gemäß dem Islam kein Kampf auf dem Wege Gottes und kein Dschihad.  Denn der Dschihad soll nur Gott zuliebe und für hohe Ziele geführt werden. Daher auch die Bezeichnung Kampf und Mühen auf dem Wege Gottes.

 

Mudschahidat oder Dschihad – der opferbereite Einsatz im Zeichen Gottes - gilt im Islam als sehr wichtig und wertvoll.  Der Prophet hat über die Bedeutung des Dschihads gesagt, dass alle  anderen   Werke eines Gottesdieners im Vergleich zu dem hohen Wert des Kampfes  auf dem Wege Gottes  relativ geringfügig sind.  (Kanz-ul Amal)

Einmal hatte sich einer der Muslime in die Berge zurückgezogen um sich dort nur dem Gebet und Gott-Dienen zu widmen. Nach einiger Zeit brachten ihn seine Angehörigen zum Propheten und dieser   sagte zu ihm, er dürfe dies nicht mehr tun. Er erklärte ihm: „Wenn ein Muslim einen Tag lang auf einer Arena der Dschihad-Plätze standhält, dann ist das für ihn besser als 40 Jahre Gott-Dienen.“ (Mustadrak al Wasail)

 

Es ist zu erwähnen, dass der Prophet Gottes sowohl die anderen zum Dschihad ermutigte als dass er auch selber bei zahlreichen Gefechten der Befehlshaber war.  Beim Uhud-Gefecht hatten einige muslimische Soldaten den strategisch wichtigen Uhud-Pass verlassen. Daher gelang  den Feinden, denen die Muslimen vorher eine Niederlage bereitet hatten,  die Rückkehr auf den Kriegsschauplatz und ein erneuter Angriff auf  die Muslime. Bei diesem Angriff wurde der Prophet verletzt und wenn der opferbereite Einsatz von Ali (F) und einiger weniger Prophetengefährten nicht gewesen wäre, dann wäre er vielleicht nicht mehr am Leben geblieben. Es fanden bei diesem Gefecht außerdem 70 der besten Helfer des Propheten den Märtyrertod.  In diesem Zusammenhang hat der Heilige Koran es als das Zeichen für einen aufrichtigen Gläubigen bezeichnet, dass er mit Leib und Seele am Dschihad teilnimmt. Im Vers 15 der Sure 49 (Hudschurat) heißt es:  

„Die (wahren) Gläubigen sind ja diejenigen, die an Allah und Seinen Gesandten glauben und hierauf nicht zweifeln und sich mit ihrem Besitz und mit ihrer eigenen Person auf Allahs Weg abmühen. Das sind die Wahrhaftigen.“

                          

Abschließend möchten wir noch einmal hervorheben, dass unter dem Dschihad im Islam nicht nur der bewaffnete Kampf zu verstehen  ist. Zum Dschihad zählt jegliche Anstrengung zur Herstellung von Gerechtigkeit, d.h. die  Bekämpfung von Unrecht und Verteidigung der Unterdrückten. Wenn jemand auf dem Gebiet der Wissenschaft oder Kultur, der Gesellschaft und der Wirtschaft aufgrund religiöser Motivation einen nützlichen  Plan entwirft oder Schritte unternimmt, handelt es sich ebenso um Dschihad. Der Prophet des Islams (S) hat aber eine Art von Dschihad als die beste hervorgehoben und gesagt:  „Der beste Dschihad besteht darin, vor den ungerechten unterdrückerischen Herrscher zu sagen was Recht und Wahrheit ist.“

 In der Tat liegt es an dem Schweigen und der Gleichgültigkeit der menschlichen Gesellschaft, dass die unterdrückerischen Herrscher und Regimes an der Macht bleiben.  Wir können an die  erschütternde Tragödie erinnern, die sich vor einigen Jahren in Mekka ereignet hat und bei der mehrere Tausend unschuldige Pilger zum Hause Gottes ihr Leben verloren.  Gegenüber dieser großen mysteriösen Tragödie  haben nicht nur die internationalen Medien und die Organisationen, die angeblich die Menschenrechte unterstützen, geschwiegen, sondern auch die islamische Welt  hat , bis auf einige Ausnahmen wie der Iran, nicht protestiert  und die  Kompetenz der saudischen Herrscher als Verwalter der Heiligen Stätten  nicht in Frage gestellt.

  Die meisten Länder haben  auch gegenüber den Verbrechen der Saudis, der USA und England und einiger arabischer Länder in Jemen und Syrien geschwiegen. Aber wenn gemäß der Empfehlung des Propheten die Völker  gegen das Unrecht von tyrannischen Herrschern protestieren und ihr wahres Wesen bloßlegen würden, dann könnten  nicht mehr so einfach diese schrecklichen Massaker begangen werden.

 

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Mai 24, 2018 02:40 CET
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