Hörerpostsendung am 03. Juni 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Da sind wir wieder liebe Hörerfreunde um Sie zu unserem heutigen Beisammensein mit der Hörerpost zu begrüßen. Also Herzlich willkommen!

Wo man auch hinschaut überall sind Turbulenzen festzustellen, ob beim Wetter oder in der Politik. Die Hörerpost – also Ihre Zuschriften – spiegeln es wieder -  das was uns und die Welt bewegt. Nach einer kurzen Musik lese ich Ihnen wieder einige Zuschriften vor, die aktuell bei uns eingegangen sind vor. Vorab schon einmal Ihnen allen besten Dank für Ihre Zeilen. 

„Deutschland wird derzeit von Unwettern heimgesucht fast jeden Tag, wir hier in Leipzig sind noch verschont geblieben.“

Das schrieb uns Dieter Leupold in seiner letzten Mail. Der Wonnemonat Mai hat sich mit Unwettern verabschiedet, und schon ist ein neuer Monat mit ungewissem Ausgang angebrochen.

Wir wünschen allen unseren Hörerfreunden, dass sie von diesen Unwettern verschont bleiben. Auch hier bei uns in Iran hatten wir in den letzten Wochen vielerorts Überschwemmungen, Hagel und Sturm, also insbesondere auch für die Landwirtschaft ungünstige Wetterlagen. Obwohl hier bei uns alle Niederschläge dringend benötigt werden und willkommen sind, so sind sie doch oft auch zerstörend.

Die aktuell eingetroffene Mail von unserem Stammhörer Heinz-Günter Hessenbruch dokumentiert auch die anfangs angesprochene unruhige Lage in der Welt und die Ungewissheit über die derzeitigen Entwicklungen. Zu seinen Empfangsberichten vom Monat Mai, in dem es leider auch keine Verbesserung der Empfangsqualität für ihn gab, schrieb Herr Hessenbruch:

„Guten Tag werte Moderatoren und Journalisten,nun ist auch der Mai abgehakt, das Kalenderblatt liegt im Papierkorb.Die Zeit rast...fast haben wir die erste Jahreshälfte geschafft und trotz dem "Schnellgang", scheinen wir nicht von der Stelle zu kommen.Die Menschheit rackert sich ab und statt es vorwärts geht - geht es wieder rückwärts - wie im Pilgerschritt.Wir haben das Verlangen ferne Planeten zu erkunden und zu bereisen, haben das Bestreben mit möglichen "Lebewesen" im Kosmos Kontakt aufzunehmen...aber hier auf unserem kleinen, übersichtlichen Planeten bekommen wir nichts auf die Reihe.Wir versagen kläglich.Dabei wäre es doch so einfach, scheinbar.Ich habe auch im vergangenen Monat gerne Ihre Sendungen gehört, mal über die Kurzwellenfrequenzen, dann wieder über das Internet.Spannend und interessant war es immer.Ich wünsche Ihnen alles Gute und eine schöne Zeit.Mit Gruß, Heinz Günter Hessenbruch” 

Herr Hessenbruch hat auf seine Weise versucht die Vorgänge in unserer Zeit irgendwie auf den Nenner zu bringen und wir danken ihm für seine interessanten Ausführungen. Und natürlich auch für die neue Empfangsberichtsserie. Vielen Dank, dass Sie uns weiter so regelmäßig zuhören! 

Der Fastenmonat Ramadan ist in die zweite Hälfte gegangen. Aber schon vorher haben wir dafür weitere Glückwünsche erhalten, für die wir uns gerne bedanken möchten.

„Liebe Redaktion von IRIB,Zum gesegneten Monat Ramadan möchten auch wir, Bernd und Martina, Euch und Euren Familien gratulieren.Viele Grüße Martina und Bernd Pohl

Anbei wieder drei Empfangsberichte“

Das ist sehr nett von Ihnen liebe Hörerfreunde, wir bedanken uns bei Ihnen für die Glückwünsche sowie auch die Empfangsberichte.Neben seinen Glückwünschen aus gleichem Anlass ist unser Hörerfreund Volker Willschrey auch auf ein politisch derzeit sehr aktuelles Thema eingegangen, dass ja stark mit zu den derzeitigen Turbulenzen in der Welt beiträgt:  

 „Liebe Freunde von IRIB, 

ich hoffe, Sie haben den Monat Ramadan gut angefangen und wünsche Ihnen für diese Zeit der Besinnung alles erdenklich Gute. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich wieder geschrieben habe, aber schließlich sind die üblichen 10 Empfangsberichte jetzt komplett und warten darauf, nach Teheran geschickt zu werden. 

In der heutigen Zeit, in der so viele „seltsame und unlogische“ Vorgänge ablaufen, ist es für mich ganz besonders interessant, Ihre Nachrichtenprogramme und Informationssendungen zu hören. Ich war zutiefst enttäuscht über die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten, der selbstherrlich und ohne jegliches Gespür für die Vorgänge in der Welt über den Abzug der Amerikaner aus dem Atomabkommen entschieden hat. Nur gut, dass alle anderen Länder damit nicht einverstanden sind. Durch Provokationen ist noch niemals Frieden entstanden und nur, wenn man miteinander redet und sich auch auf die Zusagen des Anderen verlassen kann, kann man eine Änderung zum Positiven erreichen. Und das ist bei Zusagen Trumps absolut unmöglich, der von einem Augenblick zum anderen seine Meinung ändert. Ich hoffe, dass irgendwann einmal die Vernunft dort einkehrt und die Regierung dort von jemandem gelenkt wird, der mehr Verantwortung für die Menschen in der Welt hat.“ 

Besten Dank Herr Willschrey für Ihre Stellungnahme. Sie sprechen uns und unseren Hörern aus dem Herzen.

Für die 10 weiteren Empfangsberichte bis Nummer 2010 sowie für Ihren interessanten Bericht über die Tagesreise am 5. Mai nach Lüttich in Belgien ebenfalls schönen Dank.

Wir freuen uns auch, dass unsere letzten QSL-Karten angekommen sind und Sie nun die 2000-er Marke überschritten haben. Herzlichen Glückwunsch nochmals dazu. Sie werden diesbezüglich dann in naher Zukunft noch von uns Post erhalten. Schade, dass bei Ihnen, wie auch bei Herrn Hessenbruch, die Empfangsqualität zu wünschen übrig lässt. 

Zum allseits bewegenden Thema Atomabkommen ist auch in weiteren Mails zu lesen. Hier die Zeilen von Hörerfreund Fritz Andorf, der noch zwei Tage vor dem historischen Austritt der USA zu seinem Empfangsbericht am 6. Mai schrieb: 

„In den heutigen Nachrichten wurde erneut die Haltung von US-Präsident Trump zum Atomabkommen mit dem Iran kritisiert, und das zurecht. Ein Ausstieg aus dem Abkommen hätte für die gesamte Welt wohl katastrophale Folgen, denn die atomare Aufrüstung ginge weiter. So kann ich nur dem ebenfalls in den Nachrichten zitierten ehemaligen US-Vizepräsidenten Biden beipflichten: „Trump schädigt das Ansehen der USA“.“ 

Zur Qualität des Empangs schrieb Herr Andorf:

„Mit dem Empfang Ihrer Sendung auf den geänderten Sommerfrequenzen bin ich recht zufrieden. Denn das Störrauschen und das teilweise heftige Fading beeinträchtigen kaum die Hörbarkeit, so dass ich eigentlich immer alles verstehen kann. Ich hoffe, dass diese Situation während des Sommers anhält. Nicht ganz glücklich bin ich, dass die Sendung – gegenüber der Ortszeit – nun wieder eine Stunde später kommt. Denn da kommt mir doch oft die Hauptnachrichtensendung „Tagesschau“ im Fernsehen um 20.00 Uhr Ortszeit dazwischen.

Das soweit für heute. Für eine gelegentliche Bestätigung wäre ich dankbar. Beste Grüße aus dem nun sonnig und warm gewordenen Rheinland

von Ihrem Fritz Andorf.“

Besten Dank Herr Andorf, wir bemühen uns, dass auch die noch fehlende QSL-Bestätigung für einen Bericht von Ihnen aus dem letzten Jahr, bei der nächsten QSL-Serie dabei sein wird. 

Vier weitere Empfangsberichte von Ende Mai schickte uns Reinhard Schumann aus Schweden, der ebenfalls ein aktiver Hörer ist und auch in der letzten Hörerpostsendung mit dabei war. Bei ihm bleibt das Thema Atomabkommen ebenfalls nicht unerwähnt:    

„Viele positive Wünsche nach Teheran an das IRIB-Team. Eine glückliche iranische Hand bei den Verhandlungen mit der EU bzw. USA um das Atomabkommen. 

Mit freundlichen Grüßen Reinhard Schumann“ 

Die guten Wünsche haben eine dringende Berechtigung lieber Hörerfreund. Vielen Dank dafür. 

In Kerpen hat sich Stefan Druschke mal wieder Zeit für einen Empfangsbericht genommen: 

„Liebe Freunde vom deutschen Programm!

Nun sind schon wieder einige Monate vergangen, seit ich mich zum letzten Mal schriftlich bei Ihnen gemeldet habe. Heute nehme ich mir aber wieder die Zeit für ein paar Zeilen.

Normalerweise höre ich die Sendungen aus Teheran mehrmals im Monat über Kurzwelle. Meist erledige ich aber nebenbei noch andere Dinge. Die Sendungen in deutscher Sprache finde ich sehr interessant. Mir gefällt die Auswahl der Themen und auch die Moderation der Sendungen ist ansprechend.

Für heute möchte ich mich nun auch wieder verabschieden. Vielen Dank nochmals für die schönen Sendungen aus Teheran und für Ihre fleißige Arbeit!

Mit freundlichen Grüßen Stefan Druschke“

Der Empfangsbericht von Herrn Druschke ist vom 25. Mai und bestätigt für die Frequenz 7300 kHz SINPO-Werte 4 und 5

„Auf der Parallelfrequenz 9850 kHz war der Empfang ebenfalls sehr gut“, schreibt Herr Drusche noch dazu.  Das freut uns.

Heute wollen wir uns auch für 2 Empfangsberichte von Marco Hommel aus Großröhrsdorf bedanken, die noch von Ende April sind.

Er bekam unsere Sendungen mit starkem Signal herein.

Einen Empfangsbericht von Joachim Thiel in Wuppertal wollen wir gerne auch erwähnen. Er ist vom 24. April. Die Anmerkung dazu lautet:

„Auf 7300 kHz ist momentan der Empfang etwas schwächer, dafür aber die Modulation erheblich besser.“

Das war der 900. Empfangsbericht von Herrn Thiel, seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört. Wir hoffen er wird sich auf dem Weg zum 1000. Bericht nicht aufhalten lassen. 

In unserem Büro in Berlin sind auch wieder einige Briefe eingetroffen. Am 14. Mai kam dort ein weiterer Bericht von Christoph Paustian aus Häusern an:

„Sehr geehrte Damen und Herren von IRIB,

nachfolgend ein neuer Empfangsbericht über ihre Sendung, würde mich daher über ihre QSL-Karte freuen. Der Empfang am 10. Mai war gut und störungsfrei auf 9850 kHz.

Viele Grüße Ihr Hörer Christoph Paustian“ 

Regelmäßig sind in Berlin die Hörberichte von unserem Hörerfreund Dieter Buchholz dabei. Er hat schon einige Zeit den Meilenstein 500 Empfangsberichte überschritten. Der bisher letzte Bericht, die Nummer 533 erreichte unser Berliner Büro am 31. Mai. Die Anmerkungen von Herrn Dieter Buchholz dazu:

„Recht guter Empfang, ohne größere Störungen. Vielen Dank für Ihre letzte Post mit der Empfangsbestätigung bis Bericht 514. Es war übrigens die erste Post in diesem Jahr, die ich von Ihnen erhalten habe.“

Ebenfalls schon weit über 500 Berichte hat  ein Hörerfreund, der seinen Namen nicht genannt haben möchte. Seine weiteren Empfangsberichte von Mitte März bis Mitte Mai sind ebenfalls in Berlin eingetroffen. Wir danken ihm – denn er wird uns sicher wie immer zuhören – für sein Interesse an unseren Sendungen und besonders auch für seine großzügige Euro-Spende für unsere Tee- und Kaffekasse. Das ist sehr nett und großzügig von Ihnen lieber Herr K.

Dieser Hörerfreund wünschte uns auch:  Frieden und Harmonie in der gesegneten Ramadan-Zeit. Und schickte „Die besten Glückwünsche zu dieser festlichen Zeit.“

Lieber Herr K. vielen Dank.

An unserer heute insgesamt ruhigen und besinnlichen Musik werden Sie es sicher schon gemerkt haben liebe Hörerfreunde, dass wir hier in Iran besondere bevorstehende Ereignisse haben. Wie schon erwähnt sind wir in der zweiten Hälfte des festlichen Monats Ramadan angekommen und in dieser Zeit stehen für die Muslime besondere Nächte bevor. Für uns Schiiten ist heute die erste Nacht, in der die „Nacht der Bestimmung“ oder auch "Nacht des Schicksals" genannt, erwartet wird. Die „lailat – ul – qadr“-Nacht ist die bedeutendste Nacht im islamischen Kalender für die Muslime, denn zum einen ist sie die Nacht, in der den Überlieferungen zufolge der gesamte Koran in das Herz des geehrten Propheten eingegeben wurde. Und zum anderen heißt es, dass in ihr das Schicksal des einzelnen Menschen verändert werden kann.

Da diese Nacht nirgendwo in den islamischen Aufzeichnungen genau auf ein Datum festgelegt ist und es nur ungefähre Zeitangaben gibt, erwarten die Schiiten dieses wichtige Ereignis in der Nacht zum 19. zum 21. und zum 23. Ramadan. In diesen drei heiligen Nächten verbringen Sie den Großteil der Nacht wachend und mit dem Lesen von Bittgebeten, die sie von den schiitischen Imamen gelernt haben, und mit dem Lesen des Korans, und besonderen Zeremonien. Sie verbringen diese Nächte gemeinsam in Moscheen und anderen muslimischen Veranstaltungsorten oder versammelt in Privathäusern. Sie bitten um die Vergebung ihrer Sünden und um ein gutes Schicksal und die Verschonung von Bestrafung und schlimmen Ereignissen in ihrem Leben.

 

In der ersten dieser drei heiligen Nächte der Schiiten ist im Laufe der Geschichte des schiitischen Islams ein sehr trauriges Ereignis hinzugekommen. Es ist der Anschlag auf den Nachfolger des geehrten Propheten, nämlich auf Imam Ali. Also in dieser ersten heiligen Ramadan-Nacht im Jahr 40 nach der Hidschra und dem Mondkalender, wurde Imam Ali –a.s.- bei seiner Niederwerfung beim Gebet in der Moschee von Kufa hinterrücks durch ein vergiftetes Schwert verletzt und starb am übernächsten Tag, also in der zweiten der heiligen Ramadan-Nächte.

Durch dieses Ereignis wurde die Zeit der heiligen Nächte auch zur Trauerzeit für uns schiitische Muslime.

In diesem Jahr ist die erste der heiligen Ramadan-Nächte, auch der Vorabend des  Jahrestages des Dahinscheidens von Imam Chomeini – dem geehrten Gründer der Islamischen Republik Iran. Aus Anlass dieses Tages treffen sich morgen Tausende Muslime aus Iran und aus vielen anderen Ländern an seinem Mausoleum im Süden Teherans um ihm zu gedenken. 

Aus all diesen denkwürdigen und traurigen Anlässen haben wir heute auch kein Musikstück und verabschieden uns mit besinnlichen Klängen bis zum kommenden Sonntag, zum nächsten Treffen mit den Hörerfreunden und ihren Zuschriften, einfach und schlicht mit Khoda hafez  - Gott schütze Sie.

 

Jun 09, 2018 08:55 CET
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