Hörerpostsendung am 10. Juni 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Salam, Hallo und Willkommen zum Hörerbriefkasten von IRIB-ParsToday in deutscher Sprache.

Alle die gerne wissen möchten, wer uns wieder geschrieben hat, wie sich die iranische Nationalmannschaft auf die Fußballweltmeisterschaft in Russland vorbereitete, wo es den ersten Kindergarten in der Welt gab, wo der Film Luther gedreht wurde, und vieles andere mehr, die sollten jetzt weiter am Empfangsgerät bleiben, denn das erfahren Sie alles heute hier bei uns, Dank „Uns und Unseren Hörern“

Angesichts der kurz bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft, kommen wir heute zunächst zu den Fragen unseres Stammhörers OM Bernd Seiser. Schon am 11. Mai stellte er einige Fragen, die im Zusammenhang mit der Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland stehen, die ja bekanntlich vom 14. Juni bis 15. Juli 2018  stattfindet. Er meinte, dass unter den Hobbyfreunden außer ihm noch andere Fußballfreunde seien und wir aufgrunddessen in der Hörerpostsendung auf einige diesbezüglich Fragen eingehen könnten.

OM Seiser schickte uns auch einen Zeitungsausschnitt mit, über den deutschen Trainer Winfried Schäfer, der seit Oktober 2017 den iranischen Fußballclub Esteghlal trainiert. Laut Bernd Seiser hat Winfried Schäfer auch viele Jahre beim Karlsruher Sportverein KSC erfolgreich gearbeitet  und ist deshalb gerade im badischen  Raum – der Heimat von Bernd Seiser - sehr bekannt.

Der deutsche Trainer des  iranischen Fußballclubs Esteghlal wird von den Iranern liebevoll „Dschenerale Alamni“ genannt, was bedeutet „Deutscher General“.

Laut dem Zeitungsartikel aus dem Badischen Tagblatt, den unser Hörerfreund mitschickte, sagte ein Fan: „Den Schäfer hat uns Gott geschickt.“

Und das hat seinen Grund. Der deutsche Trainer hat nämlich in weniger als 8 Monaten den Esteghlal-Club aus dem Tabellenkeller auf den dritten und damit einen Champions-League-Platz geführt und „das prestigeträchtige Hauptstadt-Derby gegen den Erzrivalen Persepolis mit 1:0 gewonnen“, heißt es in dem Artikel weiter. Das Teheran-Derby ist im Iran das wichtigste Fußballspiel des Jahres.

Schäfer sagte: „Die Mannschaft brauchte deutsche Diszplin, um wieder erfolgreich zu werden und Selbstvertrauen zu tanken.“

Und außerdem sagte er: „Esteghlal ist für mich mehr als nur ein Fußballjob. Es ist zu einer Herzensangelegenheit geworden.“

Auch Iran habe er ins Herz geschlossen und fügte hinzu: „Einige Berichte über den Iran sind falsch, manche von ihnen sogar gelogen. Das Land ist  sicher und die Iraner sind ein sehr freundliches Volk.“

Der im Jahr 1945 gegründete Fußballclub Esteghlal ist einer der ältesten und erfolgreichsten iranischen Clubs, erwurde bisher zweimal Asienmeister.

Vielen Dank zunächst für die Fragen lieber Herr Seiser. Da wir unter unseren Kollegen auch Fußballfreunde und Fans des iranischen Top-Teams Esteghlal haben, suchten wir uns Hilfe für die Beantwortung Ihrer Fragen und fanden in unserem Aufnahmeleiter Herrn Mahbod den richtigen Mann dafür.

Die erste Frage von Herrn Seiser lautete:

Wieviele Spieler von diesem Verein gehören zum WM-Kader in Russland?

Die Antwort lautet: Nachdem Carlos Queiroz, der Trainer der iranischen Nationalmannschaft, zunächst in der Vorauswahl-Mannschaft 7 Spieler vom Esteghlal-Club Schäfers ausgewählt hatte, sind jetzt im endgültigen Team 4 Esteghlal-Spieler am 5. Juni vom Trainingslager in der Türkei nach Moskau gereist.

 

Bernd Seiser stellte die weitere Frage:

Wie bereitet sich die iranische Nationalmannschaft auf die WM vor und welche Ergebnisse gab es bei den Testspielen vor der WM?

Die iranische Nationalmannschaft hat einige Freundschaftsspiele zur WM-Vorbereitung gespielt, und in Tunis gegen Tunesien mit 0:1 verloren und im österreichischen Graz gegen Algerien 2:1 gewonnen.

Im türkischen Trainingslager konnte Iran die Nationalmannschaft von Usbekistan mit 1:0 besiegen, erlitt aber eine Niederlage gegen die Türkei mit 1:2.

Ein geplantes weiteres Testspiel gegen Griechenland wurde abgesagt, auch ein Duell mit dem Kosovo kam nicht zustande.

Nationaltrainer Queiroz hatte zuvor aufgrund der verschiedenen Absagen die schwierigen Bedingungen seiner Mannschaft vor der WM-Endrunde in Russland beklagt. 

In Moskau wurde die Generalprobe für die Fußball-WM gespielt und Iran konnte das Spiel gegen Litauen, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, mit 1:0 für sich verbuchen.

OM Bernd Seiser fragte auch:

Wird in Iran oft der Verein gewechselt oder bleiben die meisten Spieler lange Zeit beim gleichen Club?

Wir zitieren hierzu die Antwort, die unser Aufnahmeleiter Mahbod gab. Er sagte, dass die iranischen Spieler in den großen Fußballclubs, diesen in der Regel treu bleiben, es sei denn, sie bekommen ein besseres Angebot z.B. von einem europäischen Fußballclub oder aus den arabischen Ländern wie Katar und Vereinigte Arabische Emirate. Die Spieler aus kleineren Klubs versuchen in der Regel in größere Klubs zu wechseln.

Ja das wars zunächst mal zu den Fragen und dem iranischen Fußball. Jetzt freuen wir uns auf die Spiele der iranischen Nationalmannschaft am 15. Juni gegen Marokko in St.Petersburg, am 20. Juni gegen Spanien in Kazan, und am 25. Juni gegen Portugal in Saransk.

Diese Mannschaften sind natürlich kein leichtes Los für Iran und wir werden sicher auch in der Hörerpostsendung auf die Ergebnisse eingehen. Wir freuen uns, wenn unsere Hörerfreunde auch den ein oder anderen Daumen für die iranische Fußballmannschaft drücken.

Hörerfreund Paul Gager wird das sicher gerne machen, und er hat uns neben seinen Empfangsberichten unter anderem auch zum Spiel Iran-Spanien am 20. Juni einige Informationen geschickt.

Fussball WM-Spiel  Iran-Spanien, Die Partie in Kazan wird in den Notizbüchern vieler Scouts stehen. Mit Alireza Jahanbakhsh steht der Torschützenkönig der niederländischen Eredivisie – also der höchsten niederländischen Fußball-Liga im Team der iranischen Nationalmannschaft. Der 24-jährige traf in der abgelaufenen Saison 21-mal für AZ Alkmaar und formulierte seinen Wechselwillen: "Die (deutsche) Bundesliga ist meine Traumliga". Vielen Dank auch Ihnen Herr Gager für diese Informationen.

Jetzt machen wir uns aber an die Hörerpost, denn es sind wieder Zuschriften von Ihnen in Teheran eingetroffen liebe Hörerfreunde. Vielen Dank. An dieser Stelle wollen wir nochmal erwähnen, dass auch der Briefkasten unseres Büros in Berlin geöffnet ist, und der Kollege dort zugesichert hat, dass die Hörerpost sicher nach Iran weitergeleitet wird, zumindest per Scan, d.h. wir bekommen eine Abbildung Ihrer Briefe und Empfangsberichte, nicht aber die Originale.

Nun aber zu den Originalen, die in Teheran eingetroffen sind. Da wollen wir gleich den lieben Brief von Michael Lindner vorlesen, den wir –wie erhofft- von seinem Kuraufenthalt bekommen haben. Er wurde am 6. Mai geschrieben:

„Liebe Freunde in der deutschen Redaktion!

Von meinem Kuraufenthalt in der Rehaklinik Bad Colberg sende ich Ihnen allen ganz herzliche Grüße.

Die kleine Kurstadt liegt im Südwesten Thüringens direkt  an der ehemaligen Staatsgrenze zwischen der DDR und der BRD. Die Klinik liegt etwas einsam, aber für Körper, Geist und Seele genau der richtige Ort, umgeben von traumhafter Natur.

Meine ersten Eindrücke sind also sehr positiv. Nun bleibt es abzuwarten, ob und wie die verordneten medizinischen Anwendungen anschlagen. Jedenfalls werde ich die Zeit hier sehr aktiv nutzen, um schnell wieder fit zu werden.

Die IRIB-Sendungen verpasse ich nicht, da mein treuester Freund, mein Tecsun PL 660 mitgereist ist. Natürlich muß „Er“ tagsüber schweigen, aber abends darf er mir die IRIB-Radiowellen herbeizaubern.

So bleibe ich am „Ball“ und kann mich zu jeder Zeit über das Geschehen im Iran informieren.

Bis zum nächsten Mal, in alter Freundschaft, Euer Hörerfreund Michael“

Seinen Empfangsbericht von diesem Tag schrieb Herr Lindner auf eine Ansichtskarte von Schloss Hohenstein. Und wie es auf der Rückseite weiter heißt, ist dieses Schloss ein Drehort für den Luther-Film gewesen.

Für den Empfang am 6. Mai bestätigte Herr Lindner SINPO-Werte von 5 und 4, ebenfalls auch für seinen zweiten Empfangsbericht am 13. Mai. Auf der Ansichtskarte mit einer Luftaufnahme von der ‚Veste Coburg‘:

„Liebe Freunde! Sitze im schönen Rodachtal im Freien in landschaftlich traumhafter Gegend und höre Eure Sendung am 13.05.2018 auf 7300 kHz, SINPO 45444.

So bereitet es mir besonders viel Freude, „Wir und unsere Hörer zu hören.Alles Gute aus Bad Colberg M.Lindner“

Vielen Dank für die Berichte und den Brief, sowie das Foto, dass Sie vor zwei Bildtafeln mit Werbung für den MCR Thüringen zeigt.

Nun ist unser Hörerfreund ja sicher wieder aus der Kur zurück und sicher werden wir bald von den Ergebnissen für Körper und Seele mehr von ihm erfahren.

Bleiben wir noch in Herrn Lindners Heimat-Bundesland Thüringen, denn wir haben eine weitere Zuschrift von dort bekommen, und zwar aus dem schönen Bad Blankenburg. Von dort schrieb Mario Schöler:

„Sehr geehrte Damen und Herren der Stimme der Islamischen Republik Iran

Ich habe heute Ihre Sendung gehört, und einen Empfangsbericht angefertigt. Ich würde mich freuen als Bestätigung für den Empfang eine QSL-Karte zu erhalten.

Ich würde mich auch sehr über weiteres Informationsmaterial zu Ihrer Station (Sendpläne und weiteres) und Souvenirs (Wimpel, Aufkleber und weiteres) sehr freuen.

Für Ihre Bemühungen möchte ich mich an dieser Stelle schon im Voraus recht herzlich bedanken und verbleibe mit freundlichen Grüßen, ihr Mario Schöler.“

Wir danken diesem neuen Hörer für insgesamt 3 Empfangsberichte, alle mit guten SINPO-Werten von 5 und 4.

Mit seinem Grundig S 500 mit Teleskopantenne hatte Herr Schöler guten Empfang.

Er möchte gerne für die 3 Empfangsberichte verschiedene QSL-Karten mit unterschiedlichen Motiven.

Das Gehörte hat er ganau beschrieben, vielen Dank. Die Recherchen zum Wohnort dieses neuen Hörers brachten uns noch eine interessante Information ein, die wir gerne mit Ihnen teilen wollen liebe Hörerfreunde:

1840 gründete der Pädagoge Friedrich Fröbel im thüringischen Bad Blankenburg den ersten Kindergarten der Welt. Wer hätte das gewußt?

Mit der Erfindung des «Kindergartens» hat der Pädagoge Friedrich Fröbel Weltruhm erlangt. Das zeigt sich auch daran, dass der Begriff in andere Sprachen übernommen wurde, wie zum Beispiel hier bei uns in Iran, wo das deutsche Wort vielen nicht fremd ist. Fröbel hatte erkannt, dass das Fundament der Bildung in der frühen Kindheit gelegt wird. Die Rolle des Erziehers sah er ähnlich der eines Gärtners, der das Kind wie eine Pflanze behütend und schützend aufziehen soll, es dabei fördert und anregt.

Wieder etwas daszugelernt liebe Hörerfreunde. Schaun wir aber, wer uns noch nach Teheran geschrieben hat.

Dieses Mal war auch ein Brief von Ullrich Wicke aus Felsberg dabei, und zwar hörte er uns am 28. März und schrieb:

 „Liebe Freunde,

anbei der erste Empfangsbericht an Euch in der neuen Sendeperiode.

Es ist schön, daß Ihr weiterhin auf der Kurzwelle sendet. Sehr interessant fand ich  das heutige Interview zur aktuellen Krise zwischen dem Westen und Russland. IRIB erweist sich immer wieder als wichtige Ergänzung zu den hiesigen Medien.

Bis zum nächsten Mal Euer Ullrich Wicke.

Für die 7300 kHz gab es leider nur diese SINPO-Werte: 3-4-3-3-3

Bei unserem Hörer Thomas Marschner aus Wittingen war der Empfang besser. Für die 9850 kHz konnte er uns am 9. und 19. April besseren Empfang mit SINPO 4 und 5 bescheinigen, bei der 7300 kHz waren die Werte etwas schlechter.

Herr Marschner bedankte sich auch noch für die zuletzt bei ihm eingegangene QSL-Karte.

Auch aus Finnland erhielten wir Post.

Am 3. Mai schrieb Arto Töyssy:

„Sehr geehrte Damen und Herren!

Am 3.Mai 2017 sandte ich Ihnen einen Bericht über meine Empfang Ihrer Station in (Finnland), da ich bisher noch keine Antwort von Ihnen erhalten habe, nehme ich an, dass mein Brief auf dem Postweg verloren gegangen ist. Vielleicht hatten Sie auch noch keine Zeit zum antworten.

Für mich war es ein erinnerungswürdiges Ereignis, Ihre Station zu hören.

Ich habe seitdem immer wieder versucht, Ihre Station zu hören, jedoch ohne Erfolg. Bitte finden Sie daher eine Kopie meines damaligen Empfangsberichtes beigefügt.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Station alles Gute.

Ihr Hörer aus Finnland, Arto Töyssy“

Ein Jahr hat sich Herr Töyssy gedultet, und gewartet, aber die erhoffte Post aus Teheran kam nicht an. Wir hoffen, dass es diesmal klappen wird mit einer QSL-Karte nach Finnland für diesen Hörer, der auch Mitglied im finnischen DXer-Verband ist.

Um zu unserer nächsten Sendung überzuleiten, gehen wir noch einmal auf Post von unserem österreichischen „Iran-Monitor“ Paul Gager ein. Er schrieb am 21. Mai:„Werte Redaktion! Eine "Kultur-Agentur" fördert Begegnungen zwischen Iran und Österreich. "Wir wollen Österreich dem Iran vorstellen und auch Kunst aus dem Iran dem österreichischen Publikum näherbringen“ hieß es in den Erklärungen dieser Kultur-Agentur. Da das Unternehmen noch "sehr jung" sei, sind die Veranstaltungen im Iran erst im "zweiten Schritt" geplant. Der Fokus liege auf Konzerten und "didaktischen Veranstaltungen". Die Agentur sei bemüht alles "so unpolitisch wie möglich" zu halten. Ausser Konzerten veranstaltet die Kultur-Agentur Saphira Culture auch "didaktische Unternehmungen" an Musikuniversitäten. So ist am Vortag des Konzerts ein Workshop eines Kamancheh-Spielers mit iranischen Ensemble zum Einsatz des tonalen Systems der iranischen Musik für Studierende der Musikuniversität Wien geplant. Ausserdem soll ein iranischer Künstler einen Vortrag über die soziale und wirtschaftliche Lage des Musikers im Iran halten.

Soweit die Information unseres Hörerfreundes  aus der österreichischen Presse. Daraus ergab sich für Herrn Gager eine Frage:

 P.S. Vielleicht wäre es der Redaktion möglich einmal einen Kamancheh-Spieler im allseits beliebten Hörerbriefkasten musikalisch vorzustellen? Danke. 

Lieber Herr Gager vielleicht klappt es schon beim nächsten Mal mit Ihrer Bitte, denn wir haben für nächstes Mal eine Fortsetzung unserer musikalischen Reise durch die iranischen Provinzen geplant. Aufgrund des Endes der Fastenmonats Ramadan und der anschließenden Feiertage müssen wir die nächste Hörerpostsendung schon früher aufnehmen und wollen aus diesem Grund eine Musiksendung für Sie zusammenstellen. Wir bitten um Ihr Verständnis und wünschen Ihnen schon jetzt viel Vergnügen mit iranischer Musik am nächsten Sonntag. Nun folgt unser heutiges abschließendes Musikstück.

Bis bald dann also und Khoda hafez – Gott schütze Sie.

Jun 16, 2018 13:56 CET
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