Hörerpostsendung am 24. Juni 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Wie das zweite Spiel des amtierenden Fußballweltmeisters gestern bei der WM in Russland ausgegangen ist, wußten wir zur Zeit der Aufnahme unserer heutigen Sendung leider noch nicht. Hoffen wir, dass Sie liebe Hörerfreunde heute gut gelaunt an den Empfangsgeräten sitzen!

Oder sitzen Sie etwa am Fernseher und schaun sich das Spiel Polen-Kolumbien in Kasan an? Hoffen wir, dass die Nicht-Fußballfans heute bei unseren Hörerfreunden überwiegen und die Weltempfänger nicht ganz verstummen.

 

Hoffentlich sind auch unser Livestream und Archiv wieder in Ordnung, denn wie unsere Hörerfreunde Bernd Seiser, Volker Willschrey und Heinz-Günter Hessenbruch uns in der letzten Woche darauf aufmerksam gemacht haben, funktionierte weder der Livestream noch das Archiv.

Wir haben die besagten Störungen mehrfach an die Verantwortlichen weitergeleitet, mehr steht leider nicht in unseren Möglichkeiten.

Heute Nachmittag spielten die Volleyballteams unserer Länder in Teheran im Rahmen der Volleyball-Weltmeisterschaften in der Gruppe 19 gegeneinander. Hat jemand von unseren Hörerfreunden zugeschaut? Oder ist nur Fußball angesagt?

Wußten Sie eigentlich schon, warum der Fußball schwarz-weiß ist?

Wie wir erfuhren, soll der Grund darin liegen, dass man einen einfarbigen Ball zur Zeit des Schwarz-Weiß-Fernsehens nicht hätte erkennen können.

Aus dem Land der Weltmeisterschaft bekamen wir übrigens auch einen Empfangsbericht von einem neuen Absender. Igor Kolke aus Moskau hörte uns am 12. Juni zum ersten Mal wie er schreibt, und bestätigte uns die SINPO-Werte  5 und 4 für die 9850 kHz. Er schrieb uns in Englisch in etwa so:

„Nochmals vielen Dank für Ihre hervorragende Sendung heute. Ich habe es wirklich genossen.

Ich hoffe, von Ihnen zu hören und würde gerne eine QSL-Karte von Ihnen erhalten, um sie meiner Sammlung hinzuzufügen.“

Diesen Wunsch wollen wir Herrn Kolke gerne erfüllen. Über sein Empfangsgerät machte er keine Angaben.

Jetzt aber zur weiteren Hörerpost. Am letzten Sonntag hatten wir ja wieder mal eine Musiksendung mit Beiträgen aus verschiedenen iranischen Provinzen. Der Grund dafür waren die Feitertage anlässlich des Fitr-Festes, also dem Ende des Fastenmonats Ramadan.

Bei unseren aufmerksamen Hörerfreunden möchten wir uns nun zunächst für ihre Glückwünsche zu diesem bedeutenden Termin im islamischen Kalender bedanken:

„Werte Redaktion! Darf ich Ihnen auf diesem Wege meine herzlichen Glückwünsche zu einem friedlichen und freudigen Ramadan-Fest übermitteln. Paul Gager, Österreich“

“Happy Eyd..

From-Dr. Hemant Kumar (President) Priyadarshini radio listener's club.”

Die Grüters schrieben sogar in Farsi:

 

 

موفق باشید به عید فطر

                                    

بهترین آرزوها برای شما و خانواده تان

 

گيزلا و مانفرد گروتر

 

 

Liebe Freunde,zum unmittelbar bevorstehenden Fest des Fastenbrechens (Id al-Fitr) am morgigen 15.06.2018 sende ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der deutschsprachigen Redaktion des "IRIB World Service" und deren Familien die herzlichsten Grüße und gratuliere Ihnen vielmals zu dem bedeutenden Feiertag, der das Ende des Ramadans markiert. 

Meine Grüße verbinde ich mit dem aufrichtigen Wunsch, dass Sie anlässlich des Id al-Fitr-Festes unbeschwerte Stunden mit Ihren Freunden und Familienangehörigen verbringen können. Die Botschaft des Friedens und der Versöhnung möge einziehen und alle Menschen erreichen, die guten Willens sind.   Für heute noch einmal die herzlichsten Glückwünsche und Grüße,  Ihr Stephan Lipsius“

 

Ganz herzlichen Dank für Ihre netten Worte liebe Hörerfreunde und Ihr Verständnis bezüglich des Ausfalls der letzten Hörerpostsendung wegen der Fitr-Fest-Feiertage.

Dazu schrieb unser Hörerfreund Fritz Andorf aus Meckenheim:

„Leider gab es wegen der Feiertage zum Ende des Ramadans heute keine Hörerpost, auch wenn der musikalische Streifzug durch die iranischen Provinzen recht hörenswert war. Sicher sind die Menschen froh, dass der Ramadan endlich vorbei ist, denn in diesem Jahr dauerten ja die Stunden des Fastens wegen der langen Tageshelligkeit besonders lange.

Was die Musik angeht, so waren zwar traditionelle Musikinstrumente mit netten Liedern zu hören. Allerdings habe ich wieder einmal Lieder vermisst, die von Frauen gesungen werden. Mir leuchtet einfach nicht ein, weshalb den Frauen Musik und Gesang verboten sind. Zur Musik im Iran habe ich noch eine Frage: Gibt es eigentlich Chorgesang, wenn auch sicher nicht mit gemischten Chören aus Männern und Frauen?“

 

Lieber Herr Andorf, die langen Sommertage im Fastenmonat hatten wir auch schon in den letzten Jahren. Außerdem ist niemand gezwungen zu fasten. Die meisten Muslime freuen sich am Ende des Ramadan, dass sie auch ein weiteres Jahr an diesem besonderen Monat teilnehmen konnten.

Leider können wir Ihnen keine von Frauen gesungenen Lieder präsentieren lieber Hörerfreund. Aber grundsätzlich sind Musik und Gesang für Frauen auch in Iran nicht verboten. Viele Frauen in Iran spielen Instrumente und sind an Orchestern beteiligt. Frauen können sogar auch in gemischten Chören mitwirken. Nur öffentliche Sologesänge sind für Frauen in der Islamischen Republik Iran nicht erlaubt.

Wenn Sie gerne iranische Frauenstimmen hören möchten, ist Ihnen das in Deutschland sicher auf andere Weise als über unseren Sender möglich.

Schon wegen des Fitr-Festes und auch wegen der fußballweltmeisterschaft und den beginnenden Sommerferien, hat die Reisezeit begonnen. Und in der Hörerpost haben wir zwei Reiseberichte, die aber nicht direkt mit diesen Ereignissen in Verbindung stehen.

Zunächst danken wir unserer Hörerfreundin Martina Pohl für 5 weitere Empfangsberichte aus dem Monat Mai. Bedauerlicherweise reduzierten sich die sehr guten SINPO-Werte von 4 und 5 bei den beiden letzten Ende Mai von ihr gehörten Sendungen auf 3 und 4. Nun hoffen wir, dass sich das im Juni wieder gebessert hat. Hier nun aber der Reisebericht von Frau Pohl: 

„Liebe deutschsprachige Redaktion,heute sende ich Euch einen kleinen Reisebericht zu. Wir verbrachten  nämlich ein paar Tage in der Universitätsstadt Jena in Thüringen. Da wir im Zentrum in einem großen Hotel wohnten, waren die Wege zu einigen bedeutenden Sehenswürdigkeiten nicht weit. Nach unserer Ankunft beschlossen wir sogleich, uns in die Goethe-Galerie zu begeben. Eine mit Glas überdachte Einkaufspassage mit unzähligen Geschäften und Imbissen erwartete uns. Auf dem Weg zum Hotel war auch das Zeiss-Hochhaus nicht zu übersehen. An den darauffolgenden Tagen kamen wir unter anderem auch am Botanischen Garten vorbei. Diesen hatten wir uns schon einmal vor vielen Jahren voll Bewunderung  angesehen. Hier befindet sich auch die Goethe-Gedenkstätte. Goethe schrieb an diesem Platz auch Teile seines „West-östlichen Diwan“. Unmittelbar daneben war auch ein Abstecher beim Zeiss-Planetarium beschlossene Sache. Das Gebäude wurde von den Architekten Hans Schlag und Johannes Schreiter errichtet. Auch der Besuch einer lieben Bekannten stand an. Es gab selbstverständlich viel zu erzählen. Im Universitätshochhaus verweilten wir kurz. Für den Rundblick von der 26. Etage fehlte einfach die Zeit. Im Optischen Museum wurden wir schon erwartet. Bernd hatte diverse Unterlagen seines Vaters, sowie eine alte Werra als Schenkung dabei. Das Museum besitzt eine wertvolle Sammlung von feinmechanisch-optischen Geräten. Zu Fuß ging es auch zum Alten Friedhof. Hier ruhen bedeutende Persönlichkeiten. Die Grabsteine sind alt und verwittert, der Boden ist mit Efeu bedeckt. An diesem Ort hätte ich noch viel länger verweilen können. In der dortigen Friedenskirche probten gerade Musiker für ein Vesper-Konzert am gleichen Abend. Sie spielten altertümliche Lieder; der Rahmen hierfür passte. Später verspeisten wir noch jeweils eine Thüringer Bratwurst in der besagten Goethe-Galerie. Die Heimfahrt verlief sogar ohne Stau.Viele Grüße nach Teheran ins Funkhaus von Martina“

 

Die Reise von Frau Pohl hat uns wieder einige Wissensbereicherungen beschert und vielleicht findet der Besuch der Pohls in Jena ja auch Nachahmer unter der werten Hörerschaft.

Für diejenigen die vielleicht nicht wissen, was Frau Pohl mit „eine alte Werra“ meinte, hier noch die Anmerkung, dass damit eine Kamera aus der vom VEB Carl Zeiss in Jena zwischen 1954 bis 1966 gebauten Serie anspruchsvoller Kleinbildkameras gemeint Ist. Sicher kennen Viele von Ihnen noch diese Kameras mit einem Drehaufzug, der gleichzeitig den Film transportierte und den Verschluss aufzog.

 

Unser Hörerfreund Karl-Heinz Grüttner aus Nobitz-Ehrenhain kennt solche Kameras aber bestimmt, denn sie kommen ja aus seiner Heimat Thüringen.

Die Bilder die er uns jetzt von seiner Reise geschickt hat, wurden aber mit einem viel moderneren Aufnahmegerät gemacht.

Neben den vielen schönen Bildern von der sicher sehr spannenden Fernreise im April diesen Jahres hat Herr Grüttner 10 neue Empfangsberichte aus dem Zeitraum vom  10. Mai bis 3. Juni 2018 geschickt. Wir bedanken uns vielmals. Herr Grüttner ist flexibel, wenn es über die Kurzwelle nicht klappt, schaltet er auf Satellit um und hat einen ausgezeichneten Empfang.

Einen Brief hat unser Hörerfreund natürlich ebenfalls geschrieben und unter anderem von seiner Reise berichtet.                                                    

 „Nobitz, 13.06.2018

Liebes Team der deutschen Redaktion von IRIB,

es wird Zeit, dass ich wieder einmal ein paar Empfangsberichte einreiche. Wir haben schon wieder Juni und die Zeit vergeht wie im Flug. Der Garten steht jetzt wieder im Mittelpunkt und dient nicht nur der Beschäftigung, er ist auch zentraler Ort der Erholung und Entspannung. In diesem Jahr gab es bei uns schon viele schöne und warme Tage. Man könnte sagen: Schön das es so ist. Aber leider bringt das überdurchschnittlich schöne Wetter auch Nachteile mit sich. Seit April ist es insgesamt viel zu trocken für unsere Breitengrade und die Natur leidet sehr darunter. Auch die Landwirtschaft rechnet schon jetzt mit Ernteausfällen. Wobei die Situation regional in Deutschland sehr unterschiedlich ist. Denn es gibt Gegenden, da hat es sogar überdurchschnittlich viel zu viele Niederschläge gegeben.

Weiter heißt es bei Herrn Grüttner:

„Unser Jahresurlaub liegt nun auch schon wieder hinter uns. Eine Kreuzfahrt mit der AIDA vom Orient ins Mittelmeer.  Es war ein spannender und erlebnisreicher Urlaub der besonderen Art. Von unserem Ausgangshafen in Abu Dhabi am 3. April haben wir knapp 6000 Seemeilen zu 9 unterschiedlichen Häfen zurückgelegt und 11 Tage auf See verbracht. Unser erstes Ziel war Manama in Bahrain. Dann ging es für 3 Tage nach Dubai und weiter nochmals nach Abu Dhabi. Es folgte der erste Tag der Erholung auf See. Nach einem eindrucksvollen Tag in Muscat machten wir uns auf den Weg nach Salalah, unserem zweiten Ziel im Oman. Danach nahm unser Schiff AIDA-Stella Kurs auf Aqaba in Jordanien, welches wir nach vier erlebnisreichen Tagen auf dem Roten Meer erreichten. Nach einer spannenden Fahrt durch den Suezkanal kamen wir zwei Tage später in Haifa, Israel an. Wir verbrachten auf dem Weg nach Valletta in Malta zwei schöne Tage auf See und nach einem weiteren Seetag erreichten wir den Zielhafen in Palma de Mallorca am 26. April. Ja wir haben viel gesehen und konnten unser Wissen über viele Länder erweitern. Gerade auch beim Besuch der arabischen Halbinsel und in Nahost beginnt man viele Dinge durchaus mit anderen Augen zu betrachten. Anders als wie man es uns in unseren Medien weiß machen will. Im Anhang dazu ein paar Fotos.

In diesem Zusammenhang möchte ich auf die sehr interessante Sendereihe: „Auf den iranischen Inseln im Persischen Golf“ zu sprechen kommen. Diese sehr gut moderierte Sendereihe beschreibt die Schönheit der Inseln auf eindrucksvolle Weise. Natürlich habe ich die Reportagen mit dem Atlas zur Hand verfolgt und musste dabei feststellen, dass wir zum Beilspiel an der Insel Qeschm und Hormus sozusagen in Sichtweite von unserem Schiff vorbei kamen. Es war der Weg durch die Straße von Hormus in Richtung Golf von Oman. Das hat natürlich den gerade verlebten Urlaub wieder lebendig werden lassen. Sehr schön!  

Ähnlich interessant ist ja für mich auch immer wieder die Sendereihe „Mit uns durch den Iran“. Ich hatte ja des Öfteren schon davon berichtet.“

Für heute möchten wir die Zuschrift von Herrn Grüttner erst einmal beenden. Seine Zeilen zur Umfrage unserer Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit zum Schweigen der islamischen Länder gegenüber den israelischen Verbrechen im Gazastreifen werden wir ein andermal vorlesen.

Nochmals ganz herzlichen Dank Herr Grüttner, auch für die beeindruckenden Bilder von historischen Gebäuden, weißen Moscheen und weißen Stränden, blauem Meer und grandiosen Wüstenlandschaften.

Sie haben sich unserem Land ja schon erheblich genähert, vielleicht führt Sie Ihr Interesse an fremden Ländern ja auch nochmal nach Iran. Und grüßen Sie auch bitte Ihre Frau vielmals.

Wir nähern uns dem Ende unserer heutigen Hörerpostsendung und wollen bevor wir uns verabschieden noch die Post von OM Bernd Seiser vorlesen:

„Liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren deutschsprachiger Kurzwellenredaktionen,heute am 18. Juni vor 30 Jahren wurden die Funk- und Radiofreunde Schrems als eingetragener Verein gegründet. Zu diesem historischen Jahrestag möchte ich den Funk- und Radiofreunden Schrems auch in Eurer Hörerpostsendung gratulieren, mich für die Unterstützung unseres Radiohobbys bedanken und dem Verein auch für die Zukunft alles Gute wünschen.Vielleicht findet sich ja die Gelegenheit, einige Auszüge aus dem beiliegenden Anhang in Eurer Sendung zu verlesen?Vielen Dank im Voraus, mit freundlichen Gruessen und besten Wuenschen aus Ottenau, Bernd Seiser“

Gerne haben wir diese Meldung vorgelesenm allerdings ist keine Zeit mehr auf den Zeitungsausschnitt einzugehen. Wie gratulieren besagtem  österreichischen Verein, dessen Gründungsmitglied Franz Schanza aus Niederschrems ja auch zu unseren Hörerfreunden zählt.

Am 22. Juni schrieb OM Seiser dann noch:

„Leider ist noch immer kein IRIB-Internetempfang möglich, aber zum heutigen 51.Jahrestag der ersten deutschsprachigen Kurzwellensendung aus dem Iran möchte ich nicht versäumen, der deutschen Redaktion meine besten Glückwünsche zu übermitteln.“

Vielen Dank für die Glückwünsche. Wir hoffen weiterhin, dass unser Projekt anlässlich des 50.Jubiläums noch in die Tat umgesetzt wird, aufgegeben ist es noch nicht.

Nun ist es an uns zu gratulieren: In den nächsten Tagen hat unser Hörerfreund Dieter Leupold in Leipzig Geburtstag. Wir wünschen alles Gute und vor allem Gesundheit. Bleiben Sie weiter unser aktiver Hörerfreund!

Auch Helmut Dieterle im Allgäu hat bald Geburtstag, leider haben wir schon lange nichts mehr von ihm gehört.

Falls jemand aus der Hörerrunde ein Lebenszeichen von ihm hat, wären wir dankbar dafür es an uns weiterzureichen.

Jetzt bitten wir nur noch ums Daumendrücken für unsere Fußball-Nationalmannschaft beim Spiel morgen Abend gegen Portugal.

Mit dem Abschlusslied beenden wir die heutige Sendung und wünschen bis zum nächsten Mal wie immer

Khoda hafez – Gott schütze Sie!

Jun 28, 2018 14:16 CET
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