Hörerpostsendung am 05. August 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Salam liebe Hörerfreunde. Die Postmappe mit Ihren Zuschriften wird auch heute – so wie jeden Sonntagspätnachmittag – wieder geöffnet. Eine liebgewordene Tradition – finden wir – und Sie doch sicher auch. Heute verraten wir gleich zu Anfang schon mal mit wem die Post hier bei uns abgeht. Übrigens „abgeht“ wir haben vor Kurzem wieder eine Reihe QSL-Karten abgeschickt, die hoffentlich bald bei Ihnen ankommen.

Nun zum Posteingang und den Einsendern, deren Zuschriften wir heute vorlesen wollen. Dabei sind Andreas Mücklich, Paul Gager, Heinz-Günter Hessenbruch, Siegbert Gerhard, Frank Kreuzinger, Dieter Leupold,...

Leider ist der Name Christoph Schmidt auch diesmal nicht dabei, denn wir bekommen schon lange keine Post mehr aus Schneeberg im Erzgebirge, von unserem guten Waldmeister Christoph Schmidt. Aber das soll nicht bedeuten, dass wir ihn vergessen haben. Soweit wir wissen, hört er auch immer noch die Hörerpostsendung am Sonntagabend, sofern es ihm die Gesundheit erlaubt. Deshalb wollen wir ihm heute an dieser Stelle herzliche Grüße vom Hörerpostteam, und insbesondere von der Nachfolge-Postmeisterin Monika ausrichten. Sie denkt oft an ihn und auch an die alten Zeiten, als die Hörerpostsendung noch unter der Regie von Postmeisterin Ursula stand. Wenn diese Zeiten auch schon länger vorbei sind, so hält aber das Band der Freundschaft zwischen Schneeberg und Teheran noch immer. Wir wünschen uns und denen, die es gewebt haben, dass es noch lange halten möge und seine Fasern und Strukturen, die so bunt und vielfältig sind, allen Stürmen der Zeit widerstehen.

Etwas weiter östlich als der Wohnort unseres lieben Waldmeisters, aber auch im Bundesland Sachsen, liegt Pirna, und dort wohnt ein Hörer, der schon länger nicht mehr an uns geschrieben hat. Aber die Freundschaft mit unserem Sender übersteht auch längere Pausen. Von wem die Post aus Pirna kam, erfahren Sie jetzt:

„Sehr geehrte Damen und Herren, ich weiss, dass ich mich lange nicht mehr bei Ihnen gemeldet habe. Das letzte Mal habe ich geschrieben, als George W. Bush Präsident der USA war. Damals dachte ich: Es kann nicht schlimmer kommen. Aber es kam schlimmer. Das würde jetzt aber zu weit führen. Im Anhang befinden sich ein Empfangsbericht und ein stark gekürzter Zusammenschnitt des Empfangs hier. Mit freundlichen Grüßen aus Pirna, Frank Kreuzinger“Schönen Dank Herr Kreuzinger, wir freuen uns immer wenn sich Hörerfreunde wieder bei uns melden und wenn dann noch ein Empfangsbericht mit recht guten SINPO-Werten dabei ist, dann umso mehr. Danke auch für den Mitschnitt unserer Sendung vom 21. Juli über die 9850 kHz.

Vielleicht nimmt sich Herr Kreuzinger nochmal die Zeit um näher auf seine politischen Ansichten einzugehen, wo er ja anscheinend besonders bei den USA Bedenken hat.

Kommen wir aber zum nächsten Hörerfreund „nach längerer Pause“:„Liebes Team in Teheran,nach einer doch recht langen Pause, melde ich mich wieder einmal bei Ihnen. Am vergangenen Freitag habe ich mein Radio auf die Frequenz von IRIB aus Teheran eingestellt. Das Signal war sehr stark und so konnte ich dem Programm ungestört folgen. Über meinen Erfolg sende ich Ihnen einen Empfangsbericht und würde mich freuen, wenn Sie mir diesen mit einer QSL-Karte bestätigen würden.Ich hoffe, dass die Details richtig sind.Die letzten Jahre waren für mich doch sehr stressig, mit vielen, für mich teilweise traurigen, Ereignissen. Doch ich hoffe, dass es besser wird und es langsam wieder aufwärts geht. Dann kann ich auch wieder regelmäßiger meinem Hobby nachgehen und unter anderem auch Empfangsberichte an IRIB senden. Das soll es aber erst einmal gewesen sein und ich verabschiede mich, mit freundlichen Grüßen aus Berlin, Ihr Hörer Andreas Mücklich“

Wir freuen uns sehr Herr Mücklich, dass wir mal wieder Post von Ihnen bekommen haben und danken für den Empfangsbericht vom 20.07 über die 9850 kHz und die SINPO Werte 3,4 und 5.

Hoffentlich erlauben es Ihnen die persönlichen Umstände wieder mehr mit uns in Verbindung zu treten. Es wäre schade, wenn die langjährige Freundschaft nicht weitergeführt würde.

Das es einen Internationalen Tag der Freundschaft gibt, darauf machte uns unser österreichischer Hörerfreund Paul Gager aufmerksam.

Zu seinem Empfangsbericht vom 30. Juli schrieb er:

Internationaler Tag der Freundschaft  - Am UNO-Gedenktag geht es um Freundschaft zwischen Menschen, aber auch zwischen Ländern, Völkern und Kulturen. Deshalb möchte ich Sie heute alle freundschaftlich grüßen.“ 

Wir grüßen freundschaftlich zurück lieber Herr Gager und danken Ihnen für diesen Hinweis.

Weil Freundschaft so wichtig ist, hat die UNO 2011 den Internationalen Tag der Freundschaft ausgerufen und diesen auf den 30. Juli festgelegt.

Inzwischen sind leider einige Iranfilm-Termine, auf die uns Herr Gager aufmerksam gemacht hat, verstrichen. Diesmal wollen wir es aber nicht soweit kommen lassen und teilen Ihnen den nächsten Termin nun lieber rechtzeitig mit.Also am 24. August – das ist ein Freitag – gibt es von 18:35 bis 19:20 Uhr auf ARTE-TV den Film „Mit dem Zug durch ..Den Iran“ Eine Tour auf Schienen, vom Persischen Golf über die Hauptstadt Teheran bis ans Kaspische Meer. Filmemacher Alexander Schweitzer hat das Land mit der Transiranischen Eisenbahn entdeckt. Die bedeutenste Schienenverbindung des alten Persien verläuft  rund 1.400 KM vom Persischen Golf über Teheran bis zum Kaspischen Meer.

Die Reise beginnt in Chorramschahr am Schatt al-Arab, dem Grenzfluss zwischen Irak und Iran. Atemberaubende Landschaften ziehen im Zagrosgebirge am Zugfenster vorbei, wo auf 2.217 Metern der höchste Punkt des iranischen Eisenbahnnetzes erreicht ist.

Via Schnellbahntrasse geht es mit Tempo 160 in die Hauptstadt Teheran. In Bandar-e Torkaman am Kaspischen Meer endet das Schienenabenteuer, das die Reisenden mit überaus gastfreundlichen Menschen zusammenführt.“ 

Danke für diesen Hinweis und auch für eine frühere Nachricht von Ihnen die lautet:

„Werte Redaktion!Gute Nachrichten mit Iran-Bezug habe ich im ‚Friday Flyer von Cooks Travelbook‘ gelesen:Der Passagierverkehr zwischen Tabriz im Iran und Van in der Türkei wurde am 18. Juni 2018 wieder aufgenommen. Der Dienst wurde 2016 aufgrund eines Bombenanschlags in der Osttürkei ausgesetzt, der einen nach Tabriz fahrenden Güterzug entgleiste.Ich finde es gut, das die unterbrochene Eisenbahnverbindung zwischen Iran und der Türkei wieder ihre völkerverbindende Wirkung entfalten kann.Paul Gager, Wien“ 

Die Meldung mit dem wieder aufgenommenen Zugverkehr zwischen der Türkei und Iran bezieht sich auch auf den Trans-Asia-Express, der Zug fährt jeden Mittwochmorgen in Ankara ab und kommt am Freitagabend gegen 20.30 Uhr in Teheran an. Allen die Lust auf Zugreisen haben, sollte dieser Hinweis vielleicht auch ein Tipp für die nächste Zugreise sein.

Ob der Preis von 45 Euro für die Fahrkarte inklusive Bettkarte im Schlafwagen von Ankara nach Teheran noch aktuell ist, wissen wir leider nicht. Interessierte erfahren im Reisebüro sicher mehr.

Herrn Gager danken wir außerdem für seine nahezu täglichen Empfangsberichte, und wir wissen die guten SINPO-Werte von 4 zu schätzen.

Mit den guten SINPO-Werten von Paul Gager kann auch Alfred Albrecht mithalten. Dank und Gruß nach Emmendingen für den Empfangsbericht vom 1. August über die 7300 kHz mit SINPO 4.

Bedauerlicherweise sieht es bei der Empfangsqualität in Remscheid anders aus. Aber Hoffnung kommt auf, denn Heinz-Günter Hessenbruch schrieb zu seinen Juliberichten:„In den letzten Tagen ist der Empfang eine Spur besser geworden.Allerdings nur auf 9850 kHz. Tragisch ist das aber nicht, weil ich Sie gut über Internet hören kann.Ich danke für Ihre Sendungen und Beiträge. Wünsche Ihnen allen eine schöne Sommerzeit.Ihr Stammhörer Heinz-Günter Hessenbruch“

Besten Dank Herr Hessenbruch. Die schöne Sommerzeit wird aber in diesem Jahr für Viele durch dauerhaft hohe Temperaturen etwas strapaziös.

Dieter Leupold hat uns wieder aktuelle Informationen über das „Hochsommerliche Wetter in Mitteleuropa“ geschickt und meinte, dass wir in Iran und Deutschland nun „fast eins sind“ bei den Temperaturen.

Er schickte auch ein Bild von seinem Thermometer am 31. Juli mit, dass um 13:45 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit 36 Grad anzeigte.

Dem schlossen sich weitere Mails von Herrn Leupold an mit der Meldung, dass am 31. Juli der Hitzerekord in Deutschland gebrochen wurde, und zwar in Bernberg in Sachsen-Anhalt. Dort wurden laut dem Deutschen Wetterdienst 39,2 Grad Celsius gemessen.

„Deutschland hat heute den bisher heißesten Tag dieses Sommers erlebt. In weiten Teilen des Landes war bei 30 bis 39 Grad Schwitzen angesagt. “

Auch in Kitzingen – das den deutschen Allzeitrekord vom 7. August 2015 mit 40,3 Grad hält  - waren es am 31. Juli 39 Grad.

Kitzingen ist nicht allzuweit von Hammelburg entfernt, wo unser Hörerfreund Dietmar Wolf lebt, der hatte uns schon eine Woche zuvor geschrieben:

„Ich war wieder mit dem Rad unterwegs. Weil es derzeit sehr heiß ist, war ich mit meinem Mountainbike im kühlen Wald unterwegs.“

Die angehängten Bilder zeugen vom grünen und kühlen Aufenthaltsort Wald, den Herr Wolf bei dieser Sommerhitze genießen konnte.

Dass aber auch die Wälder in Deutschland von der Hitze bedroht sind, das zeigen die Nachrichten der letzten Zeit über Waldbrände und das Vertrocknen von Jungbäumen.

"Mittlerweile müssen wir von einer Jahrhundertkatastrophe sprechen", sagte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates.

Meldungen über Fischesterben und die Beeinträchtigung beziehungsweise den Stillstand der Flußschifffahrt reihen sich in die aktuellen Wettermeldungen ein. Aber einer Zeitungsmeldung konnten wir entnehmen: 

Immerhin scheint einem Großteil der Bevölkerung der warme Sommer zu gefallen. In einer repräsentativen Emnid-Umfrage im Auftrag der Zeitung Welt gaben 54 Prozent der 1.000 Befragten an, sich über "das tolle Wetter" zu freuen und den Sommer zu genießen. 44 Prozent, dabei vor allem ältere Menschen, empfanden die Hitze demnach aber als Belastung. Ein Großteil der Befragten, 82 Prozent, glaubt außerdem, dass der Klimawandel für den ungewöhnlich heißen Sommer verantwortlich ist.

Kommen wir aber zu den Kurzwellen und unseren Hörerfreunden zurück. Mit dem Erstausgabetag 12. Juli 2018 gab die Deutsche Post AG in der Serie Design aus Deutschland eine Briefmarke im Wert von 345 Euro-Cent heraus, die den Weltempfänger T 1000 von 1964 zeigt.

Darauf machte uns Hörerfreund Siegbert Gerhard aufmerksam.

„Liebe Hobbyfreunde,

die Ausgabe der Sonderbriefmarken (SBM) zu 345 Cent des BMF im Vertrieb der Deutschen Post AG  nehme ich zum Anlass, Euch zu Dieter Rams und seinen Produkten einige weitere Infos und Bilder zu schicken - viel Freude damit.

Die Bilder habe ich am 01.08.2017 beim Besuch des Museums für angewandte Kunst am Museumsufer in Frankfurt am Main aufgenommen. Dort gibt es eine spezielle Dieter Rams-Abteilung mit vielen seiner Produkte aus und um die Firma Braun. Hat jemand oder betreibt jemand unter Euch noch einen funktionierenden Empfänger aus der Produktpalette? Oder ein TV? Sollte jemand einzelne Bilder in hoher Auflösung benötigen, bitte bei mir melden.

Siegbert Gerhard, Frankfurt am Main“

Recht herzlichen Dank lieber Herr Gerhard für diese Information. Also der Weltempfänger T 1000 von Braun wurde wie von Herrn Gerhard erwähnt von dem deutschen Industriedesigner Dieter Rams entworfen, der einige Jahrzehnte bei diesem deutschen Elektrogerätehersteller als Desinger tätig war.

Dank Hörerfreund Gerhard und seiner Fotos konnten wir auch einen Blick ins Frankfurter Museum für Angewandte Kunst werfen und mehr vom Schaffen dieses zeitgenössischen Meisters sehen. Da wir gerne noch etwas mehr über Dieter Rams erfahren wollten, haben wir auf der Suche danach sein Tokio Manifest vom Mai 2009 gefunden. Daraus einige Sätze, die wieder den Kreis zu der derzeitigen Wetterlage und den Vermutungen über deren Ursachen schließen: 

„Designer sollten immer den Ehrgeiz haben, die Welt ein wenig zu verbessern, denn sie wird es nicht von selbst:

Wir müssen gegen die Unzulänglichkeiten der Nachkriegszeit kämpfem, heute heißen die Herausforderungen Schutz der natürlichen Umwelt und Überwindung eines gedankenlosen Konsums.  

Aber es gibt auch neue, weiterreichende Herausforderungen an die Gestalter des Morgen. Denn es geht nicht mehr nur allein um die Produkte selbst, sondern auch um neue Verhaltensstrukturen, wie mit diesen kulturellen Werten umzugehen ist. 

Das erfordert ein Designethos jenseits von Gleichgültigkeit und Beliebigkeit. Unsere prekäre Umwelt- und Klimalage und eine durchaus labile globale Ökonomie erfordern eine neue Einstellung zu den Dingen. Wir sollten genauer überlegen, was wir produzieren wollen. Weniger ist aber nur dann ein Mehr, wenn es auch ein Besseres als das Mehr ist.

Ein übertriebener Markenkult hat von den echten Produktqualitäten abgelenkt und zu billigen Fake- und Surrogatangeboten geführt, bei denen das echte oder falsche Label wichtiger geworden ist als das Produkt selbst. Warum es aber Gestaltern gehen muss, ist allein eine umfassende Qualität ihrer materialisierten Ideen. Design fängt daher mit Nachdenken an.Ein neuer Umgang mit unseren Produktwelten und Ressourcen kann eine Befreiung sein und kann ein neues unbeschwertes Lebensgefühl hervorbringen. Produkte, die langlebig, intelligent, brauchbar, nützlich und umweltkompatibel sind, können eine viel tiefere Befriedigung des Gebrauchs hervorrufen. Dieses neue Design muss nicht langweilig, sondern es kann ganz im Gegenteil aufregend sein.“

Dank Siegbert Gerhard haben wir von den wertvollen Gedanken des deutschen Designers Dieter Rams erfahren und sollten daraus etwas für unseren Alltag mitnehmen. Jede und Jeder von uns kann mit seinem Konsumverhalten wichtige Zeichen setzen und Veränderungen voranbringen.

Dank  unseren Hörerfreunden erfahren wir jede Woche viele interessante Dinge und freuen uns, wenn alle davon profitieren können.

Kommen wir nun zu den abschließenden Glückwünschen und dem heutigen Abschlußlied.

OM Bernd Seiser möchte auch noch den Geburtstagskindern Michael Bethge und Stephan Lipsius gratulieren, wir hatten das ja schon letzte Woche getan.

Unser heutiger Glückwunsch geht nachträglich an Bernd Riga in Saarbrücken zu seinem Geburtstag am Freitag.

Vielleicht hat ja die Sommerhitze bis zum nächsten Hörerposttreffen nachgelassen – wir wünschen Ihnen allen auf jeden Fall eine gute Woche und uns viele Zuschriften. 

Bis dann also und Khoda hafez – Gott      

Aug 08, 2018 13:11 CET
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