Hörerpostsendung am 12. August 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Vor- und Nachteile hat alles im Leben, daran wird sich wohl zu unseren Lebzeiten auch nichts ändern.

Welche Vorteile unter anderem der bisher außergewöhnlich heiße Sommer bei Ihnen liebe Hörerfreunde so hatte, wer wann und wo im Urlaub war, wer uns nach längerer Zeit mal wieder geschrieben hat und welch besondere Erlebnisse einer unserer Hörerfreunde so hatte, dies alles und noch etwas mehr wird heute beim Treffen mit unseren Hörerfreunden und ihrer Post dabei sein. Außerdem haben wir von einigen von Ihnen schon erfahren, dass unsere letzte QSL-Post gut angekommen ist. Das freut uns. Hoffentlich wird es bei all den anderen über 50 Adressaten auch der Fall sein.

Dann können wir also gleich nach etwas Musik mit der eingetroffenen Post beginnen und freuen uns über vollbesetzte Plätze in der Hörerrunde. Herzlich Willkommen.

Heute beginnen wir mit unserer Stammhörerin Martina Pohl vom Bodensee, die seit ein paar Wochen nichts hat von sich hören lassen, wahrscheinlich lag es am plötzlich schlecht gewordenen Empfang bei ihr in Überlingen, denn am 24. Juni hatte sie ja geschrieben:

„Liebes Team von IRIB,zur Zeit kann ich Euch keine Berichte zukommen lassen. Die Abendsendung ist hier nur noch ganz schwach oder gar nicht hörbar. Zu viele Störungen beeinträchtigen massiv das Zuhören.

Aber jetzt, bei ihren Empfangsberichten von Ende Juli ist wieder alles im “Grünen Bereich” mit SINPO-Werten 4 und auch die 5 kommt darin vor.

Außerdem schrieb sie am  letzten Sonntag:

„Liebes Team von IRIB,die langanhaltende Hitzewelle scheint noch kein Ende zu nehmen. Heute sind 36 °C vorhergesagt. Die aufgehängte Wäsche trocknet ziemlich schnell. Die Vogeltränke im Garten wird gut besucht. Die Vögel baden bei diesen Temperaturen auch gerne. Vom Rasen ist nicht mehr viel geblieben, nur noch braune Stellen. Herzliche Grüße Martina“Schön liebe Frau Pohl, dass Sie wieder bei uns mit dabei sind, wir hatten Sie schon vermisst in der Hörerrunde. 

Ähnliche Beobachtungen wie Frau Pohl mit der Vogeltränke machte auch ihr Hobbykollege Heinz-Günter Hessenbruch. Er berichtete: 

„Die Hitze ist für unsere Region wirklich extrem, im Garten wächst nichts mehr - da hilft auch kein Gießen. Die Bauern haben schlechte Ernten und wissen zudem nicht, wie sie ihr Vieh über den Winter bringen sollen.Gut an der ganzen Sache ist, dass sich in meinem Garten viele Schmetterlinge, Käfer und seltsame Insekten an den bereitgestellten "Vogeltränken" einfinden. Viele davon habe ich hier noch nie gesehen.Ich konnte sogar eine Schlange beobachten, weiß aber nicht, ob es eine große Blindschleiche oder eine kleine Ringelnatter war.“

 

Diese Beobachtungen unserer Hörerfreunde könnte man als die positiven Seiten der Sommerhitze ansehen. Und wie sich die Hörerfreunde bei diesen Temperaturen erfrischen, da gibt es auch einige Tipps.

z.B. von Herrn Hessenbruch:

„Ich trinke recht viel Mineralwasser, Fruchtsäfte und Tee.Und - wenn es mir zuviel wird mit der Hitze, dann esse ich eine heiße und gut gewürzte Nudel - oder Gemüsesuppe, dann fühle ich mich viel besser.“ 

Danke für den Tipp lieber Stammhörer.

Im Taunus erfrischt  sich unser Hörerfreund Lutz Winkler gar mit unseren Sendungen. Hören Sie selbst was er am 9. August schrieb:

„Liebe Mitglieder der deutschen Redaktion von IRIB in Teheran, herzlichen Dank, dass Sie auch an diesen heißen Tagen uns Hörern erfrischende Sendungen bringen. – Ja der Sommer hat es dieses Jahr in sich und es gilt sich unter Mittag ein kühles Plätzchen zu suchen um die schlimmste Mittagshitze zu überstehen. Gesundheitlich geht es langsam weiter aufwärts. Aber die Ärzte sind noch skeptisch, dass ich bald wieder arbeiten kann.

Herzlichen Dank für QSL-Karte und Genesungswünsche in der Briefkastensendung.

Sehr interessant finde ich die Sendereihe „Islamische Kultur und Zivilisation“ und dort besonders die kulturelle Entwicklung, sowie die Entwicklung der Kultur und Kunst auf iranischem Gebiet. Ich bin immer wieder erstaunt, mit welch einfachen Mitteln früher große Bauwerke und Kunstwerke geschaffen wurden. So höre ich Ihre Sendungen jeden Tag sehr gern – der Kurzwellenempfang ist auch mit einem guten Signal möglich.

Ich wünsche Ihnen in Teheran alles Gute und viel Gesundheit.

Viele Grüße an alle in der Redaktion und einen schönen Sommer. Ihr Hörer Lutz Winkler“

Das freut uns besonders lieber Herr Winkler, dass Sie unsere Sendungen erfrischend finden. Vielleicht hilft Ihnen das ja ein wenig darüber hinweg, dass Sie dieses Jahr nicht in Urlaub fahren können. Besten Dank auch für die guten Wünsche und Ihnen weiterhin gute Besserung.

Mit dem Urlaub hat es allerdings bei Dieter Leupold geklappt. Vor 4 Tagen schrieb er: 

„Hallo liebe IRIB Redaktion - Wir und unsrer Hörer.

Heute mal kurze Urlaubsgrüße von der polnischen Ostseeküste aus Misdroy, auch hier ist der Empfang gut, siehe Mitschnitt im Anhang. 

Das untere Foto mit dem Sonnenuntergang ist vom Dienstagabend.

Heute zieht eine Gewitterfront auf, es regnet bald. Wir hatten heute bis zu 34°C an der See. Die Hitzewelle scheint langsam zu Ende zugehen.“

 

Danke Herr Leupold, schön wenn Sie recht behalten. 

Der Urlaubsort den sich Herr Leupold ausgesucht hat, gehört laut Internetinformationen zu den bekanntesten Badeorten an der Ostseeküste und liegt auf der Insel Wolin in Westpommern.

Auf einer ganz anderen Insel  waren die Andorfs vor geraumer Zeit, nämlich auf einer Insel der Azoren. Herr Andorf berichtete davon folgendermaßen:

 

„Auf dem Archipel mitten im Atlantik, 1.600 km vom Mutterland Portugal entfernt, haben wir die Blumenpracht aus Hortensien, Agapanthus, Bougainvillea und anderen blühenden Pflanzen sehr genossen. Es tat gut, einmal nur wenige Touristen anzutreffen, obwohl die Vulkaninseln mit ihren wildromantischen Bergzügen, den blauen Kraterseen, den grünen Viehweiden und den schroffen Küsten einiges zu bieten haben, vor allem für Wanderer. Beim Zwischenstopp in Lissabon hatten wir auch noch einige Stunden Zeit für einen Bummel durch diese lebendige Stadt mit ihrer prächtigen Architektur.“ 

Wir bedanken uns bei Hörerfreund Andorf, dass er uns einen kleinen Einblick in die Inselwelt der Azoren vermittelt hat. Das sich dort weniger Touristen tummeln hat sicher mit der Entfernung und den Anreisekosten zu tun. 

 

Das Thema Wetter bzw. Hitze ist auch noch in anderen Hörerzuschriften aufgegriffen worden, die wir heute noch vorlesen wollen. Das die hohen Temperaturen nicht nur in Deutschland und Mitteleuropa ein Problem sind, sondern auch im hohen Norden, das bestätigt uns Hörerfreund Reinhard Schumann: 

 

„Ich bin weiterhin am internationalen Projekt mit Studenten aus 10 Nationen tätig. An meinem Haus habe ich auch an den Aussenseiten und Innen gearbeitet und noch einiges zu machen.

Temperaturen liegen zwischen 28 und 34 °C und kaum, beziehungsweise kein Regen und viel Trockenheit. In der Umgebung gab es 4 Waldbrände, selber habe ich aber keine Probleme.

Ich würde mich sehr über eine QSL-Karte freuen. Herzliche Grüße aus Schweden nach Teheran.“ 

Besten Dank lieber Herr Schumann, auch für den Empfangsbericht mit sehr guten SINPO-Werten von 4 und 5 auf der 7300 kHz.

Vielleicht erzählen Sie uns einmal mehr über das sicher sehr interessante Projekt mit Studenten aus 10 Ländern. 

Aus Schweden kommen wir zurück nach Deutschland, wo es in der Nähe von Köln auch sehr heiß war:

 

„Liebe Freunde vom deutschen Programm!

Vielen lieben Dank für die Bestätigung meines letzten Empfangsberichts mit Ihrer schönen QSL-Karte. Ich habe mich sehr gefreut! Vor einigen Minuten habe ich wieder eine Ihrer schönen Sendungen auf Kurzwelle verfolgen können, natürlich heute auch wieder einmal mit dem Hörerbriefkasten.

Nicht nur im Iran ist es derzeit sehr heiß, auch hier im Westen Deutschlands erreichen die Temperaturen schon Rekordwerte, und auch von Regen ist kein Tropfen zu sehen. Für Berufstätige ist das natürlich besonders unangenehm, aber auch Schüler leiden darunter. Bei uns sind im Moment zwar noch Sommerferien, aber in anderen Bundesländern beginnt am kommenden Montag wieder die Schule. Gibt es an iranischen Schulen auch Hitzefrei? Und wie lang sind die Sommerferien im Iran?

Für heute möchte ich mich nun auch wieder verabschieden. Vielen Dank nochmals für die schönen täglichen Sendungen aus Teheran!

Mit freundlichen Grüßen Stefan Druschke“

Wir bedanken uns lieber Herr Druschke für alle Zeilen und den Empfangsbericht mit SINPO 4 für die 7300 kHz.

 

Ihre Frage ob es auch Hitzefrei gibt in Iran und wie lange die Sommerferien dauern, können wir mit einem kurzen Satz beantworten:   Ja, 3 Monate.

Also unsere langen Sommerferien von mindestens 3 Monaten sind praktisch gleichzeitig auch unser „Hitzefrei“, denn hohe Sommertemperaturen sind bei uns nichts Außergewöhnliches in den Sommermonaten, sondern Standard. Deshalb hat man sich entschlossen, diese Zeit grundsätzlich schon mal schulfrei zu machen. Also haben wir hier quasi 3 Monate Hitzefrei!

Nicht nur das heiße Wetter, sondern auch die heiß erwartete QSL-Post sind Thema eines Hörerbriefes aus Neubrandenburg für den wir uns freundlich bedanken:

  „Sehr geehrte Damen und Herren der Deutschen Redaktion von IRIB World Service,

über Ihre Briefpost mit der wunderschönen Kerman-Karte als QSL-Bestätigung und den beigelegten "Empfangsbedingungen und Frequenzen" habe ich mich sehr gefreut. Vielen lieben Dank dafür !Es war mir sehr wichtig, nach so langer Zeit von etwa 40 Jahren, von Ihnen wieder einmal Post mit einer Empfangsbestätigung aus dem Iran zu bekommen.Der Empfang Ihrer Sommerfrequenzen ist weiterhin täglich mit einem durchschnittlich mittleren Empfang möglich und daher meist gut verständlich hörbar.Direkte Informationen aus dem Iran sind mir sehr wichtig und darum höre ich Ihre vielseitigen und interessanten Programme fast täglich mit meinem kleinen Tecsun PL-380 Weltempfänger.Machen Sie bitte weiter so gute Programme und bleiben Sie unbedingt auch in Zukunft auf der Kurzwelle mit einem deutschsprachigen Programm.Vielen Dank für Ihre fleißige Arbeit in der Deutschen Redaktion,und vielen Dank den Sende-Ingenieuren und Technikern in Sirjan.Mit herzlichen und freundschaftlichen Grüßen aus dem über 30 Grad warmen Neubrandenburg, Ihr Hörer Volker Schmidt“ 

Nahezu  40 Jahre schreibt Herr Schmidt sei seine Kontaktpause gewesen, das ist schon rekordverdächtig. So lange ist es beim nächsten Hörerfreund dann doch nicht her. Er meldete sich nach gut 10 Jahren mal wieder, und  zwar schickte er seine Post nach Berlin. Unser Kollege dort war so nett trotz seines Urlaubs mal im Briefkasten vorbei zu schauen. 

Geschrieben wurde der Brief am 31. Juli in Eisenach: 

„Guten Tag, werte Redaktion der Stimme der Islamischen Republik Iran! Dies ist ein Empfangsbericht über eine Ihrer Sendungen, bitte leiten Sie den Bericht später auch an die technische Abteilung bzw. wenn vorhanden, an die „Frequenzplanung“ weiter!

Nun aber zur Vorstellung: Es schreibt Ihnen Martin Schöch aus Eisenach, ich bin 45 Jahre alt, und arbeite als Chemiker und Qualitäts- sowie Umweltverantwortlicher in einem Kunststoffbetrieb in Eisenach. Somit bin ich z.B. für die Zertifizierungen des TüV und die Audits der diversen Kunden bei uns verantwortlich.

Eisenach ist eine kreisfreie Stadt im Westen von Thüringen, hat 42.500 Einwohner und liegt direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die heute die Grenze zum Land Hessen ist. Bekannt ist Eisenach vor allem durch die Wartburg (UNESCO-Weltkulturerbe), auf der Martin Luther 1521 - 1522 n.Chr. das Neue Testament ins Deutsche übersetzte, sowie durch die heilige Elisabeth und das hiesige Automobilwerk (Bau des Wartburg bis 1992, jetzt Bau eines Opel-Modells).

Bis zum Jahr 2007 habe ich Ihre Sendungen regelmäßig gehört, aber ab dem Jahr 2007 machte ich eine längere „Pause“ von der Kurzwelle – eine neue Arbeitsstelle, eine größere Familie, da blieb leider nicht mehr genug Zeit für das Radio-Hobby. Nun möchte ich aber „weitermachen“ mit dem Radio-hören... 

Weiter geht es im Brief von Herrn Schöch so:

„Zur gehörten Sendung möchte ich folgendes sagen – der Inhalt der Sendung war interessant und recht gut verständlich, die technische Qualität war in Ordnung, alle Ansagen (Name, Adressen usw.) waren gut zu verstehen. Letztendlich konnte man die Sendung auf beiden Frequenzen gut hören.

Die neue Internetseite der Vo IRIB (bei ParsToday) hat mir allerdings nicht gefallen, man muss schon suchen, bis man die Zeiten und Frequenzen findet, von „Vo IRIB“ ist dort gar nicht die Rede und die Adresse der Radiostation findet man dort gar nicht, weder Berlin noch Teheran... (Die Adresse steht nur auf der „alten Webseite“). Man kann zwar sehr gut alle Nachrichten dort nachlesen, aber es ist keine Seite einer „Radiostation“ mehr.

Ich würde mich aber freuen,wenn Sie mir für meinen Bericht eine Ihrer QSL-Karten ausstellen könnten.

Für Ihre Arbeit in Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute. Hoffentlich bleiben Ihnen auch in Zukunft die (Geld)-Mittel erhalten, um Ihr Programm weiter betreiben zu können!

Vielen deutschen Sprachdiensten in anderen Ländern drohen ja Kürzungen, oder sie sind gar schon abgeschaltet. Hörerpost hilft da ja sicher auch als „Argumentation“ dagegen?

Mit freundlichen Grüßen aus Eisenach Martin Schöch“

 

Der beiliegende Empfangsbericht ist ausführlich und professionell. Das Empfangsgerät ist ein SONY ICF 2001 mit eingebauter Teleskopantenne, ohne weitere Ausrüstung wie Filter, Verstärker etc., wie Herr Schöch schreibt, und der Empfang auf der 7300 kHz war etwas schlechter war als auf der 9850 kHz. 

Ein Grund zur Freude auf unserer Seite lieber Herr Schöch, dass Sie sich wieder bei uns gemeldet haben. Schönen Dank für alles was Sie berichtet haben. Nun hören wir bestimmt wieder öfter von Ihnen.

 

Aus Thüringen haben wir noch mehr Post bekommen. Endlich ist der von Michael Lindner angekündigte Brief über seine Erlebnisse beim 4-wöchigen Kuraufenthalt in Bad Colberg in Teheran eingetroffen, wofür wir uns herzlich bedanken.  Seine Zeilen sind vom 22. Juni, darin heißt es unter anderem:

„So gab es zum Beispiel zwei unglaubliche Begegnungen mit Menschen, die mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gehen. Ich möchte jetzt versuchen, Euch darüber zu berichten, habe aber keine Ahnung, ob Ihr meine Gefühle und Emotionen nachvollziehen könnt.“

Es sind zwei getrennte Geschichten, die Herr Lindner uns geschickt hat, und die erste davon lesen wir heute vor, auch wenn wir unsere Zeit damit überstrapazieren, aber es lohnt sich. Wir wünschen Ihnen gute Unterhaltung:

„An einem Sonntagvormittag, als ich einen Spaziergang zur Gedenkstätte Billmuthausen - ehemalige innerdeutsche Grenze - machte, saß auf einer Bank ein freundlicher alter Mann, mit dem ich sofort ins Gespräch kam. Es stellte sich heraus, dass es sich nicht um einen Kurgast handelte, sondern um einen Einheimischen, der jeden Sonntagvormittag auf dieser Bank saß, unter einem Baum, den er vor Jahrzehnten selbst gepflanzt hatte.

Während der Unterhaltung bemerkte ich sofort sein Talent als brillianten Geschichtenerzähler. So begann er von seiner Kindheit zu erzählen, dass er aus dem ehemaligen Ostpreußen stammte und als Kind schon mit Krieg, Hunger und Flucht Bekanntschaft machen musste.

Irgendwie hat es ihn dann nach Oberfranken verschlagen, wo er ansässig wurde. Er erlebte die deutsche Trennung hautnah und konnte zusehen, wie der anfängliche Stacheldraht sich immer mehr zu einer Todeszone entwickelte, die eine Flucht von Ost nach West so gut wie unmöglich machte.

 

Der Zufall wolllte es, dass er genau an dieser Stelle seinen Wehrdienst absolvierte und das emsige Treiben der NVA-Soldaten der DDR im winzigen Grenzdorf Billmuthausen vom Westen aus beobachten konnte.

Damals gab es in diesem Dorf etwa14 Häuser, eine Mühle und einen Friedhof mit Kirche. 1977 wurde das gesamte Dorf geräumt und abgerissen, bis auf den Friedhof. Da der Dienst total langweilig war, begann er Gedichte zu schreiben, über den Grenzdienst, über die herrliche Natur, über Liebe und Sehnsüchte der Menschen – kurz gesagt, über das Leben in seiner ganzen Vielfalt.

Diese Gedichte hatte er alle im Kopf, trotz seiner stolzen  84 Jahre.

Und fast nicht zu glauben, diese Gedichte verschmolzen in seinen Erzählungen.

Stellte man ihm eine Frage, so kam die Antwort immer als erlebte Geschichte mit einem eingeflochtenen Gedicht, welches genau das Thema traf.

Unglaublich faszinierend, spannend und fesselnd, diesen alten Mann erzählen zu hören. Man spürte seine Liebe zum Leben, seine unerschütterliche Liebe zu den Menschen. Das ging tatsächlich unter die Haut!.

Während er erzählte, beobachtete ich seine Augen, die vor Lebensfreude funkelten. Sein Gesicht strahlte Güte und Zufriedenheit aus, obwohl es vom Alter gekennzeichnet war. Er kam mir vor, wie ein „Weiser Mann“ aus einem Märchen, der mich mit seinen Lebensweisheiten daran erinnerte, wie einmalig schön und wertvoll das Leben ist, wenn man sein Herz öffnet und die Arme ausbreitet.

Danke, lieber alter, unbekannter Mann, dass ich deine Geschichten hören und nachempfinden darf! Sie werden mich noch lange beschäftigen und unvergessen bleiben!

Wir sind froh, dass wir dieses schöne Erlebnis unseres Hörerfreundes mit den anderen Hörerfreunden teilen dürfen. Vielen Dank lieber Michael Lindner.

Und die zweite besondere Geschichte wartet dann beim nächsten Mal auf Sie und uns alle. Es wird sich also auch am nächsten Sonntag wieder lohnen bei uns einzuschalten.

Nun verabschieden wir uns ganz schnell mit unserem Lied, also dann bis zum nächsten Mal.

Khoda hafez  - Gott schütze Sie!

Aug 14, 2018 11:06 CET
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