Hörerpostsendung am 19. August 2018 - Bismillaher rahmaner rahim - Liebe Hörerfreunde, wir sind bereit für unser neues Treffen am Sonntagnachmittag. Sind Sie auch dabei? Heute wollen wir zunächst an die Millionen Muslime denken, die in Mekka mit den Zeremonien der großen Wallfahrt oder Hadsch begonnen haben, die im letzten Kalendermonat des arabisch-islamischen Kalenders stattfindet.

An der Großen Wallfahrt muss jeder Muslim, soweit es ihm die gesundheitlichen, geistigen und materiellen Umstände erlauben, einmal in seinem Leben teilnehmen. Mit seiner Teilnahme ist auch eine Menge Verantwortung verbunden und die religiöse und moralische Bereitschaft und Reife dazu ist eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür.

 

Aus Iran beteiligen sich in diesem Jahr mehr als 83 000 Muslime an diesem großen und besonderen Ereigniss. Die meisten von ihnen haben sich schon vor rund 12 Jahren in einer Liste eingetragen um ihrem Wunsch nachzukommen und sind erst jetzt an der Reihe. Über die Anzahl der Teilnehmer aus jedem Land bestimmen die saudi-arabischen Behörden.

Die Dauer der großen Wallfahrt oder Hadsch beträgt für iranische Muslime zwischen mindestens 28 und höchstens 40 Tagen. Einen Teil ihrer Pilgerreise verbringen sie vor oder nach den heiligen Riten in Mekka in Medina.

Wenn wir auch nicht viele Muslime in unserer Hörerschaft haben, so wollten wir doch gerne an dieses wichtige Ereignis in der islamischen Welt erinnern und wünschen allen, die sich danach sehnen einmal daran teilnehmen zu dürfen, dass sich ihr Wunsch erfüllen wird.

Jetzt kommt aber der Blick in die Postmappe und da haben wir zunächst noch die aktuelle Post die direkt in Teheran eingegangen ist. Am letzten Sonntag hatten wir daraus ja schon einen der interessanten Erlebnisberichte von unserem Stammhörer Michael Lindner vorgelesen. Die zweite interessante Geschichte von ihm hören Sie dann am Ende der heutigen Sendung. Allein wegen diesen tollen Begegnungen hat sich die Kur von Herrn Lindner schon gelohnt, finden Sie nicht auch.

Sicher hat sich die Reise nach Estland für unseren Hörerfreund Stephan Lipsius auch gelohnt. Warum er dort hingefahren ist erfahren Sie durch seinen Postkartengruß an uns:

„Liebe Freunde,

aus Estland, wo wir unsere Tochter besuchen, die hier ihren „Internationalen Jugendfreiwilligendienst“ absolviert, herzliche Grüße. Wald und Natur beherrschen das Bild.

Viele Grüße aus dem Baltikum, Ihr Stephan Lipsius“

Den beherrschenden Eindruck von Wald und Natur bestätigt die Ansichtskarte von Herrn Lipsius. Sonst bekommen wir ja meist Ansichtskarten aus dem Kosovo, also aus dem Südosten Europas. Seine Tochter hat sich mehr für den Nordosten entschieden und für den Jugendfreiwilligendienst.

Haben Sie schon mal davon gehört? Wir sind auch ganz neugierig geworden und haben im Internet danach gesucht. Hier ein kleiner Ausschnitt über Ziel und Sinn dieses interessanten Sozialdienstes:

Der Internationale Jugendfreiwilligendienst nimmt für sich in Anspruch ein vielschichtiger Lern- und Bildungsdienst zu sein. Seine Ziele sind das Sammeln von interkulturellen, gesellschaftspolitischen und persönlichen Erfahrungen in einer anderen Kultur. Junge Menschen können sich für andere Menschen und andere Gesellschaften einsetzen. Gleichzeitig erfolgt ein informelles Lernen während der Tätigkeit und innerhalb der begleitenden Seminare. Die eigene Persönlichkeit wird entwickelt, indem die Jugendlichen lernen, sich in einem neuen, ungewohnten Umfeld zu bewegen. Die so erworbenen sozialen und interkulturellen Kompetenzen kommen den jungen Menschen auch nach ihrer Rückkehr nach Deutschland zugute.

Mit dem Jugendfreiwilligendienst soll das Verständnis für andere Kulturen  gefördert werden, um den interkulturellen Dialog voranzubringen.

Sehr interessant, wir danken Herrn Lipsius, dass wir über seine Tochter von dieser Initiative erfahren konnten. Vielleicht finden es ja einige Hörerfreunde auch interessant und haben dadurch eine Anregung bekommen die sie innerhalb ihrer Familie weitergeben können.

Von Thomas Marschner aus Wittingen war ein Empfangsbericht dabei vom 12. Juni, der bestätigte, dass er uns über die 9850 kHz mit Sinpo 5 und 4 empfangen kann. Das finden wir prima. Vielen Dank.

Unsere Post führt uns von Niedersachsen in Norddeutschland nach Niederschrems im Nachbarland Österreich. Am 27. Juni schrieb unser Hörer Franz Schanza dort folgende Zeilen an uns:

„Sehr geehrte Damen und Herren.

Ich möchte mich recht herzlich für die schöne Karte von Ihnen bedanken, die ich dieser Tage erhalten habe.

Anbei übersende ich Ihnen wieder einen handgeschriebenen Empfangsbericht. Ich würde mich freuen, wenn sie diesen wieder mit einer QSL-Karte bestätigen würden. Ich habe den Bericht von Bernd Seiser über das Bestandsjubiläum unseres Vereins in Schrems gehört und möchte mich recht herzlich bedanken. Leider kann ich Ihre Sendungen nur über Internet empfangen. Die Kurzwellenfrequenz ist sehr gestört. Trotzdem bin ich froh, Ihr Programm zu hören.

Mir freundlichen Grüßen Franz Schanza“

Das ist nett von Ihnen Herr Schanza, wir bedanken uns für Ihr Interesse und auch die beigelegten Informationen über Ihre Stadt mit dem Titel: Natur- und Kulturerlebnis Schrems.

Unter anderem können die Besucher dieser niederösterreichischen Stadt dort eine Himmelsleiter, einen Naturpark, ein Moorbad, ein Kunstmuseum, eine Schuhwerkstatt und einen Bio-Kräuterhof besuchen.

Herr Schanza hat, da er ebenso aufmerksam ist wie sein österreichischer Hobbykollege Paul Gager in Wien, auch in seiner Zeitung Reiseinformationen zu Iran entdeckt. In der Reisezeit heißt es da bezüglich unserem schönen Land: Viele Sehenswürdigkeiten und besondere Gastfreundschaft ergeben ein lohnendes Reiseziel.

Ein weiterer Titel des Zeitungsartikels lautet: Prächtiges Persien – Grandiose Landschaften und Bauten, eine 2500 Jahre alte Hochkultur, und vor allem unglaublich herzliche Menschen machen den Iran zu einem einzigartigen Reiseland!

Schönen Dank Herr Schanza für all die netten Beilagen zu Ihrer und unserer Heimat. Anscheinend ist aber der handgeschriebene Empfangsbericht von Ihnen dabei irgendwie unter die Räder gekommen, wir haben ihn nicht gefunden.

Weitere Empfangsberichte von Ralf Urbanczyk aus Eisleben sind jedoch gut bei uns angekommen. Darin geht es auch um Islam und Iran. Am 11. August hieß es von ihm:„Eine faszinierende Sendereihe ist "Islamische Kultur und Zivilisation". Ich bin beeindruckt, wie stark der Einfluss der Iraner bei der Entwicklung von Kultur und Architektur im Islam war, so wie es heute im Programm über den Palast Khirbat al-Mafdschar in Ariha und in der Stadt Bagdad aufgezeigt wurde. Überhaupt ist die Geschichte von West- und Mittelasien für mich überaus spannend, weil es ein ganz anderer Kulturraum ist. Das läuft in deutschen Geschichtsbüchern immer nur am Rande mit, weil der gegenseitige Einfluss ziemlich gering war. Es ist schön, dass Sie so ausführlich darüber berichten. Die Sendereihe "Islamische Kultur und Zivilisation" ist für mich wie eine kleine Geschichtsstunde, nur nicht so langweilig wie früher in der Schule. Bitte bestätigen Sie den Bericht mit Ihrer QSL-Karte. 

Mit besten Grüßen, Ihr Hörer Ralf Urbanczyk“ 

Am 13. August hörte Herr Urbancyzk ebenfalls bei uns zu und merkte an:„Interessiert hörte ich heute wieder der aktuellen Ausgabe der Sendereihe "In Richtung Licht" zu. Durch diese Serie lerne ich die Aussagen des Korans, des heiligen Buchs der Muslime, richtig gut kennen, da in dieser Sendereihe alle Suren systematisch in ihrer Reihenfolge rezitiert, kommentiert und analysiert werden. Es ist der beste Weg, sich davon zu überzeugen, auf welchem festen Fundament der Koran steht und wie lebensnah seine Aussagen heute noch sind. Wie schön, dass alle bisherigen Folgen auf Ihrer Internetseite nachgehört und nachgelesen werden können.

Vielen Dank für Ihre Mühe, dieses großartige Buch den Menschen im deutschsprachigen Raum näher zu bringen. Mit besten Grüßen, Ihr Hörer Ralf Urbanczyk “

Es ist natürlich beruhigend zu wissen, dass unsere Sendungen gehört werden und eine positive Resonanz erfahren. Vielen Dank lieber Herr Urbancyzk, dass Sie uns mitteilen, dass Sie unsere Sendungen hören und mögen.

Ein Hörer in Berlin brachte auch seine Sympathie für unsere Sendungen zum Ausdruck, auch er hörte wie Herr Urbanczyk der Sendung am 11. August zu: 

„Liebe Freunde, 

vielen Dank für Eure Sendung, die ich wieder mit Sympathie und großem Interesse verfolgt habe. Der Empfang war wie gewohnt nahezu perfekt. Ich würde mich freuen, wenn mein Empfangsbericht für Sie ein Ansporn und von Interesse wäre und Sie mir diesen mit einer QSL-Karte bestätigen könnten.

Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen Jürgen Waga“

 

Die Empfangsdaten bestätigen Sinpo-Werte von 5 und 4 über die 9850 kHz. Wir danken für Ihre nette Mail  Herr Waga und freuen uns über die guten SINPO-Werte. Bis unsere QSL-Karte sie erreicht, kann es allerdings noch etwas dauern. 

2 weitere Empfangsberichte haben wir inzwischen und nach längerer Pause, wieder von Joachim Thiel in Wuppertal bekommen. Das freut uns, besten Dank.

In Berlin traf Post an uns ein, und zwar von Dieter Buchholz mit einem Empfangsbericht vom 29. Juli und der Anmerkung:

„Für die Glückwünsche zu meinem Geburtstag möchte ich mich bedanken.“

Schön, dass unsre Glückwünsche bei Herrn Buchholz angekommen sind.

Und in Salzburg ist auch etwas von uns angekommen:

„Liebe Damen und Herren!

Herzlichen Dank für die schöne QSL-Karte und den Frequenzplan. Beste Wünsche!

Mit freundlichen Grüssen Renate und Günter Traunfellner.“

Unsere QSL-Karte erreichte auch Christoph Paustian in Häusern:

„Sehr geehrte Damen und Herren von IRIB,

vielen Dank für Ihre Bestätigung meines 29. Berichtes. Anliegend der Jubiläumsbericht Nr.30

Über Ihre QSL-Karte freue ich mich wieder. Ihre Nachrichten und Berichte sind sehr wertvoll im Vergleich mit den Medien in Deutschland.

Viele Grüße aus Häusern Ihr Hörer Christoph Paustian.“

Kurz darauf erreichte uns ein zweiter Empfangsbericht von Herrn Paustian über Berlin. Diesmal mit der Anmerkung:

„Hörenswert war der Nachrichtenteil aus der Sicht von Iran.“

Somit haben wir heute wieder einmal eine ganze Menge positiver Äußerungen über unsere Sendungen erfahren dürfen. Das macht uns froh und wir wollen Ihnen deshalb zur Belohnung die zweite schöne Geschichte von Michael Lindner zum Abschluss vorlesen, in der Hoffnung, dass Sie darüber auch froh sind.

Herr Lindner hatte noch diese Zeilen seinen Erzählungen vorangestellt:

„Wie Ihr wisst, sind viele Erlebnisse kaum mit Worten zu beschreiben, vor allem wenn es um Gefühle geht. Solche Dinge professionell wiederzugeben bleibt nun mal den großen Schriftstellern vorbehalten, zu denen ich leider nicht gehöre.“

Wir denken unser Hörerfreund braucht sein schriftstellerisches Licht nicht unter den Scheffel zu stellen und bringen Ihnen deshalb  - nach etwas Musik -nun seine zweite Geschichte zu Gehör.

 Gute Unterhaltung nun bei Michael Lindners spannender Erzählung:

„Meine zweite Geschichte wird ebenfalls etwas mythisch klingen. Wieder einmal begab ich mich auf Wanderschaft und durchstreifte die tiefen Wälder des malerischen Rodachtals, vorbei an vielen versteckten Fischteichen und sattgrünen Waldwiesen. Natur pur.

Dank der ehemaligen Grenze entwickelte sich hier das sogenannte „Grüne Band“ Deutschlands mit einer unglaublichen Flora und Fauna, die kaum irgendwo anders zu finden ist. Sogar die alten Plattenwege, auf denen die Grenzer damals Patrouille fuhren, sind noch vorhanden und dienen heute als Wanderwege.

Irgendwann gelangte ich an eine der zahlreichen Gedenkstätten mitten im Wald. Hier befand sich eine große Hinweistafel mit Informationen über die damaligen Grenzanlagen, die dort installiert waren.

Total vertieft studierte ich die Fotos und Texte. Obwohl ich diese bösen Zeiten miterlebt hatte, konnte ich kaum glauben, was damals alles so geschehen ist, von dem man außerhalb des Grenzgebiets absolut nichts erfuhr.  Ich stand so ganz allein und bemerkte meine Umwelt nicht mehr.

Plötzlich, ja ich war total erschrocken, stand ein uralter Mann mit einem langen Bart neben mir, der mich wahrscheinlich schon einige Zeit so beobachtete.

Schnell aber „entschärfte“ er die Lage mit einem freundlichen guten Tag. So kam dann doch sehr schnell ein interessantes Gespräch zustande, welches mich erneut in eine Märchenwelt versetzte.

Er begann seine Geschichte mit seiner Kindheit in Pommern, dem heutigen Polen. In Folge der Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges musste er mit seiner Familie in einer Nacht- und Nebelaktion seine Heimat verlassen, nur mit einigen Rucksäcken mit den wenigen Habseligkeiten.

Viele Orte in Deutschland sollten seine neue Heimat sein, doch leider konnte er jahrelang nicht sesshaft werden.

Er schlug sich durch und bekam die volle Härte des Lebens zu spüren. Dann endlich fand er im Norden Deutschlands eine neue Heimat und konnte sich ein bescheidenens Leben aufbauen.

Sein größter Wunsch, der im hohen Rentenalter entbrannte, war eine Wanderung entlang der gesamten ehemaligen deutschen Grenze.

So machte er sich mit 90 Jahren (!!!) auf den Weg entlang des „Grünen Bandes“. Er hatte lediglich einen Rucksack mit, in dem er verschiedene Lebensmitteldosen und Brot sowie etwas Wäsche mit hatte.

Ein zweiter Beutel weckte meine Aufmerksamkeit. Scherzhaft fragte ich, ob sich darin sein Bett befindet. Er bejahte lachend diese Frage und zog eine Hängematte heraus. Ich war total sprachlos, schlief er doch tatsächlich im Wald zwischen zwei Bäumen.

Unglaublich, was es doch für Idealisten und verrückte Menschen, natürlich im positiven Sinne, gibt. Von ganzem Hezren wünschte ich ihm noch ein langes Leben und natürlich, dass er seinen Traum der Grenzwanderung bis zum Ende gesund erleben kann.“

Glauben Sie uns liebe Hörerfreunde, „Wir und unsere Hörer“ sind eine sehr privilegierte kleine Gemeinschaft, denn wöchentlich erfahren wir viel  Interessantes von- und übereinander. Das ist im Wesentlichen natürlich Ihnen selbst zu verdanken, denn Sie sind es, die immer wieder mit oder ohne Zusammenhang mit uns und unseren Sendungen Beiträge einsenden, die „Uns und unsere Hörer“ erfreuen und durch die wir viel Wissenswertes erfahren.

Unserem Stammhörer Michael Lindner an dieser Stelle auch nochmal besonderen Dank, dass er uns an diesen besonderen und lehrreichen Begegnungen teilhaben ließ.

Damit bleibt noch unser abschließendes Musikstück, mit dem wir Ihnen wieder eine gute Woche wünschen und eine gesunde Zeit.

Also dann Khoda hafez – Gott schütze Sie!

Aug 21, 2018 12:31 CET
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